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Bernie Sanders und Joe Biden auf der dritten TV-Debatte der Demokraten vor den US-Wahlen. 

US-Wahl 2020

TV-Debatte der Demokraten: Linke Senatoren Warren und Sanders gegen Joe Biden

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Bei der TV-Debatte der Demokraten in Detroit knöpften sich die Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders und Elizabeth Warren den Favoriten Joe Biden vor.

  • US-Vorwahlkampf nimmt Fahrt auf
  • Joe Biden liegt in Umfragen vorn
  • Warren holt auf
  • Trump startet Wahlkampf in Florida
  • Dritte TV-Debatte der Demokraten
  • Update, 13. September, 07.10 Uhr: Bei der dritten Runde der Fernsehdebatten unter den Demokraten sind die drei in Umfragen Führenden erstmals aufeinander getroffen: Ex-Vizepräsident Joe Biden lieferte sich einen intensiven Schlagabtausch mit den linken Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren, unter anderem über Pläne in der Gesundheitspolitik. Auch bei anderen Themen wurden die fundamentalen Unterschiede zwischen den progressiven Senatoren und dem gemäßigten Favoriten deutlich. Die Debatte verlief aber weit weniger konfrontativ als die vorherige: Biden war einzelnen Angriffen der Konkurrenz ausgesetzt, geriet aber weit weniger unter Druck als noch bei der zweiten Debattenrunde Ende Juli in Detroit.

    Update, 30. August, 15.45 Uhr: Während bei den Republikanern die Zahl der Herausforderer von US-Präsident Trump allmählich steigt, geht die Zahl der Kandidaten bei den Demokraten langsam zurück. Nun warf auch Senatorin Kirsten Gillibrand das Handtuch. Damit waren’s nur noch noch 20. Die Hälfte davon hat allerdings seit Donnerstag einen noch schwereren Stand als zuvor: Aufgrund ihrer niedrigen Umfragewerte und Spendensammlungen wurden zehn Bewerber von der nächsten TV-Debatte der Demokraten ausgeschlossen.

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    Das teilten die Demokratische Partei und der US-Fernsehsender ABC am Donnerstag mit. ABC strahlt die nächste Debatte aus. Diese dritte Runde wird am 12. September in Houston (Texas) veranstaltet. Anders als bei den vorherigen beiden Runden wird es diesmal nur einen Abend geben, an dem alle zehn Demokraten, die sich qualifiziert haben, gemeinsam auf der Bühne stehen werden.

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    Mit dabei sind nun unter anderem jene, die in Umfragen seit Wochen vorne liegen: Ex-US-Vizepräsident Joe Biden sowie die Senatoren Bernie Sanders, Elizabeth Warren und Kamala Harris. Erstmals werden damit alle Schwergewichte der Partei mit echten Aussichten auf eine Präsidentschaftskandidatur bei einer Debatte aufeinandertreffen.

    In den vergangenen Tagen und Wochen hatten bereits vier andere demokratische Bewerber aufgegeben, darunter der Gouverneur des Bundesstaats Washington, Jay Inslee, und der Ex-Gouverneur von Colorado, John Hickenlooper.

    SMS oder Webseite? Spott für Joe Biden nach Fauxpas bei TV-Debatte

    Update, 1. August, 12.55 Uhr: Joe Biden ist noch immer der Favorit im Vorwahlkampf der US-Demokraten. Kein Wunder also, dass er von seinen Kontrahenten immer wieder aufs Neue unter Druck gesetzt wird. Dies war auch bei der zweiten TV-Debatte wieder der Fall. Seine parteiinternen Rivalen warfen dem 76-Jährigen am Mittwochabend dessen Positionen in Einwanderungspolitik, Justizpolitik, Gesundheitspolitik und im Umgang mit Befürwortern der Rassentrennung vor. 

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    Die Senatorin Kamala Harris hielt Biden erneut wohlwollende Äußerungen zu Senatoren vor, die vor Jahrzehnten die Rassentrennung befürworteten. „Wenn diese Befürworter der Rassentrennung sich durchgesetzt hätten, wäre ich heute nicht Senatorin“, sagte die afroamerikanische Politikerin. „Und Barack Obama hätte Sie nicht nominieren können.“ Biden, der unter Präsident Obama acht Jahre lang Vizepräsident war, kritisierte wiederum Harris‘ Vorschläge für eine Reform des Gesundheitssystems. Mit „doppelzüngigen“ Vorschlägen werde Harris Trump bei der Präsidentschaftswahl 2020 nicht besiegen können.

