Nach Corona-Infektion

Donald Trump startet wieder durch: Wahlkampf am Samstag in Florida geplant 

  • Christian Stör
    vonChristian Stör
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Donald Trump bekommt grünes Licht vom Arzt, noch diese Woche wieder Wahlkampf zu machen. Der Präsident will nun nach Florida und Pennsylvania. Und er fordert eine TV-Debatte im selben Raum mit Biden.

  • Donald Trump* und Melania Trump* haben eine Coronavirus-Infektion.
  • Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat Trump Gespräche über das Corona-Hilfspaket für gescheitert erklärt.
  • Trump News*: Alle Informationen und Neuigkeiten zum US-Präsidenten im Überblick.

Update vom 09.10.2020, 06.15 Uhr: Donald Trump will wieder raus zu seinen Fans - möglichst schon am Wochenende. „Ich werde versuchen, am Samstag eine Kundgebung abzuhalten, wenn wir genug Zeit haben, das zu organisieren“, sagte Trump in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News. Er habe jedenfalls vor, „eine Kundgebung wahrscheinlich in Florida am Samstagabend“ zu veranstalten. Auch ein Auftritt in Pennsylvania sei denkbar.

Donald Trump schränkte zugleich ein, dass man die Veranstaltungen noch organisieren müsse. Florida und Pennsylvania sind wichtige Bundesstaaten für die Präsidentenwahl am 3. November, in denen Trump in Umfragen zurückliegt. Während das Weiße Haus seit Tagen betont, dass Trump keine Krankheitssymptome mehr habe, musste er in dem gut 20-minütigen Interview zwei Mal mitten in einem Satz wegen Problemen mit der Stimme und Husten pausieren.

Er solle am Freitag wieder getestet werden, sagte Trump, nachdem er die Frage des TV-Moderators Sean Hannity dazu zunächst zwei Mal ignorierte. Vor der Ausstrahlung von Trumps Interview hatte sein Leibarzt Sean Conley erklärt, er erwarte „die sichere Rückkehr des Präsidenten zu öffentlichen Verpflichtungen“ für Samstag. Dann sei es zehn Tage her, dass die Corona-Infektion festgestellt worden sei. Die Covid-19-Therapie habe beim Präsidenten „extrem gut“ angeschlagen. Conley verwies auch auf „die Kurve bei fortschrittlicher Diagnostik“.

Donald Trump will jetzt Debatte mit Biden auf einer Bühne 

Trumps Wahlkampfteam forderte zudem, dass seine zweite TV-Debatte mit Joe Biden wie ursprünglich geplant mit Anwesenheit beider Kandidaten am nächsten Donnerstag (15.10.2020) über die Bühne gehen soll. Dafür müsste die Kommission, die die Debatten veranstaltet, allerdings ihre Entscheidung zurücknehmen, das Duell online durchzuführen.

Donald Trump hatte erklärt, dass er an einer Debatte über das Internet nicht teilnehmen werde - mit der Begründung, dass Biden dann Antworten vom Bildschirm ablesen könne. Die Kommission hatte angekündigt, dass die Debatte übers Internet statt mit Anwesenheit von Trump und Biden in Miami laufen solle. Nachdem Trump seine Teilnahme absagte, setzte der TV-Sender ABC eine Fragestunde Bidens mit Wählern für den Tag an.

Donald Trump bezeichnet seine Corona-Erkrankung als „Gottes Segen“

Update vom Donnerstag, 08.10.2020, 06.36 Uhr:  US-Präsident Donald Trump hat seinen Landsleuten die gleiche Behandlung mit Antikörper-Mitteln versprochen, wie er sie aufgrund seiner Corona-Infektion bekommen hat. Er wolle bald eine außerordentliche Erlaubnis zum raschen Einsatz der Arzneien unterzeichnen, sagte Trump in einem am Mittwoch veröffentlichten Video.

Der US-Präsident war vergangene Woche wegen seiner Corona-Infektion mit einem noch experimentellen Mittel der Biotech-Firma Regeneron behandelt worden. Danach habe er sich binnen 24 Stunden „großartig“ gefühlt, schwärmte Trump. „Ich will, dass Sie bekommen, was ich bekommen habe - und ich werde es kostenlos machen.“ Es gebe „hunderttausende Dosen“ davon. Unklar ist allerdings, ob und wie der Zulassungsprozess für so neue Medikamente beschleunigt werden kann.

Es sei „Gottes Segen“ gewesen, dass er an Covid-19 erkrankt sei, sagte Trump weiter. Dadurch sei er auf die Antikörper-Behandlung aufmerksam geworden. „Ich nenne es ein Heilmittel“, sagte der Präsident, dem neben für normale Bürger nicht erhältlichen Medikamenten auch mehrere Spitzenärzte rund um die Uhr zur Verfügung standen. In den USA sind bereits mehr als 211.000 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Aus für Corona-Hilfspaket - Donald Trump schickt Aktien auf Talfahrt

+++ 09.00 Uhr: Donald Trump läuft trotz seiner Corona-Infektion wieder zu alter Form auf. Vor allem sein Lieblingsspielzeug Twitter leistet ihm dabei nützliche Dienste. So hat er dort mal eben wie nebenbei die Hoffnungen auf ein großes Corona-Hilfspaket vor der US-Wahl platzen lassen. Er wies seine Regierung an, nicht mehr mit den Demokraten im Repräsentantenhaus zu verhandeln - weil sie auf zu hohen Summen beharrten. Dafür versprach er bei Twitter, dass es „sofort“ nach seinem Wahlsieg ein neues Konjunkturpaket geben werde. „Direkt nachdem ich gewonnen habe, werden wir ein großes Konjunkturpaket verabschieden, das sich auf hart arbeitende Amerikaner und kleine Geschäfte konzentriert.“

Aktienkurse in New York stürzen ab: Donald Trump lässt Verhandlungen über Corona-Hilfspaket platzen

Die Demokraten, Trumps Republikaner und die Regierung hatten seit Monaten über ein neues Hilfspaket gerungen, um Bürger und Wirtschaft angesichts der verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie zu unterstützen. Trump warf Oppositionsführerin Nancy Pelosi vor, sie wolle lediglich von den Demokraten „schlecht regierte“ Bundesstaaten mit hohen Kriminalitätsraten finanziell sanieren. Der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses gehe es gar nicht um den Kampf gegen das Coronavirus. Seine Regierung habe ein „sehr großzügiges“ Angebot von 1,6 Billionen Dollar vorgelegt. Die Demokraten hätten aber auf 2,4 Billionen beharrt, behauptete er. Der New Yorker Aktienmarkt drehte nach Trumps Tweet sofort ins Minus.

