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US-Präsident Trump
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Ex-US-Präsident Donald Trump attackiert seine früheren Corona-Mitarbeitenden. (Archivfoto)

„Selbstdarsteller“

„Selbstdarsteller“: Trump ätzt gegen Corona-Fachleute

Donald Trump wird von ehemaligen Mitgliedern seiner Corona-Task-Force kritisiert. Grund genug, seine früheren Berater zu verunglimpfen.

Washington D.C. – Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat zwei seiner früheren Berater heftig attackiert. Diese hatten sich kritisch über Trumps Vorgehensweise in der Corona-Pandemie geäußert. Trump veröffentlichte am Montagabend (Ortszeit) eine längere Erklärung, in der er den prominenten Immunologen Anthony Fauci und die Ärztin Deborah Birx angriff. Während Donald Trumps Amtszeit waren beide Mitglieder der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Fauci ist auch jetzt ranghoher Corona-Berater des neuen Präsidenten Joe Biden.

Donald Trump geht auf seine ehemaligen Corona-Berater los

Anthony Fauci und Deborah Birx seien „zwei Selbstdarsteller“, so Donald Trump. Sie würden versuchen, die Geschichte umzudeuten, „um ihre schlechten Instinkte und fehlerhaften Empfehlungen zu überdecken“. Fauci habe etwa davon abgeraten, zu Beginn der Pandemie Einreisen aus China in die USA zu unterbinden. Nach Trumps Ansicht sei er selbst es gewesen, der viele Menschenleben gerettet habe, weil er nicht auf Fauci gehört habe. Der Ex-Präsident ätzte weiter, Fauci könne nicht mal vernünftig einen Baseball werfen.

Themenseiten zu Donald Trump und Joe Biden

Trump-News: Nachrichten zum 45. Präsidenten der USA
Biden-News: Nachrichten zum 46. Präsidenten der USA

Deborah Birx wiederum nannte er eine „Lügnerin“ mit nur noch „sehr wenig Glaubwürdigkeit“. Viele ihrer Ratschläge seien als „Pseudo-Wissenschaft“ angesehen worden, spottete Trump. Anthony Fauci habe auch immer schlecht über Birx gesprochen und nicht einmal mit ihr in einem Raum sein wollen, behauptete er.

Donald Trump nennt Ärztin nach Warnung vor Corona-Pandemie „jämmerlich“

Der Grund für Trumps Attacke sind Äußerungen von Fauci und Birx im Fernsehsenders „CNN“. Dort hatten sie über die Corona-Pandemie und ihre Arbeit unter Trump gesprochen und sich dabei kritisch über den damaligen Präsidenten und dessen Umgang mit der Krise geäußert. Fauci etwa sagte, es habe ihn damals geschockt, dass Trump die Lockerung von Restriktionen in mehreren Bundesstaaten gefordert habe.

Birx hatte in der Sendung berichtet, Trump habe sie im vergangenen Sommer persönlich angerufen, nachdem sie in einem Interview über die Gefahren durch das Coronavirus gesprochen habe. Das Telefonat sei „sehr unangenehm, sehr direkt und sehr schwierig anzuhören“ gewesen, sagte sie im Hinblick auf Trumps Worte. Auf die Frage, ob sie bedroht worden sei, reagierte Birx nach kurzem Zögern ausweichend und wiederholte: „Ich würde sagen, es war eine sehr unangenehme Unterhaltung.“

Der Anruf von Donald Trump sei seinerzeit auf ein „CNN“-Interview erfolgt, indem Birx vor den Gefahren durch die Corona-Pandemie gewarnt habe. „Das war eine sehr schwierige Zeit, weil alle im Weißen Haus verärgert waren über dieses Interview und die Deutlichkeit, mit der ich über die Epidemie gesprochen habe.“ Donald Trump soll sie im Anschluss als „jämmerlich“ bezeichnet haben. (ktho/AFP/dpa)

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