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Donald Trump
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Statt einer Schweigeminute, wie hier auf einer Kundgebung eine für die Opfer des Gebäudeeinsturzes in Surfside im August 2021, hat Donald Trump für den ehemaligen Außenminister Colin Powell nur Häme übrig. (Archivfoto)

„Viele Fehler gemacht“

Donald Trump verhöhnt toten Außenminister

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Die Reaktionen auf die Nachricht vom Tod Colin Powells fallen unterschiedlich aus: Joe Biden würdigt ihn, Donald Trump verhöhnt ihn.

Washington D.C. – Colin Powell, ehemaliger Außenminister der USA, ist tot. Das teilten seine Angehörigen am Montag mit – und verwiesen auf eine Covid-19-Erkrankung, welcher er erlag. „Wir wollen den Ärzten und Pflegern am Walter Reed National Medical Center für die Behandlung danken. Wir haben einen erstaunlichen und liebenden Ehemann, Vater, Großvater und einen großen Amerikaner verloren“, hieß es in einem Statement der Familie Powell.

US-Präsident Joe Biden würdigte Powell, der zwischen den Jahren 2001 und 2005 Außenminister unter Präsident George W. Bush war, als „zuverlässigen Vertrauten in guten und schweren Zeiten“. Das Weiße Haus sei „zutiefst betrübt über das Ableben unseres lieben Freundes und eines Patrioten von unübertroffener Ehre und Würde“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Im Vergleich zu Biden leistete sich dessen Vorgänger Donald Trump abermals eine Geschmacklosigkeit. Der ehemalige US-Präsident verhöhnte Powell.

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Donald Trump verhöhnt Colin Powell – Joe Biden würdigt ihn

In einer offiziellen Stellungnahme hieß es unter anderem: „Wundervoll zu sehen, wie Colin Powell, der große Fehler im Irak und bei den berühmten sogenannten Massenvernichtungswaffen gemacht hat, nach seinem Tod so freundlich von den Fake-News-Medien behandelt wird.“ Powell sei ein „klassischer RINO“ gewesen, so Trump. Die Abkürzung steht symbolisch für Mitglieder der Republikaner, die – laut Meinung einer Minderheit – lediglich den Namen der Partei statt die Werte vertreten. Powell sei jemand gewesen, der Mitglieder der eigenen Partei angegriffen habe: „Er hat viele Fehler gemacht, möge er in Frieden ruhen“, ließ Donald Trump verlauten. Unter anderem berichtet der TV-Sender CNN darüber.

Hintergrund von Trumps Anspielung auf den Irak-Krieg bezieht sich auf Powells Position zum Militäreinsatz: In einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat hatte der ehemalige US-Außenminister den Sturz des damaligen irakischen Machthabers Saddam Hussein damit begründet, dass dieser Massenvernichtungswaffen besäße. Powell räumte zwei Jahre später ein, dass diese Behauptung ein Fehler seinerseits gewesen sei. Trump hat ihm diesen offenbar noch nicht verziehen. (tu)

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