Pelosi kritisierte den Präsidenten für den Abbruch der Gespräche scharf. Donald Trump zeige wieder einmal sein „wahres Gesicht“ und setze sich „auf Kosten des Landes an erste Stelle“, erklärte sie. „Im Weißen Haus herrscht eindeutig komplette Unordnung.“ Trump wolle Steuererleichterungen für die Wohlhabendsten bewahren, „während er sich weigert, echte Hilfe für arme Kinder, Arbeitslose und Amerikas hart arbeitende Familien zu gewähren“, erklärte Pelosi weiter. Der Präsident zeige seine „Verachtung“ für die Wissenschaft und die „Helden“ der Arbeitswelt.

Wie es um die Lunge von Donald Trump steht

Update vom Mittwoch, 07.10.2020, 06.15 Uhr: Nach der Corona-Diagnose von Donald Trump greift das Virus in der US-Regierung um sich. Nun wurde ein weiterer enger Berater des Präsidenten positiv getestet: Stephen Miller. „Es ist offensichtlich, dass es einen Ausbruch im Weißen Haus gab“, räumte Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany ein. Ranghohe Generäle, darunter Generalstabschef Mark Milley, arbeiten laut Medienberichten von zuhause aus, weil sie bei einer Besprechung dem Coronavirus ausgesetzt gewesen sein könnten.

Wie es Donald Trump gesundheitlich geht, bleibt offen. Sein Leibarzt Sean Conley schien seine Worte in einer Mitteilung genau abgewogen zu haben: Trump habe dem Ärzteteam keine Symptome gemeldet. Ob er welche zeigt, sagte der Chefmediziner der Regierungszentrale nicht. Auf Nahaufnahmen von Trumps Rückkehr ins Weiße Haus, die durch die Medien gingen, war zu sehen, dass der Präsident nach dem Hochsteigen einer Treppe außer Atem war. Die Werte des 74-Jährigen seien stabil, versicherte Conley am Dienstag. Sein Blut weise einen Sauerstoffsättigungsgrad zwischen 95 und 97 Prozent auf. „Insgesamt geht es ihm weiterhin extrem gut.“

Covid-19 wurde lange als Lungenkrankheit bezeichnet. Mittlerweile ist klar, dass die Krankheit auch andere Organsystemen in Mitleidenschaft ziehen kann, worauf auch das Robert Koch-Institut hinweist. Trumps Ärzte haben deutlich gemacht, dass seine Herz-, Nieren- und Leberfunktionen normal seien. Auf die Frage, ob bildgebende Verfahren eine Auswirkung der Infektion auf Trumps Lungen oder gar Hinweise auf eine Lungenentzündung zeigten, hielt sich sein Leibarzt bedeckt: „Es gibt einige erwartete Befunde, aber nichts von größeren klinischen Bedenken.“ Was unter „erwarteten Befunden“ zu verstehen ist, blieb unklar.

Donald Trump ist wieder im Twitter-Rausch

Unterdessen fiel Donald Trump nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus mit einer erhöhten Twitter-Aktivität auf. Den Abend verbrachte Trump größtenteils mit Versuchen, via Twitter seine alten Vorwürfe wieder anzufachen, dass Präsident Barack Obama vor vier Jahren seinen Wahlkampf ausgespäht habe. Er beschwerte sich auch, dass er bereits längst die Veröffentlichung unzensierter Unterlagen dazu angewiesen habe, die Behörden sich aber Zeit ließen. Am späten Abend twitterte Trump dann plötzlich, dass er bereit sei, gleich ein Gesetz für Schecks über 1200 Dollar für jeden Amerikaner zu unterschreiben.

Donald Trump ist wieder im Weißen Haus.

Donald Trump vergleicht das Coronavirus mit der Grippe: „Viele Leute sterben jedes Jahr“

+++ 15.43 Uhr: Es ist immer noch nicht sicher, wie schwer die Corona-Erkrankung von Donald Trump war, beziehungsweise immer noch ist. Nach seiner Rückkehr aus der Klinik ins Weiße Haus schreibt der Präsident auf Twitter zumindest, dass die Grippe gefährlicher sei als das Coronavirus - und widerspricht damit sich selbst.

„Die Grippewelle kommt“, kündigt Trump an. „Viele Leute sterben jedes Jahr, manchmal mehr als 100.000, obwohl es eine Impfung gibt, an der Grippe. Legen wir unser Land still? Nein.“ Man habe gelernt, mit der Grippe zu leben, heißt es in dem Tweet. Genauso lerne man momentan, mit Covid-19 zu leben. Meistens sei das Coronavirus erheblich weniger tödlich als die Grippe, behauptet der Präsident.

Mehr als 210.000 Leute sind in den USA bereits an den Folgen des Coronavirus gestorben. Im Februar, vor dem großen Ausbruch des Virus in den Vereinigten Staaten, hatte Trump dem Journalisten Bob Woodward noch erzählt, dass das Coronavirus gefährlicher sei als die Grippe. „Das ist tödliches Zeug“, teilte er Woodward in einem Telefonat mit. Der Bevölkerung gegenüber hatte er die Gefahr jedoch heruntergespielt, um sie nicht in Panik zu versetzen, behauptet Trump. Dem Nachrichtensender „CNN“ zufolge sind durch die Corona-Pandemie mehr Leute gestorben als in den letzten fünf Grippewellen zusammen.

