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„Zerschlagung von Big Tech“

Donald Trump wegen Facebook-Sperre außer sich

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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  • Alexander Seipp
    Alexander Seipp
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Donald Trump bleibt auf Facebook gesperrt. Der Ex-Präsident will das aber nicht auf sich sitzen lassen und reagiert – ausnahmsweise per E-Mail.

Update vom Donnerstag, 06.05.2021, 09.35 Uhr: Der frühere US-Präsident Donald Trump reagierte wie erwartet auf die Entscheidung des Facebook-Aufsichtsrats, ihn vorerst nicht auf der Social Media-Plattform zuzulassen. „Was Facebook, Twitter und Google getan haben, ist eine totale Schande ... für unser Land. Die Redefreiheit wurde dem Präsidenten der Vereinigten Staaten genommen, weil die radikalen linken Wahnsinnigen Angst vor der Wahrheit haben, aber die Wahrheit wird trotzdem herauskommen, größer und stärker als je zuvor “, heißt es in einer per E-Mail gesendeten Erklärung von Trump.

Donald Trump, der nach wie vor nicht zugibt, die US-Wahl 2020 verloren zu haben, versuchte im Alleingang, den freien und fairen Wahlprozess der USA zu beeinflussen. Die sozialen Netzwerke dürften ihm hinderlich gewesen sein: „Diese korrupten Social-Media-Unternehmen müssen einen politischen Preis zahlen und dürfen unseren Wahlprozess nie wieder zerstören und dezimieren“, schreibt Trump.

Donald Trumps Facebook-Sperre bleibt: Mark Meadows kündigt Widerstand der Republikaner an

+++ 17.05 Uhr: Der frühere Stabschef von Donald Trump, Mark Meadows, hat wütend auf die andauernde Facebook-Sperre des ehemaligen US-Präsidenten reagiert. Unmittelbar nach der Entscheidung des sogenannten „Oversight Boards“ sagte der Trump-Verbündete dem konservativen Fernsehsender „Fox News“: „Es ist ein trauriger Tag für Amerika, es ist ein trauriger Tag für Facebook.“

Donald Trump bleibt auf Facebook weiterhin gesperrt. Ein enger Verbündeter droht mit Konsequenzen für das Unternehmen. (Archivfoto)

Im Anschluss sprach er eine eindeutige Drohung an den Social-Media-Riesen aus. Zahlreiche republikanische Kongressabgeordnete würden nun über eine Zerschlagung des Konzerns nachdenken, um sicherzustellen, dass Facebook keine Monopolstellung im Bereich der sozialen Netzwerke erreiche. „Ich kann Ihnen sagen, es gibt zwei unterschiedliche Standards. Einen für Donald Trump und einen für viele andere Leute, die auf ihrer Seite sind.“

Donald Trump bleibt auf Facebook gesperrt: Mark Meadows droht „Big Tech“

Mark Meadows kündigte an, alles dafür zu tun, Facebook sowie andere Internetgiganten stärker zu regulieren. „Ich kann Ihnen sagen, das wird sich ändern“, sagte er in Bezug auf das Verhalten der Konzerne. Dann wiederholte er seine Drohung. Es werde eine „Zerschlagung von Big Tech“ geben.

Das „Oversight Board“ ist ein von Facebook selbst ins Leben gerufenes Aufsichtsgremium, das das Unternehmen als unabhängig betrachtet. Facebook muss nun seine Entscheidung binnen sechs Monaten prüfen und eine „verhältnismäßige“ Sanktion rechtfertigen. Laut dem Unternehmen sind Entscheidungen des Aufsichtsgremiums bindend und können auch von Gründer und CEO Mark Zuckerberg nicht überstimmt werden.