    Biden wandte sich auch gegen Forderungen von Parteifreunden, einen illegalen Grenzübertritt in die USA zu entkriminalisieren. „Wer illegal einreist, muss ausgewiesen werden können. Das ist eine Straftat.“ Biden zeigte damit eine harte Haltung beim Thema Migration, mit dem Trump bei den Wählern punkten will.

    Und Donald Trump? Der spottete auf Twitter mit Blick auf seine eigenen Wahlkampfslogans, keiner der Debattenteilnehmer in Detroit werde dafür sorgen, dass Amerika wieder großartig werde oder großartig bleibe. Die Menschen müssten sich entscheiden, ob sie die bisherigen Erfolge ausbauen oder aufgeben wollte. 

    Kritik bekam Biden in den sozialen Medien unter anderem dafür, dass der Harris mit den Worten „Go easy on me, kid“, begrüßte. Dass Biden unter Druck steht, war auch am Schluss der Debatte zu sehen. „Wenn Sie mir zustimmen, gehen Sie auf Joe 30330 und helfen Sie mir bei diesem Kampf“, sagte er in seiner abschließenden Rede an die Zuschauer. Gemeint war mit dieser Aufforderung, eine SMS an besagte Nummer zu schicken. Es kam jedoch ganz anders rüber und klang viel eher nach einer Internetseite: „Joe30330.com“. 

    Dafür erntete Biden natürlich viel Spott – und manche nutzten die Gelegenheit, Domains mit einer Kombination aus „Joe“ und den von Biden genannten Ziffern einzurichten. So auch das Team von Mitbewerber Pete Buttigieg (37): Wer auf Joe3030.com klickt, gelangt nun auf die Seite des aufstrebenden Bürgermeisters aus Indiana. Die Adresse joe30330.com führt dagegen zu einer Spaßseite. 

    Biden selbst äußerte sich nach der Debatte auf Twitter und präzisierte seine Botschaft. Sein Team sicherte sich derweil die Domain joe33030.com.

    Linke gegen Moderate: TV-Debatte der US-Demokraten

    Update, 31. Juli, 09.00 Uhr: Die Demokraten kämpfen weiter um die Präsidentschaftskandidatur. Bei der zweiten TV-Debatte haben sich Linke und Moderate ideologische Richtungskämpfe auf offener Bühne geliefert. Die linken Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren verteidigten in der Nacht zu Mittwoch in Detroit kämpferisch ihre Konzepte, während eher gemäßigte Kandidaten aus den hinteren Reihen diese zum Teil als unrealistisch und „Märchen“-Politik abtaten. Sanders und Warren stellten sich ihren Kritikern betont geschlossen entgegen.

    Warren und Sanders riefen zu mehr Mut auf. Warren sagte, sie verstehe nicht, warum jemand sich als Präsident bewerbe, „nur um darüber zu sprechen, was wir wirklich nicht tun können und wofür wir nicht kämpfen sollten“. Sie gab sich höchst selbstbewusst: „Ich weiß, wie man kämpft – und ich weiß, wie man gewinnt.“ Sie scheue nicht davor zurück, sich mit Konzernen und einflussreichen Lobbyisten anzulegen. „Ich habe keine Angst.“

    Elizabeth Warren und Bernie Sanders verteidigten kämpferisch ihre linken Konzepte.

    Auch Sanders gab sich kämpferisch und beklagte, er habe es satt, wenn sich Demokraten vor großen Ideen fürchteten. „Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht, kein Privileg“, sagte er. „Dafür werde ich kämpfen.“ Mit Blick auf den Klimawandel mahnte er, auch hier sei ein „super-aggressives“ Handeln nötig, um diesen zu bremsen.

    Deutlicher als die anderen Kandidaten attackierten Warren und Sanders auch Präsident Trump. Sanders nannte Trump erneut einen Rassisten, Sexisten und Lügner. Warren beklagte, Trump bringe jeden Tag Schande über das Präsidentenamt. Auf gegenseitige Attacken verzichteten Warren und Sanders dagegen demonstrativ, obwohl sie füreinander wegen der inhaltlichen Schnittmengen die größten Konkurrenten im Bewerberfeld sind.

