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Donald Trump Trinkt
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Ab und zu trinkt Donald Trump Wasser. Meistens will er jedoch auf seine geliebte Diet Coke nicht verzichten - auch nicht nach einem, eigenen Aufruf zum Boykott. (Archivbild)

Ex-Präsident inkonsequent

Donald Trump ruft zum Boykott von Coca-Cola auf – und trinkt sie weiter

  • VonMirko Schmid
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Donald Trump ist bei seinem Coke-Boykott nicht ganz konsequent. Während seine Anhängerschaft auf Coca-Cola verzichten soll, trinkt er sie nämlich weiter.

Palm Beach - Donald Trump ist wieder einmal empört. Grund für seine neuerliche Wut ist der Protest großer amerikanischer Unternehmen wie Coca-Cola, Delta Airlines und der Baseball-Profiliga MLB. Die nämlich verurteilen die republikanische Landesregierung von Georgia, welche die Wahlgesetze des Staates kürzlich verschärft hatte. Mit der restriktiven Neufassung der Wahlgesetze reagieren die Republikaner auf Trumps stetig wiederholte Wahlbetrugsvorwürfe und schließt, darin sind sich US-Wahlrechtsexperten weitgehend einig, vor allem Minderheiten von künftigen Wahlen aus.

Denn diese Minderheiten sind es, die zahlreich zur Wahlurne gepilgert waren, um Joe Biden zu wählen - und Donald Trump so die erste Niederlage eines Republikaners in Georgia bei Präsidentschaftswahlen seit 1992 beschert hatten. Doch damit nicht genug: Mit dem Gewinn beider Senatssitze in Georgia konnten sich die Demokraten im Januar 2021 auch die Mehrheit im US-Senat sichern. Das Kalkül der Republikaner erscheint dabei so offensichtlich, dass sich relevante Unternehmen genötigt sahen, ihre Ablehnung deutlich auszudrücken. Und wie es für den ehemaligen Präsidenten üblich ist, reagiert dieser auf die Unmutsäußerungen von Coca-Cola und Co. mit wenig Verständnis.

Donald Trump will Firmen wie Coca-Cola mit einem Boykottaufruf bestrafen

In einer Pressemitteilung animiert er seine Anhängerschaft dazu, die renitenten Unternehmen abzustrafen. „Es ist endlich Zeit für Republikaner und Konservative, sich zu wehren. Wir haben mehr Leute als die radikal linken Demokraten - bei weitem! Boykottieren Sie den Baseball der Major League (MLB), Coca-Cola, Delta Airlines, JP Morgan Chase, ViacomCBS, Citigroup, Cisco, UPS, und Merck“, lautet Trumps Forderung. Und so überrascht es dann schon, dass Trump nur drei Tage im Anschluss an seinen Boykottaufruf selbst zur Diet Coke greift.

Unfreiwillig enttarnt wurde Trumps Messen mit zweierlei Maß - hier die Pflichten seiner Fans, dort seine eigenen Freiheiten - ausgerechnet durch seinen ehemaligen Redenschreiber und Chefberater Stephen Miller. Der als rechtsextrem geltende Stratege mit weißrussischen Wurzeln feierte nämlich auf Twitter ein „umwerfendes Meeting“ mit dem Mann, dem er den Hass in seine Reden geschrieben haben soll. Als Beweis seines hervorragenden Verhältnisses zu Donald Trump bebilderte er seinen Tweet mit einem Foto. Trump am Schreibtisch, Miller daneben stehend. Beide lächeln. So weit, so uninteressant. Und doch fanden Twitterer ein interessantes Detail auf diesem Bild.

Donald Trump trinkt Diet Coke von Coca-Cola - trotz eigenem Boykottaufruf

Denn auf Trumps Schreibtisch steht - nur schlecht hinter einem Telefon versteckt - eine dieser kleinen Flaschen Diet Coke, die Donald Trump so gerne trinkt. Und so häufig, dass er sich einen Knopf am Schreibtisch des Oval Office anbringen ließ, der Bediensteten signalisierte, dass der Chef ein neues Fläschchen der Brause wünscht. Trotz seines Boykottaufrufs, das macht das Bild deutlich, kann oder will Donald Trump selbst nicht auf die koffeinhaltige Erfrischung aus dem Hause Coca-Cola verzichten.

Das Foto sorgt für dementsprechend reichlich Spott in den Sozialen Medien. Don Moynihan etwa, Professor an der Georgetown-Universität in Washington D.C., twittert: „Wenn Sie den Vorwurf hören, dass jemand Trump-Anhängern nicht genügend Respekt entgegenbringt, denken Sie daran, dass niemand sie weniger schätzt als Trump selbst.“ Mit Bezug auf diese Trump-Fans antwortet ein Twitter-User: „Vielleicht sollte ich toleranter sein, aber es fällt mir schwer, jemanden zu respektieren, der in 4 Jahren 30.000 Mal belogen wurde und sich dessen überhaupt nicht bewusst ist. Und der wütend wird und sich die Finger in die Ohren steckt, wenn man versucht, ihn darauf hinzuweisen.“

Donald Trump wird nach Boykottaufruf gegen Coca-Cola zum Ziel von Spott und Häme

Und erst einmal im Fokus der Twitter-Gemeinde, finden User des Sozialen Netzwerkes weitere interessante Details. Javier Rosales wirft seinen Blick auf den linken Bildrand und fragt: „Hat… Hat Donald Trump da links eine Mini-Statue von sich?“ Auch das Bild des Mount Rushmore National Memorial, dem in Bergmassiv geschlagenen Andenken an die vier US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln, wird kommentiert. Die Twitter-Nutzerin KareBearScare schreibt: „Ein gerahmter Druck des Wahrzeichens, von dem er sich verzweifelt wünscht, dass er hinzugefügt wird, was niemals passieren wird. Einfach nur unverschämt erbärmlich.“ (Mirko Schmid)

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