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Republikaner sind jetzt „die Trump-Partei“

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Von: Lucas Maier

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Donald Trump: Hat er die Republikaner zu seiner Götzenpartei gemacht?
Donald Trump: Hat er die Republikaner zu seiner Götzenpartei gemacht? (Archivbild) © Chris Tuite/dpa

Während die Midterm-Wahlen in den USA in vollem Gange sind, hat Eric Trump die Republikaner in einer TV-Show als „Trump-Partei“ deklariert.

Washington – Seine Ära im Weißen Haus ging mit der Wahlniederlage Anfang des vergangenen Jahres (2021) zu Ende. Doch Donald Trump hat wohl nachhaltige Spuren in der politischen Landschaft der USA hinterlassen.

Die Partei der Republikaner, ist seither nicht mehr dieselbe, zumindest wenn man den Worten seines Sohnes Eric Trump folgt. Dieser hat am Freitag (14. Oktober) in einer konservativen Talkshow im US-Sender Newsmax TV dazu gesagt: „Es ist nicht mehr die Republikanische Partei, es ist die Trump-Partei“, wie die US-Onlinezeitung Newsweek schreibt.

„Trump-Partei“: Sohn von Donald Trump äußert sich im US-TV

Bereits im August hatte Trump Junior eine ähnliche Aussage, ebenfalls auf Newsmax, gemacht. „Mein Vater hat wirklich neu definiert, was die Partei ist, wie die Partei mit ihren Wählern spricht, und ich denke, das ist genau der Grund, warum sie diese überwältigende Unterstützung bei all den Menschen haben“, wird der Eric Trump von Newsweek zitiert.

Zu dem Schluss, dass Donald Trump die Partei der Republikaner grundlegend verändert hat, kommen auch Susan Glasser und Peter Baker in ihrem Buch „The Divider: Trump in the White House“. Mit einem Appell an die Angst und Wut der Parteibasis hatte Trump die Republikaner auf seine Seite gezogen, wie Glasser gegenüber dem Spiegel angab. Die Journalistin geht sogar noch einen Schritt weiter und antwortet auf die Frage, ob die Republikaner während Trumps Präsidentschaft zu Verfassungsfeinden geworden sind: „Es ist schwer, zu einem anderen Schluss zu kommen.“ 

Donald Trump hat Republikaner verändert

Auch wenn die Bewertung eine vollkommen andere ist, so passt Glassers Analyse doch sehr gut zu den Worten von Eric Trump. Glasser kommt zu dem Schluss, dass Trump die Partei weg von einer Partei mit politischer Überzeugung, hin zu einer Partei, die lediglich dem Kult um Donald Trump dient, verändert hat.

Die „Trump-Partei“ werde nach Einschätzung von Eric Trump die Demokraten bei der nächsten US-Wahl regelrecht überrollen, wie ihn Newsweek zitiert. In der Talkshow am Freitag (14. Oktober) begründete er dies wie folgt: „Weil sie in zwei Jahren nichts erreicht haben. Das ist alles koordiniert, es ist alles erfunden. Es ist alles eine Ablenkung, eine Ablenkung.“

Die Anhörung von Donald Trump zu dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021, kam in der Talkshow ebenfalls zur Sprache. Eric Trump vertrat hier die Auffassung, dass sich für diese, sowieso niemand in den USA interessieren würde, wie Newsweek schreibt.

Dem widerspricht jedoch der Faktencheck der US-Zeitung. Die Anhörungen, die im TV übertragen wurden, hatte eine durchschnittliche Einschaltquote von 13,1 Millionen Zuschauenden. Eine im Juli vom Marist Institute for Public Opinion veröffentlichte Studie gab zudem an, dass sechs von zehn Amerikaner:innen sich sehr oder zumindest etwas für die Verhandlungen interessieren. Ungefähr die Hälfte der US-Bevölkerung ist der Ansicht, dass Donald Trump verurteilt werden sollte, so die Studie. (Lucas Maier)

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