    Joe Biden liegt in Umfragen vor, Elizabeth Warren holt auf

    Update, 18. Juli 2019. 15.15 Uhr: Noch immer sind die Umfragewerte für Joe Biden stabil. Im Durchschnitt aller Umfragen  liegt der frühere Vizepräsident mit 28.6 Prozent der Stimmen weiter an der Spitze. dahinter rangeln Bernie Sanders (15,0 %), Elizabeth Warren (14,6 %) und Kamala Harris (12,6 %) um die Plätze.

    Vielleicht noch wichtiger als die nationalweiten Erhebungen ist aber die aktuelle Umfrage zu Iowa, wo am 3. Februar 2020 die erste Vorwahl über die Bühne gehen wird. Danach verliert Bernie Sanders an Boden, während Kamala Harris deutlich zunimmt.

    Update, 9. Juli 2019, 22.00 Uhr: Einer geht, einer kommt: Nun tritt auch Tom Steyer ins Rennen um die Präsidentschaft ein. Der Hedgefund-Manager will für die Demokraten antreten.

    Update, 8. Juli 2019, 21.00 Uhr: Sonst kommen immer nur neue Kandidaten dazu, diesmal ist es anders.  . Der kalifornische Kongressabgeordnete Eric Swalwell beendet seine Kampagne. 

    Update, 2. Juli 2019, 11.35 Uhr: Bei der ersten TV-Debatte der Demokraten gab einer eine ganz schlechte Figur ab, und das war ausgerechnet der große Favorit Joe Biden. Vor allem in einer Szene hinterließ Biden einen äußerst schlechten Eindruck. Als ihn die afroamerikanische Senatorin Kamala Harris scharf für seine Positionen zur Integration und die Diskriminierung von Schwarzen angriff, hatte er keine Antwort parat. 

    Nun macht sich dieser dunkle Moment auch in den ersten Umfragen bemerkbar. Laut einer am Montag vom Nachrichtensender CNN veröffentlichten Umfrage bleibt der frühere Vizepräsident zwar an der Spitze des demokratischen Bewerberfelds. Seine Zustimmungswerte sanken demnach aber von 32 Prozent Ende Mai auf jetzt 22 Prozent.

    Im Gegenzug konnte Harris deutlich zulegen. Sie steht laut der CNN-Umfrage nun mit 17 Prozent auf Platz zwei. Die Senatorin hatte sich bei der TV-Debatte am vergangenen Donnerstag geliefert. In der Umfrage kommt die linksgerichtete Senatorin Elizabeth Warren mit 15 Prozent auf den dritten Platz. Senator Bernie Sanders rutschte auf 14 Prozent ab.

    Schwerz zu sagen aber, wie viel das zu bedeuten hat. Entscheidend ist ja nicht eine einzelne Befragung, sondern der Durchschnitt mehrerer Umfragen. Und hier liegt Biden immer noch deutlich vorne. Anderseits sind Umfragen  zu so einem frühen Zeitpunkt ohnehin immer mit Vorsicht zu genießen. eshalb lohnt auch ein Blick auf die Prognose von predictit.com - und siehe da: Hier liegt Harris an der Spitze.

    Kamala Harris setzt Biden schwer unter Druck

    Update, 28. Juni 2019, 6.15 Uhr: Kamala Harris galt lange Zeit als heimliche Hoffnungsträgerin der Demokraten. Doch im Vorwahlkampf der Demokratin hat sich die Senatorin bisher kaum in Szene setzen können. Das hat sich nun mit einem Schlag geändert. Beim zweiten Teil der TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber lieferte sie sich mit dem früheren Vizepräsidenten Joe Biden einen dramatischen Schlagabtausch (fr.de*) und konnte den Umfragefavoriten schwer unter Druck setzen. 

    Kamala Harris war die Gewinnerin der TV-Debatte.

