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Donald Trump rief kurz vor Kapitol-Sturm in Kommandozentrale an

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Von: Ares Abasi

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Nur wenige Stunden vor dem Sturm auf das US-Kapitol soll Donald Trump noch nach Möglichkeiten gesucht haben, an der Macht zu bleiben.

Washington D.C. – Nur wenige Stunden vor dem Anschlag auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 soll der frühere Präsident Donald Trump mehrere Anrufe aus dem Weißen Haus an seine „Kommandozentrale“ im Willard-Hotel in Washington getätigt haben. Das berichten Quellen der britischen Tageszeitung The Guardian. Trump soll Möglichkeiten erörtert haben, um die Bestätigung des Wahlsiegs von Präsident Joe Biden am zu verhindern oder zu verzögern.

Trump rief seine Berater im Willard-Hotel irgendwann zwischen dem späten Abend des 5. Januar und den frühen Morgenstunden des 6. Januar an – nachdem er zuvor immer wütender auf seinen Vizepräsidenten Mike Pence geworden war. Wie der Guardian meldet, zeigte sich Trump in höchstem Maße erstaunt darüber, dass Pence nicht bereit war, seine Rolle bei der Sitzung des Kongresses zu nutzen, um Trump eine zweite Amtszeit zu ermöglichen.

Donald Trump, hier noch in seiner Zeit als US-Präsident. (Archivbild)
Donald Trump, hier noch in seiner Zeit als US-Präsident. (Archivbild) © Alex Brandon/imago

Sturm auf US-Kapitol: Trump drängte Berater, Bidens Präsidentschaft zu verhindern

Aus diesem Grund drängte Trump seine Berater, die offizielle Zertifizierung des Wahlergebnisses zu verhindern und das Verfahren zu verzögern, damit dem Kongress alternative Wählerlisten für Trump hätten vorgelegt werden können. Trumps Äußerungen lassen eine direkte Verbindung zwischen dem Weißen Haus und der „Kommandozentrale“ im Willard-Hotel erkennen. Die Gespräche zeigen auch, dass Trumps Gedanken mit den Motiven des Pro-Trump-Mobs, der den Angriff auf das Kapitol verübte, übereinzustimmen scheinen.

Donald Trump soll vor dem Sturm auf das US-Kapitol, seine Helfer angerufen haben.
Donald Trump soll vor dem Sturm auf das US-Kapitol, seine Helfer angerufen haben. © imago-images

In der Zwischenzeit hat der Sonderausschuss des Repräsentantenhauses, der den Anschlag auf das Kapitol untersucht, die strafrechtliche Verfolgung von Jeffrey Clark empfohlen. 2020 und 2021 unterstützte er Trump bei dem Versuch, die Präsidentschaftswahl 2020 zu untergraben.

Nach dem Sieg von Joe Biden bei der US-Wahl 2020 weigerte sich Trump, seine Niederlage einzugestehen. Immer wieder sprach er vom massiven Wahlbetrug der Demokraten. In den USA ist Trumps Behauptung als Große Lüge („Big Lie“) bekannt. Clark war ebenfalls in Trumps Versuche involviert, die Wahlergebnisse in Zweifel zu ziehen. (Ares Abasi)

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