US-Präsident Donald: Nominierungsrede am historischen Ort
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US-Präsident Donald: Nominierungsrede am historischen Ort

US-Wahlkampf

Donald Trump will sich in Gettysburg zum Kandidaten küren lassen

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US-Präsident Donald Trump will seine Rede zur Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner an einem historischen Ort halten - oder vielleicht doch im Weißen Haus.

  • Donald Trump will am 27. August seine Nominierungsrede für die US-Wahlen 2020 halten
  • Der Präsident der USA wägt zwischen zwei Orten für die Veranstaltung ab
  • Die Entscheidung soll bald bekannt gegeben werden

Washington - US-Präsident Donald Trump will am 27. August seine Rede zur Nominierung als erneuter Präsidentschaftskandidat der Republikaner halten. Er werde sich am letzten Tag des Nominierungsparteitages seiner Partei entweder vom Weißen Haus aus oder in Gettysburg im US-Bundesstaat Pennsylvania äußern, schrieb Trump am Montag auf Twitter.

Gettysburg war 1863 Schauplatz der entscheidenden Schlacht im US-amerikanischen Bürgerkrieg. Am 19. November desselben Jahres hielt der damalige Präsident Abraham Lincoln eine Rede zur Einweihung eines Soldatenfriedhofs, die als „Gettysburg Address“ in die Geschichte einging.

Donald Trump: „Das Weiße Haus wäre auch ein schöner Ort.“

„Das ist ein sehr wichtiger Ort in der Geschichte unseres Landes“, sagte Donald Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus und ergänzte: „Das Weiße Haus wäre auch ein schöner Ort.“ Diese Variante würde die wenigsten Kosten für seine Sicherheit verursachen, erklärte er. Ein Publikum könne er sich an beiden Orten vorstellen. „Wir haben viel Platz an beiden Standorten.“

Nominiert werden soll Donald Trump bereits am 24. August, wie die Parteivorsitzende der Republikaner, Ronna McDaniel, dem Sender Fox News sagte. Dass Trump eine Nominierungsrede aus dem Weißen Haus erwägt, sorgt für Kritik. McDaniel entgegnete: „Wenn Joe Biden in seinem Keller leben kann, hat der Präsident jedes Recht, vor seinem Haus, dem Weißen Haus, zu sprechen.“

Joe Biden ist der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten. Wegen der Corona-Pandemie hatte er viele Auftritte US-Wahlkampf in seinem Zuhause in Delaware bestritten, wo im Keller eine Art Fernsehstudio eingerichtet ist. Zuletzt trat Biden aber öfter in der Öffentlichkeit auf.

Donald Trumps Nominierungsrede: Verstoß gegen das „Hatch Act“?

Eine Entscheidung für das Weiße Haus könnte mit rechtlichen und politischen Komplikationen für Donald Trump verbunden sein. Der US-Präsident hatte im vergangenen Monat Pläne zur Annahme der Nominierung der Republikaner auf einem Parteitag in Jacksonville, Florida, wegen eines Ausbruchs von Corona-Infektionen im Küstenstaat verworfen.

Durch die Wahl von Gettysburg oder des Weißen Hauses für eine Wahlkampfrede würde Donald Trump einer Überprüfung der Nutzung von Staatseigentum für politische Aktivitäten ausgesetzt sein, was einen möglichen Verstoß gegen das „Hatch Act“ der USA darstellt. Dieses Gesetz verbietet es Bundesangestellten, sich während ihrer Arbeit politisch zu betätigen. Während der Präsident und der Vizepräsident von den Beschränkungen des Gesetzes ausgenommen sind, sind dies andere Bundesangestellte - einschließlich der Mitarbeiter des Weißen Hauses - nicht.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Administration von Donald Trump vorgeworfen wird, gegen das „Hatch Act“ zu verstoßen. Im vergangenen Jahr veröffentlichte das US-amerikanische Büro für Sonderberater einen Bericht, in dem empfohlen wurde, Kellyanne Conway, eine Top-Beraterin von Donald Trump, wegen Missachtung des Gesetzes zu entlassen. (skr mit dpa)

Donald Trump dreht der Post in den USA den Geldhahn zu. Den Grund versucht er gar nicht erst zu verheimlichen: Es geht um die Präsidentschaftswahl im November.

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