Donald Trump mit Corona infiziert: Ausmaß seiner Erkrankung unklar

+++ 10.30 Uhr: Wie krank war und ist Donald Trump denn nun wirklich? Das ist nach wie vor schwer zu sagen, denn zwischen den Aussagen von Trumps Leibarzt Sean Conley, den vertraulichen Mitteilungen hochrangiger Beamter des Weißen Hauses und dem, was der Präsident selbst in der Öffentlichkeit gesagt hat, bestehen doch einige Unterschiede. Hier ist ein Überblick darüber, was wir über die Gesundheit des US-Präsidenten wissen - und was wir nicht wissen:

Was wir wissen:

  • Der Blutsauerstoffgehalt von Donald Trump ist am Wochenende mindestens zweimal unter den normalen Wert gesunken.
  • Trump nimmt seit Freitag das Medikament Remdesivir ein, das bei mittelschweren und schweren Fällen angewendet wird.
  • Trump erhielt eine Einzeldosis eines experimentellen Arzneimittels von Regeneron, das Antikörper liefert, um das Immunsystem bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen.
  • Donald Trump wurde zudem mit dem Steroid Dexamethason behandelt, das sich bisher nur in schwerwiegenderen Fällen als hilfreich erwiesen hat. Experten geben zu bedenken, dass Steroide die körpereigene Fähigkeit zur Abwehr von Infektionen verringern können.
  • Trumps Leibarzt Sean Conley sagte am Montag (05.10.2020), dass Trump zwar noch nicht ganz über dem Berg sei, jetzt aber wieder im Weißen Haus behandelt werden könne. Der Präsident könne seinen normalen Zeitplan wieder aufnehmen, sobald keine Hinweise auf lebende Viren mehr vorhanden seien.

Was wir nicht wissen:

  • Trumps Leibarzt Sean Conley hat sich wiederholt geweigert, näher darauf einzugehen, wie ernst die Atemprobleme von Donald Trump tatsächlich gewesen sind.
  • Conley hat auch nicht erklärt, warum Donald Trump eine Behandlung erhält, die normalerweise für schwere Covid-19-Fälle vorgesehen ist.
  • Unbekannt ist, inwieweit Trumps Lunge in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Covid-19 kann die Lunge erheblich schädigen. 
  • Trumps Ärzte geben zu, dass sie selbst nicht alles über das Zusammenspiel der Medikamente wissen, die Donald Trump einnimmt. „Wir bewegen uns auf unbekanntem Terrain“, sagte Conley.
  • Noch immer ist unklar, wann Trump das letzte Mal negativ getestet worden war. Eine genaue Angabe ist für die Kontaktverfolgung unerlässlich. Vielleicht war Trump schon positiv, als er während der TV-Debatte (29.09.2020) mit Joe Biden auf einer Bühne stand

Donald Trump inszeniert Entlassung aus Krankenhaus und sendet fatales Signal an die US-Bürger

Update vom Dienstag, 06.10.2020, 06.00 Uhr: Wie ein Sieger marschierte Donald Trump durch die goldenen Pforten des Walter-Reed-Militärkrankenhauses. Drei Tage nach seiner Einlieferung wegen einer Corona-Infektion inszenierte der US-Präsident seine Ankunft im Weißen Haus als Demonstration von Stärke: Trump stieg die Treppe zum Balkon auf der Südseite seiner Residenz hoch, nahm dort demonstrativ seine Gesichtsmaske ab und salutierte dem Piloten seines abfliegenden Hubschraubers.

Der mit starken Medikamenten behandelte 74-Jährige, der sich in vier Wochen zur Wiederwahl stellt, nutzte die eigene Corona-Infektion für eine politische Show. Doch mit seinem Auftreten und seinen Äußerungen der vergangenen Tage dürfte Donald Trump seine Kritiker und viele Wähler in der Überzeugung bestärkt haben, dass er im Kampf gegen die tödliche Pandemie der falsche Mann im Weißen Haus ist.

Denn seine Rückkehr ins Weiße Haus verknüpfte Donald Trump mit einem höchst zweifelhaften Appell. Die Menschen in den USA sollten sich nicht vor dem Virus fürchten, sagte der Präsident in einem Video: „Lasst es nicht Euer Leben beherrschen. Habt keine Angst davor. Geht raus, seid vorsichtig.“ Zuvor hatte Trump bei Twitter geschrieben, er fühle sich besser als vor 20 Jahren. „Es ging mir nicht so gut“, sagte er dann im Video zu seiner Erkrankung. „Aber vor zwei Tagen fühlte ich mich wieder großartig, besser als ich mich seit langem gefühlt habe.“ Vielleicht sei er jetzt immun gegen das Coronavirus, mutmaßte der Präsident. Er wirkte immer noch etwas kurzatmig.

Demokraten reagieren entsetzt auf Trumps Corona-Politik-Show

Trumps Äußerungen sorgten für Entrüstung bei den oppositionellen Demokraten. Joe Biden rief den Präsidenten auf, sich mit seinen Äußerungen an die mehr als 200.000 Familien zu wenden, die ein Mitglied verloren hätten. Der demokratische Senator Jeff Merkley sprach von der „Fortsetzung der furchtbaren und gefährlichen Ratschläge eben jenes Mannes, dessen Missmanagement die Krise so schlimm gemacht hat“.

Die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar twitterte: „Dieser Mann ist ungeeignet für das Präsidentenamt.“ Viele hoben auch hervor, dass der Präsident gut reden hat, wenn er sich auf die besten Ärzte des Landes und quasi unbegrenzte medizinische Ressourcen verlassen kann. „‚Habt keine Angst‘ sagte der Kerl mit einem Team von einem Dutzend Ärzten, Zugang zu experimentellen Medikamenten, die kein anderer bekommt, einer Krankenhaus-Suite mit vier Zimmern, der in einem Haus lebt mit Spitzenärzten, die 24 Stunden am Tag vor Ort sind“, twitterte der demokratische Senator Chris Murphy.

