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Barack Obama und Donald Trump anno 2017.
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Barack Obama und Donald Trump anno 2017.

Klare Worte

Barack Obama über Donald Trump in Enthüllungs-Buch: „Rassistisches, sexistisches Schwein“

  • Christian Stör
    vonChristian Stör
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Barack Obama wird im Buch „Battle for the Soul: Inside the Democrats’ Campaigns to Defeat Donald Trump“ mit Worten zitiert, die verdeutlichen, was er von Donald Trump hält.

Washington D.C. – Barack Obama und Donald Trump haben eines gemeinsam. Sie haben beide einmal als Präsident im Weißen Haus gesessen, Obama als Nummer 44, Trump als sein unmittelbarer Nachfolger.

Man sollte also denken, Kritik am jeweils anderen sei tabu. Denn in den USA ist es nun mal üblich, dass sich Präsidenten gegenseitig nicht ans Bein pinkeln. Und darauf hat Obama auch lange Zeit verzichtet. Egal, was auch immer Donald Trump in seinem Amt so alles treiben mochte – Obama hielt die Füße still.

Barack Obama über Donald Trump – „Verrückter“ und „Tollhäusler“

Doch ganz offenbar sparte Obama nur in der Öffentlichkeit mit kritischen Worten. Im privatem Rahmen fuhr er dafür die schwersten Geschütze auf. Dies zumindest behauptet der Journalist Edward-Isaac Dovere, der Obamas Aussagen minutiös protokolliert hat. Das Buch „Battle for the Soul: Inside the Democrats’ Campaigns to Defeat Donald Trump“ erscheint zwar erst in der kommenden Woche, die britische Tageszeitung The Guardian hat aber schon jetzt Auszüge daraus veröffentlicht. Und die haben es in der Tat in sich.

Barack Hussein Obama IIDonald John Trump
44. Präsident der USA45. Präsident der USA
Amtszeit: 20.01.2009 bis 20.01.2017Amtszeit: 20.01.2017 bis 20.01.2021
Geboren: 4. August 1961 in HonoluluGeboren: 14. Juni 1946 in New York
Ehepartnerin: Michelle Obama (verh. 1992)Ehepartnerin: Melania Trump (verh. 2005)
Kinder: Malia Ann Obama, Natasha ObamaKinder: Ivanka Trump, Donald Trump Jr., Barron Trump, Tiffany Trump, Eric Trump

Trump sei ein „rassistisches, sexistisches Schwein“, ein „Verrückter“ und „Tollhäusler“. Und dass Trump mitten in den Untersuchung über eine mögliche russische Wahlbeeinflussung ohne Zeugen mit Wladimir Putin telefoniert haben soll, kommentierte Obama mit einem recht scharf gesetzten Ausdruck: „Dieser korrupte Motherfucker“ (hier kann das Schimpfwort der Wahl eingesetzt werden: Wichser, Scheißkerl, Drecksau usw.). Komplimente hören sich irgendwie anders an.

Donald Trump kämpft als „Birther“ gegen Barack Obama

Es ist aber kaum überraschend, dass Obama nicht viel von Donald Trump hält. Immerhin beruht die Abneigung auf Gegenseitigkeit – nur dass Trump in den Jahren zuvor weit weniger zurückhaltend agiert hatte. So kann Trump mit Fug und Recht als der führende Kopf einer Verschwörungstheorie bezeichnet werden, nach der Barack Obama nicht in den USA geboren worden sei und deshalb niemals Präsident hätte werden dürfen.

Als „Birther“ der ersten Stunde hat sich Trump damals schnell im konservativen Lager in den Vordergrund gespielt. Selbst als Obama seine Geburtsurkunde vorlegte, gab Trump keine Ruhe. Auch Vizepräsidentin Kamala Harris sah sich im Wahlkampf 2020 mit der Ideologie des Birtherism konfrontiert. Dieses rassistische Gedankengut hat Trump im Grunde hoffähig gemacht.

Barack Obama lässt im Wahlkampf erstmals die Maske fallen

Der Wahlkampf war auch die Zeit, als Obama zum ersten Mal die Maske fallen ließ, was seine Gefühle Trump gegenüber betraf. Hier sparte Obama jedenfalls nicht mit Kritik an seinem Nachfolger, den er um keinen Preis weitere vier Jahre in der Machtzentrale der USA sitzen sehen wollte. Mit seinen verbalen Angriffen auf Trump konnte Obama eventuell auch ein wenig dazu beitragen, dass seit dem 20. Januar 2021 sein früherer Vize Joe Biden im Weißen Haus sitzt.

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Gespannt sein darf man allerdings auf die Reaktion von Donald Trump. Es ist kaum anzunehmen, dass er die angeblichen Aussagen Obamas einfach kommentarlos schlucken wird. (Christian Stör)

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