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Interne Querelen

Wegen Donald Trump: Republikaner in Arizona sorgen sich um die Zukunft ihrer Partei

  • Ines Alberti
    vonInes Alberti
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Donald Trump rückt nicht vom Vorwurf des Wahlbetrugs ab. Das sorgt seit der US-Wahl für Streit unter den Republikanern. In Arizona fürchtet die Partei um die Zukunft.

  • Donald Trump geht weiter von Wahlbetrug bei der US-Wahl 2020 aus, in seiner Partei scheiden sich die Geister.
  • Republikaner im Bundesstaat Arizona befürchten, durch interne Streitigkeiten Stimmen zu verlieren.
  • Trump News: Alle Neuigkeiten zum Präsidenten der USA.

Phoenix – Nicht nur zwischen Republikanern und Demokraten kommt es in den USA zu Unstimmigkeiten wegen des Ergebnisses der US-Wahl. Während der noch amtierende Präsident Donald Trump und seine Unterstützung weiterhin darauf beharren, dass Joe Biden die Wahl nur durch Wahlbetrug gewinnen konnte, zerfleischt sich seine Partei mittlerweile in dieser Frage selbst. Besonders im Bundesstaat Arizona wächst bei den Republikanern die Angst, sie könnten durch die anhaltenden internen Querelen auf Dauer Stimmen verlieren. Die Partei könnte sich so auf lokaler und Bundesstaatenebene selbst lahmlegen.

Die Republikaner haben in den vergangenen beiden Wahlen beide Sitze im Senat verloren. 2022 steht die Wahl eines Gouverneurs oder einer Gouverneurin an und auch über einen Sitz im Senat wird abgestimmt. Ob die Partei dafür im kommenden Herbst starke Kandidat:innen hervorbringen kann, wird auch davon abhängen, wie sich die internen Machtkämpfe entwickeln. „Es ist sehr toxisch geworden“, sagte ein republikanischer Abgeordneter in Arizona, der anonym bleiben wollte, dem Sender CNN. „Trump ist so beliebt in der Partei und so ein Einfluss, dass jeder, der versucht, Trump und sein Andenken zu löschen, gänzlich scheitern und nichts erreichen wird“, so der Abgeordnete gegenüber CNN weiter.

US-Präsident Donald Trumps Überzeugung, dass bei der US-Wahl betrogen wurde, spaltet die Republikaner. (Archivbild)

Donald Trump kämpft weiter gegen Wahlergebnis: Republikaner in Arizona zerfleischen sich selbst

Bidens Sieg in Arizona war zwar knapp – er holte nur knapp über 10.000 Stimmen mehr als Donald Trump –, aber trotz zahlreicher Versuche vor Gericht gelang es den Republikanern bislang nicht, das Ergebnis der US-Wahl 2020 mit glaubhaften Beweisen anzufechten. Dennoch bleiben viele bei ihrer Meinung. „Manche Republikaner haben die Scheidung mit der Realität eingereicht, Fakten seien verdammt“, beschreibt es der Publizist Barrett Marson, der für das Political Action Committee von Arizonas Gouverneur Doug Ducey bei der US-Wahl 2020 gearbeitet hatte.

Gouverneur Ducey hatte im Wahlkampf hinter Donald Trump gestanden, aber nach der Wahl das Ergebnis in Arizona verteidigt. Die Chefin der Republikaner in dem Bundesstaat, Kelli Ward, teilte ihm daraufhin auf Twitter mit, er solle „sein verdammtes Maul halten“ (#STHU, also „Shut the hell up“). Der Presse soll Ducey gesagt haben, das beruhe auf Gegenseitigkeit und Ward solle ihren Vorschlag selbst beherzigen. Und das war nicht die einzige Twitter-Fehde bei den Arizona-Republikanern in letzter Zeit.

Wegen Donald Trump: Republikaner in Arizona fürchten Zukunft

Trump sei der entscheidende Faktor, sagte Meinungsforscher Mike Noble CNN. Er könne im Handumdrehen Gelder für jemanden aufbringen. „Wenn er involviert bleibt und einem Trump-Staat hilft, könnte das einen großen Schaden für die GOP (Grand Old Party. wie die Republikaner auch genannt werden) anrichten, Ressourcen ausschöpfen“, so Noble. Er merkt an, dass die Demokraten in Arizona im Vergleich zu den Republikanern sehr geeint seien. Streiten sich die Republikaner weiter, könnten die Demokraten sich in Ruhe darauf konzentrieren, ihren Vorsprung auch in Arizona zu zementieren, obwohl der Staat eigentlich traditionell republikanisch wählt. Doch sie könnten auch über eine Abspaltung und Neugründung einer konservativeren Partei nachdenken und in der bestehenden Republikanischen Partei die Mitte mobilisieren, wenn die beiden Extreme nicht mehr zueinander finden.

US-Präsident Donald Trumps Überzeugung, dass bei der US-Wahl betrogen wurde, spaltet die Republikaner.

Noch bevor in Arizona über Senatssitze abgestimmt wird, wird es in Georgia spannend: Dort kommt es am 5. Januar zur Stichwahl zwischen zwei republikanischen und zwei demokratischen Kandidat:innen für den Senat. Die Wahl ist enorm wichtig, weil sie über die Mehrheit im Senat entscheiden wird, die wiederum großen Einfluss auf die Bidens-Harris-Regierung haben wird. Alles Wichtige zur Stichwahl in Georgia hier. (Ines Alberti)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/afp

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