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Donald Trump: Dem wütenden Ex-Präsidenten geht die Luft aus

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Von: Tobias Utz

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Donald Trump
Donald Trump am Samstagabend bei seiner Rede in Arizona. © Mario Tana/AFP

Mehrere Monate vor den Midterms in den USA setzt der ehemalige US-Präsident Donald Trump auf Altbewährtes: Wut.

Florence, Arizona – Donald Trump hat abermals seine Mär des Wahlbetruges im Jahr 2020 wiederholt. Auf einer Kundgebung in Arizona wetterte der ehemalige US-Präsident in seiner Rede, dass es „Beweise“ dafür gebe. Joe Biden sei unrechtmäßiger Präsident der USA, so Trump.

Der 75-Jährige zog in seiner Rede zudem Vergleiche zum Stalinismus. Die Zeugenbefragungen im Untersuchungsausschuss zum Sturm auf das Kapitol seien ein Beispiel für derartige Schauprozesse. Die Biden-Regierung habe „in weniger als einem Jahr“ die USA „an den Rand des Ruins gebracht“, wetterte Trump am Samstagabend (15.01.2022). Das Land werde aktuell zerstört. Beispielhaft führte er die steigende Inflation, leere Regale in Supermärkten und steigende Spritpreise an.

Donald Trump wettert gegen Joe Biden

Das mediale Echo auf Trumps Rede in Arizona begrenzte sich – mittlerweile gewohnt – auf ein Minimum. Sowohl Zeitungen wie die New York Times als auch die Washington Post und auch Magazine wie Politico berichteten über Trumps abermaligem Wutanfall nur sehr spärlich.

„Die heutige radikale Demokratische Partei wird von einem gemeinen und bösartigen Geist des linken Faschismus angetrieben. Das ist nicht mehr nur Sozialismus.“

Donald Trump in seiner Rede am Samstag (15.01.2022) in Arizona

Im Vergleich dazu fiel die Erwähnung des Auftritt bei den TV-Sendern Fox News und dem ultrarechten Konkurrenten Newsmax deutlich ausführlicher aus.

Donald Trump wiederholt sich

Neben Trumps Wiederholungen zum Wahlbetrug, des Regierungsversagens und den anstehenden Krisen, ließ er erneut mit Äußerungen zur US-Wahl 2024 aufhorchen: „Wir holen uns die Präsidentschaft zurück“, rief er der Menge entgegen. Weiterhin ist unklar, ob der 75-Jährige wieder für das Amt des US-Präsidenten kandidiert. Die Zeichen dafür verdichten sich allerdings: Beispielsweise kämpft Trump um die Kontrolle der Wahlleitung als Vorbereitung auf die US-Wahl.

Donald Trump
Das Publikum am Samstagabend in Arizona. © Christopher Brown/Imago Images

Trumps Unterstützung schien bislang ungebrochen: Eine neue Umfrage bescheinigt ihm nun allerdings weniger Support als noch vor wenigen Monaten. Das Meinungsforschungsinstitut Quinnipiac hat erhoben, dass sich 69 Prozent der Republikaner eine erneute Kandidatur wünschen. Das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet, dass es im Oktober 2021 noch 78 Prozent gewesen seien. (tu)

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