Donald Trump ist noch nicht überm Berg

Trump war in der Klinik unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Mittel behandelt worden. Nach Einschätzung des renommierten Epidemiologen Anthony Fauci könnte dies entscheidend zu einer schnellen Verbesserung von Trumps Gesundheitszustand beigetragen haben. „Ich habe einen starken Verdacht, dass ihm das geholfen hat“, sagte Fauci im Nachrichtensender CNN. Das Mittel war von der Biotech-Firma Regeneron auf Anfrage der Präsidenten-Ärzte bereitgestellt worden. Es wird für gewöhnliche Patienten noch lange nicht verfügbar sein.

Donald Trump will nun möglichst schnell wieder in den Wahlkampf einsteigen. Obwohl er nach wie vor ansteckend ist; obwohl viele Fragen zu seinem Gesundheitszustand offen bleiben; obwohl immer mehr seiner Mitarbeiter positiv auf Corona getestet werden. Ob ihm das gelingt, bleibt abzuwarten. Trumps Leibarzt Sean Conley räumte am Montag ein, der Präsident sei noch „nicht vollkommen über den Berg“.

Donald Trump ist ins Weiße Haus zurückgekehrt.

Donald Trump kehrt ins Weiße Haus zurück

+++21.35 Uhr: Der mit Corona infizierte US-Präsident Donald Trump hat via Twitter mitgeteilt, dass er noch heute das Militärkrankenhaus Walter Reed verlassen werde. „Ich fühle mich richtig gut“ schrieb er und rief die Bürger dazu auf, „keine Angst“ vor dem Virus zu haben.

Trumps Leibarzt Sean Conley bestätigte laut der Nachrichtenagentur afp, dass der Präsident das Krankenhaus noch am Montag verlassen werde. Trumps Gesundheitszustand habe sich weiter verbessert, der 74-Jährige erfülle alle medizinischen Kriterien für eine Entlassung aus der Klinik. Der Präsident sei zwar noch „nicht vollkommen über den Berg“, sagte Conley. Im Weißen Haus werde es aber 24 Stunden am Tag eine „medizinische Betreuung auf Weltklasse-Niveau“ geben.

+++20.49 Uhr: US-Präsident Donald Trump verlässt nach eigenen Angaben noch an diesem Montag (Ortszeit) das Krankenhaus, wo er wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt wurde. Er fühle sich sehr gut, schrieb Trump am Montag auf Twitter.

+++ 19.30 Uhr: Donald Trump will das Krankenhaus nach nur fünf Tagen verlassen. Daran hindert ihn auch seine am Freitag (02.10.2020) bekannt gewordene Infektion mit dem Corona-Virus nicht. Außerdem soll er in seiner Zeit im Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda Medikamente bekommen haben, vor denen verschiedene Ärzte waren.

Wie der Nachrichtensender CNN berichtet, soll Trump unter anderem mit dem umstrittenen Remdesivir gegen die Folgen des Corona-Virus behandelt worden sein.

Aktionäre profitieren von der schnellen Genesung des US-Präsidenten Donald Trump

Der deutsche Aktienmarkt schüttelt die Verluste ab, die er im Zuge der Corona-Erkrankung von Präsident Donald Trump hatte hinnehmen müssen. Stattdessen legt der Aktienmarkt wieder kräftig zu. Die neuesten Mitteilungen bezüglich des Gesundheitszustands des Präsidenten nähren nun neue Hoffnungen auf weitere Konjunkturstützen.

Nach Corona-Infektion von Donald Trump: Auch Sprecherin des Weißen Hauses positiv getestet

+++ 17.41 Uhr: Knapp vier Tage nach US-Präsident Donald Trump ist die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie werde sich nach ihrem Testergebnis vom Montagmorgen in Quarantäne begeben, hieß es in einer von McEnany auf Twitter verbreiteten Mitteilung.

16 Tweets in 30 Minuten: Donald Trump startet Twitter-Offensive

+++ 14.00 Uhr: Noch immer ist nicht ganz klar, wie es mit der Gesundheit von Donald Trump denn nun eigentlich bestellt. ist. Doch ganz offenbar geht es ihm wieder so gut, dass er wieder mit vollem Einsatz sein Lieblingsspielzeug benutzt. Jedenfalls hat der mit Corona infizierte US-Präsident seine Aktivität auf Twitter hochgefahren und damit ganz offenbar seinen Wahlkampf wieder aufgenommen. Innerhalb von einer Stunde setzte Trump nämlich gleich 18 Tweets ab, 16 davon binnen einer halben Stunde.

Und wie um zu beweisen, dass er wieder voll da ist, brüllte Donald Trump seine Meinung in der für ihn typischen Art geradezu heraus, fast ausschließlich in Großbuchstaben nämlich. Die Slogans beinhalteten Aufrufe zur Wahl am 3. November und Argumente, die dabei seiner Ansicht nach für ihn sprechen. „Recht & Ordnung. Wählen!“, schrieb er zum Beispiel, oder: „Stärkstes Militär aller Zeiten. Wählen!“

Nach Bekanntwerden seiner Infektion mit dem Coronavirus hatte Donald Trump bisher vergleichsweise wenig getwittert. Er sendete aber täglich eine Videobotschaft über seine wichtigste Kommunikationsplattform.

Arbeit oder nur ein gestelltes Foto? Donald Trump im Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda.

Spritztour von Donald Trump sorgt für massive Kritik

+++ 12.00 Uhr: Die der Ausfahrt von Donald Trump stößt bei vielen Experten in den USA auf absolutes Unverständnis. So legte der am Walter-Reed-Krankenhaus tätige Mediziner James P. Phillips nach seiner Twitter-Tirade (siehe Update 06.25 Uhr) später in einem Interview mit der „New York Times“ noch einmal nach. Dort sagte Phillips, es stelle sich die beunruhigende Frage, ob Trump seine Ärzte anweise. „Wo endet das Arzt-Patienten-Verhältnis und wo beginnt das Verhältnis Oberkommandierender-Untergebener? Und wurde diesen Ärzten befohlen, dies zu ermöglichen?“, fragte Phillips und bemerkte, dass mit der Fahrt alle Behandlungsregeln verletzt worden seien. „Als ich das zuerst sah, dachte ich, vielleicht wird er in eine andere Klinik gebracht“, sagte er weiter.