Donald Trump: Keine Rückkehr auf Social Media - Facebook-Account bleibt gesperrt

+++ 15.04 Uhr: Facebook verbietet Donald Trump die Rückkehr. Der Social-Media-Riese bestätigte die Sperre des ehemaligen US-Präsidenten am Mittwoch. Trump wird seinen Facebook-Account damit auch zukünftig nicht nutzen können. Dasselbe gilt für Trumps Youtube-Account. Das Unternehmen hatte ihm zumindest eine mögliche Rückkehr in Aussicht gestellt. Twitter - Trumps größte Plattform im Social-Media-Universum - hatte eine erneute Freischaltung von „realdonaldtrump“ stets ausgeschlossen.

Erstmeldung vom Donnerstag, 05.05.2021, 09.48 Uhr: Palm Beach – Wer nirgendwo mehr willkommen ist, der baut sich eben seine eigene Plattform. So in etwa ist dies derzeit beim ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zu beobachten. Denn nachdem der rechte Politiker nach dem Sturm seiner Anhängerschaft auf das Kapitol aus den wichtigen Social Media-Diensten wie Twitter, Facebook und Googles Youtube herausgeworfen wurde, will er nun über seine eigene Website kommunizieren. Dies berichtet die dpa.

Ex-US-Präsident Donald Trump wird auch in Zukunft ohne Facebook auskommen müssen.

Der rechte US-Fernsehsender Fox News hatte das als „From the Desk of Donald J. Trump“ benannte Projekt als „Neue Kommunikationsplattform“ groß angekündigt. Eigentlich handelt es sich dabei aber eher um eine wenig revolutionäre Website mit einem Blogbereich. Äußerlich unterscheidet sich das ganze kaum von Twitter, inklusive geteilten Bildern, Kurznachrichten und Videos.

Nach Aus bei Twitter und Facebook: Donald Trump baut sich eigene Plattform

Mit einer Ausnahme: Es gibt nur Beiträge von Donald Trump. Seine Anhänger:innen sollte dies jedoch nicht stören. Schließlich hatte der Ex-Präsident in seiner Zeit bei Twitter mehr als 80 Millionen Abonnent:innen. Sie können die Beiträge des noch immer von seinem angeblichen Wahlsieg redenden Politikers dort auch Liken, auch wenn die entsprechende Funktion zunächst nicht funktionierte. Ebenfalls möglich sein soll die Inhalte zu teilen und sie so etwa durch eine Hintertür auch zu den Online-Plattformen zu tragen. Unklar ist derzeit noch, ob diese das zulassen werden.

So sieht Donald Trumps neue Website aus.

Die Reaktionen in den USA auf die neue Plattform Donald Trumps sind gespalten. Momentan sei es kaum mehr als ein Newsletter, keine Plattform für Meinungsfreiheit, so ein Kommentar. Es sei ein weiterer Ort, an dem Trump-Fans wieder verfolgen könnten, wie er sich über seine Wahlniederlage aufregt, schreibt eine andere Person.

Donald Trump nach Facebook und Twitter-Rauswurf: Eigene Plattform gestartet

Bei den Trump-Fans kam das Projekt allerdings gut an. Dort freut man sich offenbar über erneute Tiraden gegen Joe Biden, Geflüchtete und Linke von dem Mann, den sie noch immer „Mr. President“ nennen. Bei Twitter sorge das ganze eher für Ermunterung. Die „Neue Kommunikationsplattform“ sei ein Blog für jemanden, der nur 280 Wörter lange Gedanken denken könne, kommentierte ein Nutzer.

Damals noch auf Twitter unterwegs, heute auf sein eigenen Plattform aktiv: Donald Trump.

Ganz geschlossen ist Donald Trumps Tür für eine Rückkehr in die großen Social-Media-Plattformen übrigens nicht, berichtet die dpa. Facebook will am Mittwoch (05.05.2021) entscheiden, ob er zurückkehren darf. Youtube will sein Profil entsperren, wenn das „Risiko von Gewalt gesunken ist“. Nur Twitter betonte, dass es für Trump keinen Weg zurück gebe. (als)

Rubriklistenbild: © Donald J. Trump

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