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Gegen Maskenpflicht

Trump-Anhängerin Greene verteidigt Holocaust-Verharmlosung mit widersprüchlichen Aussagen

  • VonTanja Koch
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Marjorie Taylor Greene, Abgeordnete und Anhängerin von Donald Trump, sorgt mit einem Holocaust-Vergleich für Empörung. Auf Kritik hin verteidigt sie ihre Aussage.

Update vom Donnerstag, 27.05.2021, 12:30 Uhr: Die Trump-Anhängerin und republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene weist weiterhin jeden Vorwurf von Antisemitismus von sich. „Ich habe nichts falsch gemacht. Das einzige, was ich gemacht habe - weshalb sie [Demokraten] so beleidigt sind - ist, dass ich jeden Tag wie eine echte Amerikanerin rede“, erklärt Greene gegenüber dem Sender America‘s Voice.

„Amerikaner:innen sind diejenigen, die durch die Bürgerrechtsbewegung Gleichheit erschaffen haben [...] und darauf sind wir alle stolz“, fuhr Greene fort. Im selben Atemzug sagte sie jedoch: „Die republikanische Partei muss sich gegen Rassismus wehren, der von Demokrat:innen durch die Medien gepredigt wird.“ Nach Greene sollen Parteimitglieder die Critical Race Theory bekämpfen. Ironischerweise konnte diese erst durch die Erfolge der Bürgerrechtsbewegung, auf die Greene so stolz ist, entstehen.

Die republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene erntet Kritik, nachdem sie gegenüber dem Sender Real America‘s Voice die Maskenpflicht im US-Repräsentantenhaus mit dem Holocaust in Verbindung gebracht hat. 

Greene vergleicht Maskenpflicht mit Holocaust

Erstmeldung vom Mittwoch, 24.05.2021: Sie ist glühende Anhängerin von Ex-Präsident Donald Trump, wirbt offen für Verschwörungstheorien und hat sich gegen Coronavirus-Impfungen ausgesprochen. Nun steht die republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene in der Kritik, nachdem sie gegenüber dem Sender Real America‘s Voice die Maskenpflicht im US-Repräsentantenhaus mit dem Holocaust in Verbindung gebracht hat. 

„Wissen Sie, wir können auf eine Zeit in der Geschichte zurückblicken, in der Menschen gesagt wurde, sie müssten einen goldenen Stern tragen, und sie wurden definitiv wie Bürger zweiter Klasse behandelt, so sehr, dass sie in Züge gesteckt und in Gaskammern in Nazi-Deutschland gebracht wurden.“

Greene erntet Gegenwind – auch vonseiten der Republikaner

Mit ihrer Aussage sorgte sie für große Empörung, auch in den eigenen Reihen. „Das ist böser Irrsinn“, twitterte etwa die republikanische Kongressabgeordnete und Trump-Kritikerin Liz Cheney auf Twitter. 

Der demokratische Kongressabgeordnete Jim McGovern bezeichnete es als „mehr als verstörend“, dass Greene den systematischen Mord an sechs Millionen Jüd:innen mit dem Tragen einer Maske in der Corona-Pandemie verglich. Er forderte Greenes Rücktritt.

Die republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene erntete wegen eines Holocaust-Vergleichs Kritik.

Die Organisation American Jewish Congress erklärte: „Man kann niemals gesundheitsbezogene Einschränkungen mit gelben Sternen, Gaskammern und anderen Nazi-Gräueln vergleichen.“ Die Organisation verlangte eine Entschuldigung von Greene.

Greene verweigerte die Coronavirus-Impfung und verbreitet Verschwörungstheorien

Greene verteidigte ihre Worte am Wochenende. „Ich habe nichts Falsches gesagt“, sagte sie gegenüber dem Sender 12 News. „Ich denke, dass jede vernünftige jüdische Person nicht mochte, was in Nazi-Deutschland geschah, und dass jede vernünftige jüdische Person nicht mag, was mit einer anmaßenden Maskenpflicht geschieht.“

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sprach sich gegen ein Ende der Maskenpflicht aus, über die aktuell auch in Deutschland debattiert wird. Konkret geht es um die Regelung für die Parlamentskammer. Hintergrund von Pelosis Äußerung ist die geringe Impfrate unter den Abgeordneten. Greene nannte Pelosis Äußerung „geisteskrank“.

Wie CNN berichtete, war Mitte Mai nur jede:r zweite republikanische Kongressabgeordnete geimpft, bei dem Demokrat:innen liegt die Impfrate bei 100 Prozent. Auch Marjorie Taylor Greene hat sich laut Savannah Morning News gegen ein Coronavirus-Impfung ausgesprochen. Zudem warb die 46-Jährige für QAnon-Verschwörungstheorien. QAnon-Anhänger:innen glauben, Ex-Präsident Trump, der kürzlich aufgrund von Ermittlungen gegen ihn in die Medien geraten war, habe systematischen Kindesmissbrauch durch satanistische Demokraten aufzudecken versucht. (Tanja Koch)

Rubriklistenbild: © SAUL LOEB/afp

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