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Black Lives Matter: Donald Trump wollte auf Protestierende schießen lassen

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Von: Christian Stör

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Zehntausende haben in den USA friedlich gegen Rassismus demonstriert - hier in Washington. Foto: Liu Jie/XinHua/dpa
Zehntausende demonstrierten im Jahr 2020 in den USA gegen Rassismus - auch in Washington, DC. (Archivbild) © Liu Jie/dpa

Der ehemalige US-Verteidigungsminister Mark Esper erhebt schwere Vorwürfe gegen Donald Trump.

Washington, D.C - Donald Trump hatte sich im Weißen Haus verkrochen. Eine Zeitlang war Ende Mai 2020 vom damaligen US-Präsidenten kaum etwas zu sehen oder hören. Grund waren die Proteste der Bewegung Black Lives Matter nach dem Tod des Schwarzen George Floyd, der bei einem brutalen Polizeieinsatz sein Leben verloren hatte.

Mit „rotem Kopf“ soll Trump damals im Oval Office gesessen und sich „lautstark“ über die Demonstration vor dem Weißen Haus beschwert haben. Dann soll er eine simple Lösung vorgeschlagen haben. „Könnt ihr nicht einfach auf sie schießen?“, soll er seinen Beamten gesagt haben. „Ihnen einfach in die Beine schießen oder so?“

Donald Trump stört sich an „Black Lives Matter“-Protesten

So zumindest stellt der frühere US-Verteidigungsminister Mark Esper die Situation in seinen am 10. Mai 2022 erscheinenden Memoiren „A Sacred Oath“ (Ein heiliger Eid) dar, aus dem das Nachrichtenportal Axios am Montag (02.05.2022) erste Auszüge veröffentlichte. Esper schreibt von einer „surrealen“ Situation, während er vor Trumps Schreibtisch im Oval Office gesessen habe. Er habe einen Weg finden müssen, Trump diese Idee auszureden.

Der Auszug deckt sich mit dem, was der Journalist Michael Bender in seinem Buch „Frankly, We Did Win This Election“ (Ehrlich gesagt haben wir diese Wahl gewonnen) geschrieben hat. „Trump sagte seinem Team, er wolle, dass das Militär die Demonstranten plattmache“, so Bender, der zudem darauf verweist, dass Trump den Mitgliedern seines Kabinetts wiederholt gesagt habe, sie sollten einfach auf die Kerle schießen. Als die Beamten ihm widersprachen, habe er sich ein wenig zurückgenommen: „Nun, schießt ihnen ins Bein – oder vielleicht in den Fuß“, soll Trump gesagt haben. „Aber seid hart zu ihnen!“

NameBlack Lives Matter
Gründung13. Juli 2013
GründerinnenAlicia Garza, Patrisse Cullors, Opal Tometi
EntstehungsortUSA

Donald Trump will auf Menschen schießen lassen

Floyds Tod in Minneapolis am 25. Mai 2020 hatte landesweite Proteste in den USA gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgelöst, bei denen es auch zu Ausschreitungen kam. Anfang Juni lösten Sicherheitskräfte eine friedliche Protestkundgebung vor dem Weißen Haus auf. Kugeln flogen dabei keine. Trump drohte allerdings weiter mit harten Maßnahmen. Am 29. Mai 2020 schickte er einen Tweet um die Welt: „Wenn die Plünderungen beginnen, beginnt das Schießen.“ (cs/afp)

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