Der Arzt und Wissenschaftler Eric Topol sagte derweil, es sei „absurd“, dass die Ärzte diesen Rundtrip von Donald Trump erlaubt hätten. Trotz des Optimismus der Mediziner habe man beim Coronavirus oft einen steilen Absturz des Zustands des Patienten sieben bis zehn Tage nach den ersten Symptomen erlebt. Optimismus könne verfrüht sein.

„Menschen für seinen eigenen Vorteil unnötig in Gefahr bringen. Eine durchgehende Linie seiner Präsidentschaft“, befand der Historiker Julian Zelizer auf Twitter. Die Rundfahrt zeige eher Schwäche als Stärke. „Eine wirkliche Demonstration der Stärke ist es, ein wahres Verständnis für die Schwere der Pandemie zu zeigen“, schrieb Zelizer.

Donald Trump auf Spitztour - das sorgt für viel Kritik.

Nach Trump-Events: Komplexe Kontaktrückverfolgung in New Jersey

+++ 10.45 Uhr: Während sich Donald Trump weiter im Militärkrankenhaus Walter Reed von seiner Corona-Infektion erholt, läuft im US-Bundesstaat New Jersey eine aufwendige Rückverfolgung seiner Kontakte. Das Weiße Haus habe den Behörden mehr als 200 Namen von Personen mitgeteilt, die an zwei Veranstaltungen des Präsidenten am vergangenen Donnerstag (01.10.2020) teilgenommen hätten, schrieb das Gesundheitsministerium des Staates auf Twitter. Die Teilnehmer seien kontaktiert worden, um sie auf eine mögliche Ansteckung hinzuweisen. Sie sollten beobachten, ob sie Symptome entwickelten, und sich in Quarantäne begeben, wenn sie engen Kontakt mit dem Präsidenten oder seinen Mitarbeitern hatten, hieß es. Die Kontaktrückverfolgung sei im Gange.

Donald Trump war am 1. Oktober zu zwei Veranstaltungen mit Unterstützern in Bedminster gereist, nachdem im Weißen Haus bereits das positive Testergebnis von Trumps Beraterin Hope Hicks bekanntgeworden war. Laut Medienberichten fand ein Treffen in Trumps Golfclub in Bedminster unter freiem Himmel statt, doch gab es laut Teilnehmern auch ein Treffen im engeren Kreis mit besonders großzügigen Spendern, das nicht draußen stattfand.

Zudem ist noch immer unklar, wann Donald Trump das letzte Mal negativ getestet wurde und wann genau er das erste Mal ein positives Testergebnis erhielt. Seine Sprecherin Kayleigh McEnany machte bisher keine eindeutigen Angaben dazu. Trump ist in den Tagen vor seinem positiven Corona-Test viel gereist und war dabei in der Nähe Dutzender Menschen, die sich angesteckt haben könnten.

Donald Trump zeigt sich seinen Fans - Mediziner ist entsetzt

Update vom Montag, 05.10.2020, 06.25 Uhr: Corona-Patient Donald Trump hat das Militärkrankenhaus Walter Reed kurzzeitig verlassen, um sich seinen Anhängern vor der Klinik zu zeigen. Aus einem schwarzen Geländewagen heraus winkte Trump seinen Fans zu. Zuvor hatte der Präsident die „Patrioten“ auf der Straße in einem auf Twitter veröffentlichten Video gegrüßt. Er wolle die „großartigen Patrioten“ überraschen, „die wir draußen auf der Straße haben“, sagte Trump in dem Video. Er habe „viel“ über Covid-19 gelernt, sagte der Präsident weiter. Was er durchmache, sei „die wahre Schule“ und eine „sehr interessante Sache“.

Kurz nach der Veröffentlichung des Videos verließ ein Präsidentenkonvoi das Krankenhaus. Aus einem gepanzerten SUV winkte Donald Trump, der eine Atemschutzmakse trug, jubelnden Anhängern zu, die Flaggen schwenkten und Plakate mit dem Bild Trumps in die Höhe hielten. Wenige Minuten später wurde Trump zurück in die Klinik gebracht.

Donald Trump stattet seinen Fans außerhalb des Krankenhauses einen Überraschungsbesuch ab.

Mediziner zeigten sich entsetzt über Trumps Auftritt. „Die Verantwortungslosigkeit ist erstaunlich“, schrieb der am Walter-Reed-Krankenhaus tätige Mediziner James P. Phillips auf Twitter und sprach von einem „politischen Theater“, das andere in Lebensgefahr bringe. „Jede einzelne Person in dem Fahrzeug während dieser völlig unnötigen präsidentiellen Vorbeifahrt muss jetzt für 14 Tage in Quarantäne. Sie könnten krank werden, sie können sterben. Für politisches Theater. Befohlen von Trump, um ihre Leben für Theater zu riskieren. Das ist Wahnsinn“, schrieb Phillips. Das Weiße Haus wies die Kritik zurück. Ein Sprecher sagte, es seien „angemessene“ Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden, um sowohl Trump als auch seine Mitarbeiter zu schützen.

Unterdessen fiel die Zustimmung für den Präsidenten auf ein neues Tief: Eine Umfrage für das „Wall Street Journal“ und den Sender NBC ergab für Trump eine Zustimmung von 39 Prozent, sein Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl am 3. November, Joe Biden von den US-Demokraten, kam hingegen auf 53 Prozent.

Donald Trump kann Krankenhaus eventuell bald verlassen

+++ 19.02 Uhr:  Nach seiner Coronavirus-Infektion könnte US-Präsident Donald Trump nach Angaben von Ärzten womöglich schon bald aus dem Krankenhaus entlassen werden. Der Arzt Brian Garibaldi sagte vor dem Walter-Reed-Krankenhaus in Bethesda bei Washington, sollte es Trump weiter so gut gehen wie am Sonntag, hoffe man, ihn womöglich bereits an diesem Montag entlassen zu können. Die Behandlung könnte dann im Weißen Haus fortgesetzt werden.