    Harris attackierte Biden für dessen Bemerkungen über zwei Senatoren, die Anhänger der Trennung zwischen Schwarzen und Weißen waren, sowie seine frühere Position bei der Integration afroamerikanischer Schüler. Biden hatte sich kürzlich dazu geäußert, wie er zu Beginn seiner Karriere im Senat mit zwei Abgeordneten, die Befürworter der Rassentrennung waren, zusammengearbeitet habe, obwohl er mit ihnen nicht übereingestimmt habe. Biden führte dies als Beispiel dafür an, warum überparteiliche Zusammenarbeit wichtig sei, um Probleme zu lösen. Er erntete dafür scharfe Kritik. Harris nannte die Aussagen „verletzend“.

    Lesen Sie auch auf fr.de*: Die 20 demokratischen Präsidentschaftsbewerber hinterließen bei der ersten Fernsehdebatte durchweg den Eindruck, dass sie den Job besser als Donald Trump ausfüllen würden.

    Die Senatorin kritisierte den Vize zudem dafür, dass er in den 1970ern die Praxis des „busing“ abgelehnt habe – bei dem Kinder zu Schulen in anderen Bezirken gefahren wurden, um die Integration vor allem schwarzer Schüler zu ermöglichen und die Trennung zwischen Schwarzen und Weißen aufzuheben. Harris verknüpfte dies mit ihrer eigenen Biografie: Sie selbst habe als kleines Mädchen in einem solchen Bus gesessen, erklärte sie. Biden wies die Kritik zurück und warf Harris vor, seine Positionen falsch dargestellt zu haben.

    Senator Bernie Sanders griff derweil US-Präsident Trump scharf an. Der Präsident sei ein „pathologischer Lügner und Rassist“. Sonst aber blieb Sanders weitgehend blass.

    Elizabeth Warren dominiert TV-Debatte

    Update, 27.Juni 2019, 9.00  Uhr: Die erste Teil der ersten TV-Debatte der Demokraten ist vorbei. Und wer war die Siegerin? Elizabeth Warren. Die zuletzt immer stärker werdende US-Senatorin dominierte den Abend in Miami im US-Bundesstaat Florida. 

    Elizabeth Warren gab bei der ersten TV-Debatte der Demokraten den Ton an.

    Warren und neun weitere Präsidentschaftsanwärter diskutierten über Themen wie die Wirtschaftspolitik, das Gesundheitssystem und die Migrationskrise an der Grenze zu Mexiko. Die linksgerichtete Politikerin, die in Umfragen im demokratischen Bewerberfeld hinter Joe Biden und Bernie Sanders auf dem dritten Platz liegt, konnte dabei ihren Status als eine der Favoritinnen festigen.

    Die 70-Jährige, die als erste der Kandidaten ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump forderte, die die großen Techkonzerne zerschlagen will und die höhere Steuern für Reiche fordert, konnte vor allem im ersten Teil überzeugen. Beim Thema Einwanderung kam sie allerdings nur selten zu Wort.

    Beto O’Rourke, Bill de Blasio, Cory Booker und Julian Castro debattieren mit

    Außer Warren nahmen an der Debatte unter anderem der frühere Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio, Senator Cory Booker und der frühere Wohnungsbauminister Julian Castro teil.

    Mit Blick auf die Migrationskrise sagte der Hispano-Amerikaner Castro, er würde als Präsident die Null-Toleranz-Politik von Präsident Donald Trump sofort beenden. Das Bild eines auf dem Weg in die USA ertrunkenen Flüchtlings und seiner ebenfalls ertrunkenen kleinen Tochter bezeichnete er als „herzzerreißend“. Es müsse wütend machen und zum Handeln anspornen.

    Trump, der sich während der Debatte auf dem Flug zum G20-Gipfel in Japan befand, äußerte sich herablassend über den Schlagabtausch der Demokraten: „Langweilig!“, schrieb er als einziges Wort in einem Tweet.

    Update, 26.Juni 2019, 8.30 Uhr: Der Weg ins Weiße Haus ist lang, bis zur US-Präsidentenwahl sin es immerhin noch 17 Monate. Der Wahlkampf kommt jetzt allerdings langsam auf Touren, denn in dieser Woche treffen sich die Demokraten zu ihrer ersten TV-Debatte. Die hohe Zahl der Bewerber bei den Demokraten, die derzeit noch allzu sehr mit sich selbst beschäftigt sind (fr.de*), bedingt allerdings ein ungewöhnliches TV-Format: Die Diskussion wird zweigeteilt, an zwei Abenden hintereinander werden 20 Anwärter am Mittwoch und Donnerstag live in Miami debattieren. Eine zweite TV-Debatte der Demokraten ist für den 30. und 31. Juli vorgesehen.

