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USA

Donald Trump sei „dement“: Ex-Chefstratege Steve Bannon wollte US-Präsidenten aus dem Amt

  • vonMirko Schmid
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Steve Bannon packt aus. Lange Zeit war der extrem Rechte einflussreichster Stratege von Ex-Präsident Donald Trump.

  • Steve Bannon galt lange als wichtigster Berater im Team von Donald Trump.
  • In Wirklichkeit soll Steve Bannon am Geisteszustand von Donald Trump gezweifelt haben.
  • Alle Informationen rund um den 45. Präsidenten der USA lesen Sie in den Trump News.

Washington D.C. - In den letzten Tagen seiner Amtszeit beschäftigte sich Donald Trump damit, möglichst viele ehemalige und aktuelle Weggefährten zu begnadigen. Unter jenen, denen eine solche juristische Absolution zuteil wurde, war auch Steve Bannon, der aufgrund des Verdachts der Veruntreuung von Spendengeldern im Zusammenhang mit dem Mauerbau an der Grenze zu Mexiko verhaftet worden war. Obwohl Trump Bannon bereits im August 2017 als seinen Chefstrategen absetzte, blieb Bannon zunächst weiter im engeren Beraterkreis des ehemaligen US-Präsidenten.

Steve Bannon, ehemaliger Berater des US-Präsidenten und US-amerikanischer Publizist. (Archivfoto)

Donald Trump über Steve Bannon: „Nicht nur den Job verloren, sondern auch den Verstand“

Doch schon kurz darauf brach Donald Trump endgültig mit dem ehemaligen Chef der rechtsextremen Internetseite „Breitbart“. Das Weiße Haus ließ Trump ein Statement veröffentlichen, indem er Bannon jegliche Mitwirkung an seiner Präsidentschaft absprach. Und Trump ging noch einen Schritt weiter; „Als ich ihn gefeuert habe, hat er nicht nur seinen Job verloren, sondern auch seinen Verstand.“ Bannon, so Trump, habe erst für ihn zu arbeiten begonnen, nachdem er sich selbst in der republikanischen Vorwahl in einer Auswahl „der talentiertesten Bewerber, die sich der republikanischen Partei jemals angeboten haben“ (Trump) durchgesetzt hatte.

Die Botschaft war klar: Der Wahlsieg des Donald Trump war das Verdienst des Donald Trump, nicht des Steve Bannon. Und auch Bannon fand von nun an kritischere Worte für seinen ehemaligen Vorgesetzten. Gegenüber Michael Wolff, Autor des Buches „Feuer und Zorn: Im Weißen Haus von Donald Trump“, gab Bannon zu Protokoll, dass Trump seinen Sohn Donald Trump Jr. im Vorfeld der US-Wahl 2016 in ein Meeting im Trump Tower geschickt hatte, um mit russischen Unterhändlern die Wahlkampfstrategie zu besprechen. Bannon nannte dieses Treffen einen „unpatriotischen Verrat“.

Ex-Chefstratege Steve Bannon (rechts) hält Donald Trump für „dement“.

Steve Bannon: Donald Trump ist „dement“

Donald Trump Jr. wollte diese Anschuldigung so nicht auf sich sitzen lassen und sprach von der „Ehre“, die Steve Bannon zuteil gekommen war, indem er im Weißen Haus arbeiten und „dem Land dienen“ durfte. Dieses Privileg habe Bannon verschwendet und von da an einen „hinterhältigen Albtraum des Belästigens, Durchstechens von Informationen, Lügens und Untergrabens des Präsidenten“ aufgezogen. Bannon sei kein Stratege, sondern ein Opportunist.

Und tatsächlich soll Steve Bannon gegenüber dem TV-Produzenten Ira Rosen behauptet haben, Donald Trump zeige Zeichen einer Demenz und sei als US-Präsident nicht zu halten. Er hielte es für wahrscheinlich, so Bannon, dass Trumps Kabinett seinen Chef gemäß dem 25. Verfassungszusatz der US-Verfassung aus dem Amt entfernen und Vizepräsident Mike Pence ins Oval Office befördern würde. Diese Behauptung habe Bannon ihm gegenüber immer wieder aufgestellt und gesagt „das müssen sie machen“.

Donald Trump: Sein Ex-Chefstratege Steve Bannon hält ihn für „dement“.

TV-Produzent Rosen: Bannon wollte selbst US-Präsident werden

Tatsächlich könnte hinter Bannons vermeintlicher Sorge um die geistige Zurechnungsfähigkeit seines Ex-Chefs ein ganz anderes Motiv gestanden haben. Rosen fügt nämlich hinzu: „Nun, das Geheimnis war, dass Bannon verrückter Weise dachte, er selbst könne Präsident werden.“ (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/dpa

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