Trumps Leibarzt Sean Conley hatte unmittelbar zuvor gesagt, Trumps Gesundheitszustand habe sich weiter verbessert. Wie bei jeder Krankheit gebe es aber Höhen und Tiefen. Trump (74) war am Freitagabend nach seiner Infektion mit dem Coronavirus in das Krankenhaus gebracht worden. Am Samstagabend hatte Conley erklärt, die Ärzte seien vorsichtig optimistisch. Trump sei aber noch nicht über den Berg.

+++ 18.05 Uhr: Die Ärzte des US-Präsidenten räumen ein: Donald Trump bekam nach seiner Corona-Diagnose Sauerstoff zugeführt und hatte hohes Fieber. Nun hat sich der Gesundheitszustand laut seines Leibarztes Sean Conley jedoch verbessert. Wie bei jeder Krankheit gebe es Höhen und Tiefen, sagte Conley am Sonntag (04.10.2020) vor dem Walter-Reed-Krankenhaus in Bethesda bei Washington.

Coronavirus: Donald Trump noch nicht über den Berg – „wahre Prüfung“ steht erst bevor 

+++ 16.25 Uhr: Der Leibarzt von Donald Trump gibt trotz „erheblicher“ Fortschritte seit der Corona-Diagnose keine Entwarnung für den Gesundheitszustand des US-Präsidenten. „Während er noch nicht über den Berg ist, bleibt das Team vorsichtig optimistisch“, erklärte der Arzt Sean Conley in einem in der Nacht zum Sonntag vom Weißen Haus veröffentlichten Memorandum. Trump (74) verwies in einer am Samstagabend von ihm auf Twitter verbreiteten Videobotschaft aus dem Krankenhaus darauf, dass die nächsten Tage über den Krankheitsverlauf entscheiden würden.

Trump war am Freitagabend - keine 24 Stunden nach der Diagnose - per Hubschrauber ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus in Bethesda nördlich von Washington geflogen worden. Am Samstag sorgten dann widersprüchliche Aussagen zu Trumps Gesundheitszustand, zum Zeitpunkt der positiven Corona-Diagnose und zur Behandlung für Verwirrung.

Nach Corona-Infektion: Donald Trump meldet sich aus Krankenhaus zu Wort

Leibarzt Conley teilte mit, Trump gehe es weiterhin gut, er habe kein Fieber und brauche keinen zusätzlichen Sauerstoff. Der Präsident habe am Samstag gearbeitet und sich ohne Schwierigkeiten in seinem Quartier im Krankenhaus bewegt. Trump sagte in seiner Videobotschaft: „Ich fange an, mich wieder gut zu fühlen.“ Man wisse aber nicht, wie es in den kommenden Tagen laufen werde. Dann komme „die wahre Prüfung“ - „wir werden sehen, was passiert“. Zugleich gab sich der Präsident zuversichtlich: „Ich denke, ich werde bald zurück sein.“

Trumps Stabschef Mark Meadows bestätigte unterdessen, dass die Coronavirus-Infektion bei Trump einen schwereren Verlauf genommen hatte als zunächst dargestellt. „Gestern waren wir wirklich besorgt“, sagte Meadows am Samstagabend im TV-Sender Fox News. „Er hatte Fieber, die Sauerstoffsättigung seines Bluts war rapide gefallen.“ Das Weiße Haus hatte am Freitag mitgeteilt, es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, dass Trump ins Krankenhaus komme.

Donald Trump sendet Videobotschaft aus Krankenhaus - persönlicher Assistent mit Corona infiziert

+++ 13.20 Uhr: Knapp 24 Stunden, nachdem Donald Trump in das Militärkrankenhaus „Walter Reed“ in Washington eingewiesen wurde, wurde bei einem weiteren Mitarbeiter des Weißen Hauses eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Der Test von Nick Luna, persönlicher Assistent von US-Präsident Trump, fiel positiv aus.

Das berichtet das US-Nachrichtenportal „Business Insider“ auf seiner Internetseite und beruft sich dabei auf mehrere Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sein sollen. Luna arbeitet eng mit Donald Trump im Oval Office zusammen. Er soll den US-Präsidenten unter anderem bei dessen Reise nach Cleveland zum TV-Duell mit Joe Biden* begleitet haben. Lunas Aufgabe im Team Trump ist es, die Übersicht über Dokumente und den Zeitplan des Präsidenten zu behalten. Das Weiße Haus hat sich bislang nicht zu seiner Corona-Infektion geäußert.

Donald Trumps Hubschrauber „Marine One“ landet vor dem Weißen Haus, um den an Corona erkrankten Präsidenten ins Krankenhaus zu transportieren.

Donald Trump hat Corona: US-Präsident sendet Videobotschaft aus dem Krankenhaus

Update von Sonntag, 04. Oktober 2020, 6.05 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich per Video aus dem Militärkrankenhaus Walter Reed gemeldet. Das Video wurde über seinen Twitter-Kanal* veröffentlicht.

Trump dankte zunächst dem medizinischen Personal des Krankenhauses, dass hervorragende Arbeit geleistet habe. „Ich kam hier an und habe mich nicht so gut gefühlt“, sagte der US-Präsident, ergänzte aber direkt, dass er sich aktuell viel besser fühlen würde. Die nächsten Tage würden laut Donald Trump die entscheidenden sein. Er bedankte sich bei der „fast parteiübergreifenden Unterstützung“, die er erhalten habe. Auch seiner Ehefrau, First Lady Melania Trump, gehe es weitaus besser.

Anschließend schaltete Donald Trump direkt in den Wahlkampfmodus: „Ich muss mich wieder erholen. Wir müssen Amerika immer noch wieder groß machen. Wir haben bereits einen großartigen Job gemacht, aber wir müssen ihn beenden.“ Er werde direkt nach seiner Entlassung wieder in den Wahlkampf für die US-Wahl* starten, sagte Trump.

Donald Trump im Militärkrankenhaus nördlich von Washington.

Insider spricht von besorgniserregendem Zustand von Donald Trump nach Corona-Infektion

+++ 22.02 Uhr: Donald Trumps Leibarzt Sean Conley hat vor dem Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington über den Gesundheitszustand des US-Präsidenten berichtet. Demnach sei Trump nach seiner Corona-Infektion wohlauf. Ein Insider, der namentlich nicht genannt werden möchte, zeichnet jetzt jedoch ein anderes Bild.