    Ein Favorit zeichnet sich bei den Demokraten noch nicht ab. Zwar liegt Joe Biden in den Umfragen vorn, doch sind diese zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sonderlich aussagekräftig. Allerdings fällt auf, dass Elizabeth Warren zuletzt deutlich zugelegt hat. In einigen aktuellen Umfragen liegt sie sogar vor Bernie Sanders. Mit einer guten TV-Debatte könnte sie den Druck auf Biden und Sanders weiter erhöhen.

    Update, 24. Juni 2019, 6.00 Uhr: Das Bewerberfeld der US-Demokraten wird immer größer. Nun stieg auch der frühere Abgeordnete und pensionierte Admiral Joe Sestak in das Rennen um die Präsidentschaft ein. Sestak diente rund 30 Jahre in der US-Marine und saß zwischen 2007 und 2011 im US-Repräsentantenhaus. Sestak setzt sich unter anderem für ein schärferes Waffenrecht ein und unterstützte das mit dem Iran ausgehandelte internationale Atomabkommen, aus dem Trump ausgestiegen ist.

    Update, 17. Juni 2019, 13.30 Uhr: Ist’s möglich, wirklich? So oder so ähnlich mögen die Fragen der Demokraten nach der US-Wahl 2016 gelautet haben. Wen hatten die Republikaner noch mal ins Rennen geschickt? Donald Trump! Und der hat dann auch noch gewonnen, man mag es noch immer kaum glauben. 

    Für viele Demokraten war die Schuldfrage schnell geklärt: Hillary Clinton hatte eine ganz schlechte Figur abgegeben, mit einem anderen Kandidaten, Bernie Sanders beispielsweise, wäre das nicht passiert. Ob das stimmt, lässt sich heute natürlich nicht mehr feststellen. Doch jetzt, knapp drei Jahre später, schaut die Welt wieder auf die demokratische Partei. Wen wird sie diesmal nominieren? Sanders vielleicht, Joe Biden, Beto O’Rourke oder Pete Buttigieg? Oder doch wieder ein Frau, Kamala Harris und Elizabeth Warren werden ja hoch gehandelt. 

    US-Wahl 2020: Joe Biden liegt in Umfragen vorne

    Insgesamt 24 Kandidaten haben ihren Hut in den Ring geworfen, da fällt die Auswahl schwer. Favorit ist laut Umfragen der frühere US-Vizepräsident Joe Biden. Doch nicht alle seine Parteifreunde sind von ihm begeistert, wie auf fr.de* zu lesen ist. Tatsächlich wünschen viele Demokraten, dass auch diesmal wieder eine Frau gegen Trump antritt. Das ist 2016 zwar schiefgegangen, doch Biden gehört halt doch eher zu den Politikern von gestern.

    Joe Biden, unter Barack Obama noch Vizepräsident, will 2020 Präsident der USA werden.

    So langsam wird’s jedenfalls ernst für die Demokraten. Zwar steht die erste Vorwahl erst am 3. Februar 2020 in Iowa auf dem Programm, doch schon jetzt beginnt die heiße Phase der Kandidatenkür. Denn die landesweit übertragenen TV-Debatten dürften das Pendel noch deutlicher in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen als bisher eh schon.

    Am 26. Juni geht’s in Florida los - mit folgenden Teilnehmern: Cory Booker, Julián Castro, Bill de Blasio, John Delaney, Tulsi Gabbard, Jay Inslee, Amy Klobuchar, Beto O'Rourke, Tim Ryan und Elizabeth Warren.

    Die Umfrage-Schwergewichte Sanders und Biden sind einen Tag später an der Reihe. Und wer wird mit ihnen auf der Bühne stehen? Michael Bennet, Pete Buttigieg, Kirsten Gillibrand, Kamala Harris, John Hickenlooper, Eric Swalwell, Marianne Williamson und Andrew Yang.

    Die Diskussionen darüber, wer nun die besten Chancen gegen Trump hätte, dürfte die Demokraten noch ein Weilchen beschäftigen. Und auch der Kampf zwischen dem linken und dem moderaten Flügel über den Kurs der Partei geht munter weiter.

