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Donald Trump sagt Auftritt ab – weil er unter Eid aussagen muss

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Von: Christian Stör

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Donald Trump bei einem Wahlauftritt in Anchorage.
Donald Trump liebt solche Auftritte wie hier in Anchorage. Die Kundgebung in Greensboro muss er dagegen erst mal verschieben. © Al Grillo/Imago

Der frühere US-Präsident Donald Trump plant eine große Kundgebung am 15. Juli. Doch die fällt ins Wasser. Grund ist eine Vorladung in New York.

New York – Donald Trump wollte am 15. Juli eigentlich in Greensboro auftreten. Doch daraus wird jetzt nichts. Der frühere US-Präsident musste die geplante Veranstaltung im US-Bundesstaat North Carolina kurzfristig absagen. Und warum? Weil er an diesem Tag woanders zur Stelle sein muss. Trump muss nämlich in New York unter Eid aussagen.

„Der ehemalige Präsident Trump und seine erwachsenen Kinder Ivanka Trump und Donald Trump Jr. sollen am 15. Juli im Rahmen einer Untersuchung der New Yorker Generalstaatsanwältin zu seinen Finanzen unter Eid aussagen“, berichtete nun das Nachrichtenportal Axios.

Donald Trump sagt Auftritt ab – weil er unter Eid aussagen muss

Das ist bitter für die Veranstalter in Greensboro, die große Dinge angekündigt hatten. Immerhin war Donald Trump als Hauptredner des Events der American Freedom Tour vorgesehen. Auch Donald Trump Jr. und dessen Lebensgefährtin Kimberly Guilfoyle sollten dort in Erscheinung treten. Doch nun muss alles verschoben werden – aufgrund „unvorhergesehener Umstände“, wie es die Organisatoren ausdrückten.

Donald Trump wird den 15. Juli also nicht damit verbringen, seine Fans im Kampf um das Weiße Haus aufzustacheln. Dafür muss er sich an diesem Tag mit den Untersuchungen einer New Yorker Staatsanwältin gegen ihn und seine Familie auseinandersetzen.

Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James ermittelt schon länger gegen die Familie Trump. James sagte im Januar 2022, ihre zivilrechtliche Untersuchung habe ergeben, dass die Trump-Organisation mehrere Vermögenswerte in betrügerischer Absicht überbewertet habe, „um wirtschaftliche Vorteile zu erzielen“.

Gegen Donald Trump laufen mehrer Ermittlungen

Gleichzeitig führt die Staatsanwaltschaft von Manhattan strafrechtliche Ermittlungen wegen möglicher Finanzkriminalität und Versicherungsbetrug des Trump-Konzerns. Im Juli 2021 wurde gegen die Trump-Organisation und deren langjährigen Finanzchef Allen Weisselberg Anklage erhoben. Die Angeklagten plädierten damals auf nicht schuldig. Der Prozess soll noch 2022 beginnen. 

Donald Trump beklagt schon seit seiner Abwahl eine Art „Hexenjagd“ gegen ihn, für die er gerne die von ihm so titulierte „links-radikale Antifa“ verantwortlich macht. Alle Ermittlungen seien politisch motiviert. Letitia James ist Mitglieder Demokraten. (cs)

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