Demnach sei Donald Trumps Zustand in den vergangenen 24 Stunden „besorgniserregend“ gewesen. Er gab eine deutlich weniger optimistische Einschätzung ab, als Trumps Leibarzt. „Die Werte des Präsidenten in den vergangenen 24 Stunden waren sehr besorgniserregend und die nächsten 48 Stunden werden entscheidend für seine Versorgung sein“, sagte die Person. „Wir sind immer noch nicht auf einem klaren Weg zu einer vollständigen Genesung“.

Corona-Infektion von Donald Trump: Leibarzt gibt Statement ab

+++ 18.05 Uhr: Nach seiner Corona-Infektion ist US-Präsident Donald Trump nach Angaben seines Leibarztes Sean Conley wohlauf. „Heute Morgen geht es dem Präsidenten sehr gut“, sagte Conley am Samstag (03.10.2020) vor Journalisten am Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington. Die Ärzte seien sehr zufrieden mit den Fortschritten bei Trumps Behandlung.

Dr. Sean Conley, Leibarzt von US-Präsident Donald Trump, informiert vor dem Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda über Trumps Zustand nach seiner Corona-Infektion.

Corona-Infektion von Donald Trump: Symptome „weniger und besser“

Trump sei seit 24 Stunden ohne Fieber, auch die anderen Symptome wie Husten, Schnupfen und Müdigkeit seien „weniger und besser“ geworden. Der Präsident habe keinerlei Atemprobleme und bekomme „heute früh keinen Sauerstoff“, teilte Conley weiter mit. Die Funktion seines Herzens, seiner Nieren und seiner Leber werde überwacht, alles funktioniere normal. Der Präsident bewege sich ohne Probleme auf der Station.

Neun Ärzte und Krankenschwestern versammelten sich für die Pressekonferenz vor dem Walter-Reed-Militärkrankenhaus nahe Washington. Conley wollte kein Datum für eine Entlassung Trumps aus dem Krankenhaus angeben. Der 74 Jahre alte Trump war am Freitagabend (Ortszeit) per Hubschrauber in das Krankenhaus geflogen worden. Das Weiße Haus sprach von einer Vorsichtsmaßnahme auf Empfehlung der Ärzte.

Trump hat Corona: War die Nominierungsfeier für Amy Coney Barrett der Auslöser?

+++ 15.23 Uhr: Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump ist nach seiner Corona-Infektion noch immer unklar. Ebenso drängt sich die Frage auf, wo sich Trump mit dem Coronavirus infiziert haben könnte. Im Laufe der vergangenen Woche hatte er verschiedenste Veranstaltungen besucht. Besonders ins Blickfeld rückt dabei ein ganz besonderes Ereignis.

Wie „The Washington Post“ berichtet, ging es bei der Nominierungsfeier der Juristin Amy Coney Barrett ganz und gar nicht corona-regelkonform zu. 150 Gäste sollen geladen gewesen sein. Die Stimmung euphorisch, fast wie vor der Pandemie. Wie die Zeitung weiter schreibt, sollen Gäste nach negativen Corona-Tests dazu angehalten worden sein, keine Masken zu tragen. In einem Video, das Donald Trump von der Veranstaltung teilte, trägt tatsächlich kaum jemand einen Mund-Nasen-Schutz. Eng sitzen die Gäste in den Zuschauerreihen und lauschen der Rede des Präsidenten.

Die Washington Post mutmaßt, die Nominierungsfeier von Amy Coney Barrett könnte bei Trumps Corona-Infektion eine Rolle gespielt haben.

Neben dem Event im Rosengarten des Weißen Hauses unter freiem Himmel sollen viele andere Teile der Veranstaltung nach Angaben der Zeitung in den Innenräumen stattgefunden haben. Jetzt werden, neben Donald Trumps Corona-Infektion, auch immer mehr andere Infektionsfälle unter den Teilnehmer*innen der Veranstaltung publik. Mindestens sieben Teilnehmende der Nominierungsfeier testeten mittlerweile positiv auf das Coronavirus.

Corona-Infektion: Donald Trump muss im Krankenhaus behandelt werden – „Das ist ernst“

+++ 11.05 Uhr: Wie es Donald Trump nach seiner Corona-Infektion wirklich geht, bleibt weiter unklar. Zwar war in einer offiziellen Stellungnahme davon die Rede, dass Trump nur „leichte Symptome“ aufweise, doch US-Medien berichteten auch von Fieber. „Das ist ernst“, sagte ein namentlich nicht genannter Präsidenten-Berater dem Sender CNN. Der Präsident ist demnach sehr müde und hat auch Schwierigkeiten beim Atmen.

Der Sender zitierte darüber hinaus einen hochrangigen Regierungsbeamten, wonach Trumps Zustand im Augenblick in Ordnung sei. Es gebe aber Sorge im Weißen Haus, dass sich die Situation rasch ändern könne. Mit seinen 74 Jahren und seinem Übergewicht zählt Donald Trump zu den Corona-Risikopatienten.

Kim Jong Un wünscht Donald Trump gute Besserung

+++ 09.30 Uhr: Donald Trump liegt im Krankenhaus. Der 74-Jährige wurde per Hubschrauber in das Militärkrankenhaus Walter Reed geflogen. Seine Sprecherin Kayleigh McEnany erklärte, der Präsident werde in den „kommenden Tagen“ vom Krankenhaus aus arbeiten. Der Transport in die Klinik sei eine reine Vorsichtsmaßnahme auf Anraten der Ärzte. .„Präsident Trump bleibt guter Dinge, hat leichte Symptome und den ganzen Tag über gearbeitet.“

Derweil erhält Donald Trump Genesungswünsche von allen Seiten. So zum Beispiel von seinem Amtsvorgänger Barack Obama. „Obwohl wir uns inmitten eines großen politischen Kampfes befinden, den wir sehr ernst nehmen, senden wir beste Wünsche an den Präsidenten und die First Lady“, sagte Obama bei einer Veranstaltung zum Sammeln von Wahlkampfspenden für Präsidentschaftskandidat Joe Biden. Er hoffe, dass das Ehepaar Trump und alle anderen vom Coronavirus Betroffenen die notwendige Betreuung erhielten.

