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G20-Gipfel in Saudi-Arabien

Golf statt Corona: US-Präsident Donald Trump verabschiedet sich frühzeitig von G20-Gipfel

Die Welt erlebt eine Pandemie und die G20-Staaten diskutieren, wie sie Corona bekämpfen können. US-Präsident Donald Trump scheint das zu langweilen. Er spielt lieber Golf.

  • Beim G-20 Gipfel in Riad wurde am Wochenende auch über den Umgang mit der Corona-Pandemie gesprochen.
  • Der amtierende US-Präsident Donald Trump zeigte mehr Interesse an seinem Hobby und ging Golfen.
  • Trump-News: Alle Nachrichten zum abgewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Riad/Washington – Golfen statt Gipfel: Donald Trump hatte keine Lust auf die Videoschalten der G20. Sichtlich gelangweilt saß der US-Präsident schon zum Auftakt des Gipfels im Konferenzraum des Weißen Hauses. Seine gebückte Haltung lässt vermuten, dass er sich eher mit dem Smartphone beschäftigt – und in seiner Twitterblase schwebt: Parallel verbreitet er Tweets mit unbegründeten Behauptungen über bei seiner Niederlage in der US-Wahl. Auch zur Gesundheit seines nach Medienberichten mit Corona infizierten Sohnes äußert er sich – nicht aber zu den konkreten Inhalten des G20-Gipfels.

Nach gut eineinhalb Stunden Gipfel scheint er genug davon zu haben. Er fährt für den Rest des Tages in seinen Golfclub in Sterling im nahen Bundesstaat Virginia. Fotos zeigen Trump wenig später in einem roten Blouson und einer weißen Kappe beim Golfen – während Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere Staats- und Regierungschefs über die Strategien zur Eindämmung der Corona-Pandemie beraten.

Donald Trump beim G-20-Gipfel in Riad: Golf statt Corona und Klimaschutz

Am Sonntag (22.11.2020), dem zweiten Tag, wehrt sich Trump dann mit den für ihn üblichen Mitteln: über Twitter. Er sei auch am Vortag dabei gewesen, schreibt er, was die „Fake-News-Medien“ jedoch „wie üblich“ versäumt hätten zu berichten. Später folgt eine aufgezeichnete Rede Trumps zum Thema Klimaschutz, über den der G20-Gipfel diskutiert, mit wütenden Worten gegen das Pariser Klimaschutzabkommen, aus dem die USA unter seiner Führung ausgestiegen sind und in das Joe Biden nach Amtsübernahme direkt wieder einsteigen will. Beim Abschlusstreffen lässt er sich schließlich durch seinen Wirtschaftsberater Larry Kudlow vertreten.

Der noch bis zum 20. Januar amtierende US-Präsident Donald Trump reiste schon früher nicht begeistert zu Gipfeltreffen ins Ausland – genoss dann aber das Rampenlicht. Bei einer Videoschalte ist ein großer Auftritt aber nicht möglich. Überraschend fehlte auch die Konfrontation mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Vor der Wahl attackierte Trump ihn unablässig wegen des „China-Virus“, wollte ihn wegen der Corona-Pandemie „zur Rechenschaft ziehen“. Wahlkampfgetöse? Hat Trump keine Lust mehr? Seit fast drei Wochen hat er sich kaum noch öffentlich gezeigt, ist Fragen von Journalist:innen komplett ausgewichen.

Interessiert sich mehr für sein Golf-Handicap als für globale Politik: Der amtierende US-Präsident Donald Trump.

G-20-Gipfel in Riad: Donald Trump lobt sich selbst

In der Runde der Staats- und Regierungschefs habe sich Donald Trump vor allem selbst gelobt, wird berichtet – trotz seiner Tatenlosigkeit in der Corona-Pandemie. Er habe das „aggressive Vorgehen“ der US-Regierung erläutert und die Erfolge bei den Behandlungsmöglichkeiten und Impfstoffen betont, die „Millionen Leben retten werden“, teilte das Weiße Haus mit. Die Realität sieht anders aus: In den USA gibt es mit zwölf Millionen bestätigten Corona-Infektionen mehr als in jedem anderen Land. Mit mehr als 255.000 Toten liegen die USA einsam an der Spitze, gefolgt von Brasilien (170.000) und Indien (100.000).

Digitale Zusammenkunft der Staatschefs: Letzter G-20-Gipfel von Donald Trump?

Angela Merkel (CDU) dürfte Donald Trump kaum vermisst haben, als dieser längst beim Golfen war. Die Kanzlerin ist am Sonntag (22.11.2020) auf den Tag genau 15 Jahre im Amt. Finanzkrise, Eurokrise, Flüchtlingskrise, jetzt Corona – sie hat viel Erfahrung im Umgang mit schwierigen Weltlagen erworben. Auf dem Gipfel wirbt sie für starke Instrumente internationaler Zusammenarbeit: Welthandelsorganisation, Währungsfonds, Weltbank. Multilaterale Zusammenarbeit als Schlüssel zur Corona-Bekämpfung lautet ihre Botschaft. Sie mahnt eine „globale Kraftanstrengung“ an. Und sie fordert mehr Geld für die Impfstoff-Initiative Covax und eine stärkere Weltgesundheitsorganisation (WHO). (dpa)

Rubriklistenbild: © Manuel Balce Ceneta/dpa

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