Corona in den USA

Reporter führt Donald Trump vor - US-Präsident reagiert harsch: „Sie berichten es falsch“

Donald Trump wird im Interview mit steigenden Corona-Todeszahlen in den USA konfrontiert. Der US-Präsident erhebt gegen den Reporter schwere Vorwürfe.

  • Mit derzeit etwa 4,8 Millionen bestätigten Infizierten haben die USA weltweit die meisten Fälle des Coronavirus.
  • US-Präsident Donald Trump wird im Interview mit steigenden Todeszahlen in den USA konfrontiert.
  • Der Präsident ignoriert die Fakten des Journalisten und beharrt darauf, dass die USA die niedrigste Todesrate haben.

Update vom Freitag, 07.08.2020, 10.34 Uhr: Auch Tage nach dem Interview mit dem Reporter Jonathan Swan von der Nachrichtenseite Axios schlagen die verwirrten Aussagen von US-Präsident Donald Trump medial hohe Wellen. Schließlich beharrt Trump darauf, dass die USA eine niedrige Todesrate durch das Coronavirus hat. „Wir sind Letzter, obwohl wir mal Erster waren“, betonte er und attackierte Swan direkt: „Sie berichten es falsch, Jonathan.“ Was genau der Reporter von Axios falsch berichtet, bleibt allerdings Trumps Geheimnis.

Reporter führt Donald Trump vor – US-Präsident reagiert verwirrt 

Erstmeldung vom Dienstag, 04.08.2020: Washington - 150.000 Menschen starben in den USA bereits am Coronavirus. Für US-Präsident Donald Trump steht sein Land jedoch gut da, trotz aller Kritik. Ein Reporter verzweifelt daran, Trump die Fakten klarzumachen.

In einem TV-Interview vom 28. Juli, das am 03. August auf HBO ausgestrahlt wurde, konfrontierte ihn der australische Journalist Jonathan Swan mit den steigenden Todeszahlen. Als Antwort darauf kramte Donald Trump eine Grafik hervor und zeigte dem Reporter stolz die niedrige Todesrate der USA. „Die USA ist in verschiedenen Kategorien am niedrigsten. Wir liegen niedriger als die Welt, niedriger als Europa - schauen Sie!“

Donald Trump steht aufgrund der steigenden Todeszahl durch Corona in der Kritik.

Swan sah sich die Grafik an, widersprach Trump aber. „Oh, Sie meinen die Todesfälle in Proportion zu den Fallzahlen. Ich meine die Todesfälle in Proportion zur Bevölkerung. Da stehen die USA wirklich schlecht da. Viel schlechter als Südkorea, Deutschland, und andere.“ Trump guckte Swan perplex an. „Das können Sie nicht machen! Sie müssen...sie müssen...schauen Sie. Sie müssen das nach der Anzahl der Fälle betrachten.“

Coronavirus in den USA: Reporter führt Donald Trump vor

Swan bleibt bei seiner Betrachtungsweise. Er nimmt Südkorea mit 51 Millionen Menschen und lediglich 300 Toten als Beispiel. „Sie wissen das nicht!“, antwortet Donald Trump. „Sie glauben, dass Südkorea seine Statistiken fälscht?“, fragt Swan darauf. „Darauf werde ich nicht eingehen, weil wir mit dem Land eine sehr gute Beziehung haben. Aber das können Sie nicht wissen. Und sie haben auch Ausbrüche.“ Wieder zeigt Trump eine Grafik.

„Man betrachtet die Anzahl der Fälle...und sehen Sie. Wir sind Letzter. Das heißt wir sind Erster.“ Erneut erklärte Donald Trump, dass steigende Fallzahlen mit mehr Tests zusammenhängen.

„Wenn die Krankenhaus- und Todesraten sinken würden, dann wäre das großartig und Sie würden Lob dafür verdienen“, sagte Swan verzweifelt. „Das tun sie aber nicht, sie steigen. 60.000 Amerikaner sind deshalb im Krankenhaus.“ Donald Trump bezog sich hingegen auf sinkende Infektionszahlen in einigen Bundesstaaten.

Bereits zuvor legte sich US-Präsident Trump mit einem Reporter von CNN an.

Rubriklistenbild: © Patrick Semansky/AP/dpa

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