Und auch der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un meldete sich zu Wort. Er wünsche Trump und der First Lady „von Herzen“ eine baldige, vollständige Genesung, heißt es in dem von der Staatsagentur KCNA verbreiteten Schreiben. Kim äußerte die Hoffnung, dass die beiden es „bald überstehen“. Kim schloss sein Schreiben mit „herzlichen Grüßen“. Trump und Kim haben zwei Gipfeltreffen in Singapur und Hanoi in den Jahren 2018 und 2019 abgehalten und sich ein drittes Mal an der koreanischen Demarkationslinie getroffen.

Donald Trump wird wegen seiner Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt.

Donald Trump wird wegen Corona-Infektion mit Remdesivir behandelt

Erstmeldung: Washington - Wie steht es um Donald Trump? Viele Details zu seinem Zustand gibt es nicht, doch jetzt ist er wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus* zunächst einmal ins Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Weißen Haues handelte es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme auf Empfehlung der Ärzte. „Es geht mir sehr gut“, sagte Trump in einer kurzen Videobotschaft, die er im Weißen Haus aufgenommen hatte und bei seiner Ankunft im Militärkrankenhaus Walter Reed in Bethesda nördlich von Washington auf seinem Twitter-Account veröffentlicht wurde.

Beim Verlassen des Weißen Hauses demonstrierte Donald Trump vor Kameras, dass er auf den Beinen ist. Er zeigte in Richtung anwesender Journalisten einen Daumen und winkte und ging dann wie gewohnt über den Rasen zum wenige Meter entfernt wartenden Helikopter. Trump trug Anzug und Krawatte und einen Mund-Nasen-Schutz und wurde von Mitarbeitern begleitet, die ebenfalls Masken trugen. First Lady Melania Trump blieb derweil im Weißen Haus. Der US-Präsident sagte in seiner Videobotschaft, seiner Ehefrau gehe es „sehr gut“.

Donald Trump kommt im Walter-Reed-Militärkrankenhaus an.

Donald Trump selbst wird mit dem Medikament Remdesivir behandelt, wie es in einem Schreiben seines Leibarztes Sean Conley heißt. Trump habe eine erste Dosis eingenommen und ruhe sich aus, er benötige keine Sauerstoffzufuhr. Fast gleichzeitig meldete sich Donald Trump mit einem Tweet aus dem Krankenhaus. „Es läuft gut, denke ich! Ich danke euch allen. Liebe!!!!“

Ärzte sehen Remdesivir, das ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt wurde, nicht als Allheilmittel bei einer Covid-19-Erkrankung, oft aber als hilfreich. Nach Angaben des Herstellers kann die Arznei das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf der Corona-Krankheit Covid-19 deutlich vermindern.

Donald Trump hat Corona: US-Präsident wird im Krankenhaus behandelt

Zudem wurde Trump eine Dosis eines Antikörper-Cocktails verabreicht - eine experimentelle Behandlungsmethode. Die Behandlung mit dem Antikörper-Cocktail wird derzeit in klinischen Studien untersucht, zugelassen ist das Mittel nicht. Außerdem nimmt Trump nach Angaben seines Leibarztes Zink, Vitamin D, das Magenmittel Famotidin, das Schlafhormon Melatonin und Aspirin ein. Zu First Lady Melania Trump hieß es, ihr gehe es weiterhin gut und sie habe lediglich einen leichten Husten und Kopfschmerzen.

Trumps Sohn, Donald Trump Junior*, sagte bei Fox News: „Er nimmt es natürlich ernst, aber er ist ein Kämpfer.“ Er zeigte sich erstaunt, dass sein Vater das Virus bekommen konnte. „Wenn er es bekommen kann, kann es wahrscheinlich jeder bekommen.“

Ehemalige Trump-Beraterin Kellyanne Conway hat ebenfalls Coronavirus

Noch weitere Personen im Umfeld von Donald Trump sind inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet worden, darunter auch sein Wahlkampfchef Bill Stepien. Stepien habe seine Diagnose am Freitagabend erhalten und habe leichte, grippeähnliche Symptome. Früher am Tag war bekannt geworden, dass sich auch die republikanische Parteivorsitzende Ronna McDaniel mit dem Virus angesteckt hatte.

Auch Donald Trumps frühere Beraterin Kellyanne Conway hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Sie habe milde Symptome - einen leichten Husten - und fühle sich gut, schrieb sie auf Twitter. Sie habe in Rücksprache mit Ärzten die Quarantäne begonnen.

Conway, die Ende August überraschend ihren Rückzug aus dem Weißen Haus angekündigt hatte, nahm am vergangenen Samstag an einer Veranstaltung im Weißen Haus teil. Bei dem Event im Rosengarten hatte Trump die konservative Juristin Amy Coney Barrett als Kandidatin für den freien Posten am Obersten Gericht der USA vorgestellt. Conway war auf Fotos ohne Masken und in engem Kontakt mit anderen Gästen, darunter an der Seite von Justizminister William Barr, zu sehen.

Veranstaltung mit Amy Coney Barrett als Spreader-Event?

Am Freitag hatten bereits die Ansteckungen der republikanischen Senatoren Mike Lee und Thom Tills die Aufmerksamkeit auf die Veranstaltung gelenkt. Lee und Tillis sind beide Mitglieder im Justizausschuss des Senats, der am 12. Oktober mit der Anhörung Barretts beginnen soll. Die Veranstaltung war zwar unter freiem Himmel im Garten des Weißen Hauses, es war aber gut zu sehen, dass viele Teilnehmer keine Masken trugen und keinen Abstand hielten. Auch der Präsident der katholischen Universität Notre Dame, der anwesend war, teilte am Freitag mit, dass sein Corona-Test positiv ausgefallen sei. (cs mit dpa) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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