    Update, 11. Juni 2019, 21.00 Uhr: Können die Demokraten 2020 Donald Trump schlagen? Die Umfragen sagen ja. Doch kann man ihnen wirklich trauen?

    Update, 6. Juni 2019, 17.00 Uhr: CNN hat sein aktuelles Power Ranking veröffentlicht. Viel geändert hat sich nicht. Noch immer liegen die alten weißen Männer an der Spitze: Joe Biden führt vor Bernie Sanders. Doch danach kommt die geballte Frauen-Power: Kamala Harris und Elizabeth Warren üben inzwischen immer mehr Druck auf die favorisierten Herren aus.

    US-Wahl 2020: Kandidaten

    Update, 5. Juni 2019, 11.00 Uhr: Die Liste der Kandidaten ist enorm lang. Hier ein kurzer Überblick der demokratischen Herausforderer, 24 an der Zahl (Bill Weld tritt für die Republikaner an):

    - Michael Bennet, Senator aus Colorado

    - Joe Biden, früherer US-Vizepräsident 

    - Cory Booker, Senator aus New Jersey

    - Steve Bullock, Gouverneur von Montana

    - Pete Buttigieg, Bürgermeister von South Bend, Indiana 

    - Julian Castro, ehemaliger Minister unter Obama 

    - Bill de Blasio, Bürgermeister von New York City

    - John Delaney, Kongressabgeordneter aus Maryland

    - Tulsi Gabbard, Kongressabgeordnete aus Hawaii

    - Kirsten Gillibrand, Senatorin aus New York

    - Mike Gravel, Ex-Senator aus Alaska

    - Kamala Harris, Senatorin aus Kalifornien

    - John Hickenlooper, früherer Gouverneur aus Colorado

    - Jay Inslee, Gouverneur aus Washington

    - Amy Klobuchar, Senatorin aus Minnesota

    - Wayne Messam, Bürgermeisters von Miramar, Florida 

    - Seth Moulton, Kongressabgeordneter aus Massachusetts 

    - Beto O’Rourke, ehemaliger Kongressabgeordneter aus Texas

    - Tim Ryan, Kongress-Abgeordneter aus Ohio

    - Bernie Sanders, Senator aus Vermont

    - Eric Swalwell, Kongressabgeordneter aus Kalifornien

    - Elizabeth Warren, Senatorin aus Massachusetts

    - Marianne Williamson, Autorin und Aktivistin

    - Andrew Yang, US-Unternehmer

    Vorwahlen der Demokraten in den USA: Die wichtigsten Termine 

    Vor der Wahl zum US-Präsidenten steht zunächst die Vorausscheidung an. Die Republikaner werden Donald Trump ins Rennen schicken, daran wird auch die Kandidatur von Bill Weld nichts ändern. Komplizierter sieht es bei den Demokraten aus. Hier strebt gefühlt fast die halbe Partei das höchste Amt im Land an. Der Weg bis zur Entscheidung ist lang. Hier nun die wichtigste Termine der Demokraten zu den US-Vorwahlen für 2020:

    26./27. Juni 2019: Erste TV-Debatte. An zwei Abenden treffen jeweils zehn Kandidaten aufeinander. 

    30./31. Juli 2019: Zweite TV-Debatte.

    September 2019: Dritte TV-Debatte.

    3. Februar 2020: Vorwahlen beginnen in Iowa. 

    13. bis 16. Juli 2020: Wahlparteitag der Demokraten in Milwaukee. Der Präsidentschaftskandidat wird nominiert.

    US-Wahl 2020: 59. Präsidentschaftswahl

    Am 3. November 2020 wird zum 59. Mal der Präsident der Vereinigten Staaten gewählt. Zwar treten zwar zumeist zahlreiche Kandidaten an, doch Chancen auf die Präsidentschaft haben im Grunde nur Bewerber, die für die Republikaner oder die Demokraten ins Rennen gehen.

    Wie aber wird der Kandidat der Demokraten heißen? Das ist derzeit noch völlig offen, doch inzwischen haben sich die wichtigsten Anwärter allesamt in Stellung gebracht. Die genaue Entwicklung von Anfang Januar bis Ende Mai lässt sich im ersten US-Wahl-Ticker auf fr.de* genau nachlesen. (mit Agenturen)

    *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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