Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Neues Buch erschienen

Donald Trump wollte bei Demonstrationen „Schädel spalten“ lassen

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
    schließen

Im Angesicht der Proteste gegen Polizeigewalt in den USA ließ Donald Trump den eigenen Gewaltfantasien im Oval Office offenbar freien Lauf.

Washington D.C. – Ein neues Buch, ein neues skandalträchtiges Detail. Donald Trump soll während der Proteste gegen Polizeigewalt unter anderem in Portland und Seattle ein hartes Vorgehen der Sicherheitskräfte gefordert haben. Das berichtet Michael Bender in seinem neuen Buch „Frankly, we did win this election: The Inside Story of how Trump lost“ (Ehrlich gesagt haben wir diese Wahl gewonnen: Die Geschichte, wie Trump verloren hat), aus dem der US-Nachrichtensender CNN vorab berichtet.

Der Reporter des Wall Street Journal beschreibt darin eine Situation, die sich im Oval Office des Weißen Hauses in Washington D.C. zugetragen haben soll. Demnach rief Donald Trump damals seine zuständigen Mitarbeiter für die Nationalgarde und den Sicherheitsapparat zusammen und spielte ihnen Videos von Polizisten vor, die mit äußerster Härte gegen Demonstrierende vorgingen. „So muss man mit diesen Leuten umgehen“, sagte Trump und erläuterte: „Spaltet ihnen die Schädel!“

Donald Trump forderte hartes Vorgehen bei Protesten gegen Polizeigewalt

Die Reaktion fiel laut Michael Bender anders aus als von Trump offenbar erwartet. Sowohl die Militärs als auch Justizminister William Barr mussten Trump erklären, dass es gemeinhin nicht als gute Idee gilt und auch nicht der Verfassung der USA entspricht, Demonstrationen für Bürgerrecht mit exzessiver Gewalt zu begegnen. Auf die Einwände des Pentagons und des Justizministeriums soll Trump mit diesem Vorschlag reagiert haben: „Dann schießt ihnen halt in die Beine oder in die Füße.“

Hintergrund der landesweiten Proteste gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt war der Tod des Schwarzen George Floyd im Mai 2020. Ein Handyvideo sorgte damals weltweit für Entsetzen. Der weiße Polizist Derek Chauvin hatte dem festgenommenen Floyd auf offener Straße neuneinhalb Minuten lang das Knie in den Nacken gedrückt. Eine Geschworenen-Jury sprach Chauvin später schuldig, am heutigen Freitag (25.06.2021) wird nun das Strafmaß verkündet.

Donald Trump wollte die Proteste in Washington DC gegen Polizeigewalt mit äußerster Brutalität begegnen. (Archivbild)

Donald Trump reagiert auf seine Art auf Proteste

Eine der größten Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt fand in der US-Hauptstadt Washington D.C. statt. Donald Trump reagierte darauf mit einem Spaziergang zu einer nahe gelegenen Kirche. Dafür ließ der damalige US-Präsident den Weg vom Weißen Haus zur Kirche mit dem Einsatz von Gummigeschossen und Tränengas von Demonstrierenden freiräumen. Vor der Kirche angekommen ließ Donald Trump sich mit Bibel in der Hand ablichten. Die Idee für das Foto soll Donalds Tochter Ivanka Trump gehabt haben. Offizielle Stellen bestreiten bis heute jeglichen Zusammenhang zwischen dem Polizeieinsatz im Lafayette Square und dem Spaziergang Trumps zur Kirche.

Immer mehr Enthüllungsbücher über Donald Trump

Das im August erscheinende Buch von Michael Bender scheint aber ein anderes Bild von Donald Trump und seinem Umgang mit Demonstrierenden zu zeichnen. Es ist bei weitem nicht das einzige Enthüllungsbuch über die Machenschaften der Trumps im Weißen Haus, das in den kommenden Wochen erscheinen wird. Besonders die Bücher von Donalds Nichte Mary Trump und Investigativreporter Michael Wolff werden mit Spannung erwartet.

Und auch Donald Trump scheint den Druck der Bücher zu spüren. Der ehemalige Präsident soll 22 Interviews mit Autor:innen verschiedener Bücher geführt haben, um einen positiven Einfluss auf die besagten Bücher zu haben. Das scheint zumindest im Fall von Michael Bender nicht gelungen zu sein. (Daniel Dillmann)

Rubriklistenbild: © Shawn Thew / Pool via CNP /MediaPunch via www.imago-images.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare