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Donald Trump geht auf Elon Musk los

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Von: Tobias Utz

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Donald Trump befindet sich im Angriffsmodus. Sein neuestes Feindbild: Elon Musk.

Anchorage (Alaska) – Donald Trump hat sich bei einem Wahlkampfauftritt in Anchorage (Alaska) spöttisch über Elon Musk geäußert. Der Tech-Milliardär sei ein „Bullshit Artist“, der Twitter nun doch nicht kaufe. „Elon wird Twitter nicht kaufen“, schrie der ehemalige Präsident der USA der Meute entgegen: „Wo habt ihr das schon mal gehört? Von mir. Von mir.“

Elon Musk habe sich selbst in Schwierigkeiten gebracht. Trump behauptete in seiner Rede, sich den Vertrag zum Twitter-Kauf angesehen zu haben. Der Tech-Milliardär habe einen „richtig miesen Vertrag geschlossen. […] Kein guter Vertrag“, prahlte der Geschäftsmann Trump. Details des Vertrages nannte er logischerweise nicht.

Donald Trump wettert gegen Elon Musk

Donald Trumps Aussagen dürften damit zusammenhängen, dass Musk den Republikaner Ron DeSantis bei der US-Wahl 2024 zu unterstützen gedenkt. DeSantis ist aktueller Gouverneur von Florida und gilt als aussichtsreicher Kandidat für das Amt des Präsidenten. Im Mai hatte Musk noch öffentlich erklärt, dass er bislang die Demokraten gewählt habe.

Donald Trump
Anchorage, Alaska: Donald Trump spricht vor seinen Fans. © Al Grillo / Imago Images

Doch neben Wahlkampfunterstützung dürfte auch Trumps Verbannung von Twitter eine Rolle für seinen Zorn auf Musk spielen. Der Account des ehemaligen US-Präsident war nach seiner Abwahl im sozialen Netzwerk gesperrt worden, unter anderem wegen gezielter Desinformation und der Verbreitung von Verschwörungserzählungen. Trump folgten zum damaligen Zeitpunkt rund 90 Millionen Twitter-Accounts, er besaß also eine enorme Reichweite.

Mittlerweile hat Trump sein eigenes soziales Netzwerk gegründet: Truth Social. Seine Fans rief er bei der Wahlkampfveranstaltung in Anchorage dazu auf, dem Netzwerk beizutreten. Truth Social dürfte wohl auch dazu beitragen, seine Anhängerschaft weiter zu radikalisieren. Derzeit sieht es so aus, als würde Trump im Jahr 2024 nochmals kandidieren, ähnlich wie Joe Biden. Allerdings könnten Trump Ermittlungen aus Georgia auf dem Weg zur Kandidatur zum Verhängnis werden.

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(tu)

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