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Donald Trump, hier zu Besuch bei den Vereinten Nationen, muss zunächst nicht auf die Anklagebank.
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Donald Trump, hier zu Besuch bei den Vereinten Nationen, muss zunächst nicht auf die Anklagebank.

Berichte aus den USA

Donald Trumps Konzern vor Gericht: Trump Organization und Finanzvorstand angeklagt

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Die erste Klage gegen die Trump Organization ist erhoben. Auch Donald Trumps Vertrauert Allen Weisselberg muss vor Gericht.

Update vom Donnerstag, 01. Juli 2021, 08.49 Uhr: Die Trump Organization muss sich ab sofort vor Gericht verantworten. Dem Konzern von Donald Trump wirft die Staatsanwaltschaft in Manhattan unter anderem Steuerhinterziehung vor. Die Verhandlung wird vor einer „Grand Jury“ durchgeführt werden.

Ebenfalls angeklagt ist Allen Weisselberg, Donald Trumps Vertrauter und langjähriger Finanzvorstand des Familienkonzerns. Weisselberg gilt als Schlüsselfigur im Prozess gegen die Trump Organization und muss nun selbst mit einer empfindlichen Strafe rechnen.

Welche Anklagepunkte genau erhoben werden, ist bislang noch nicht klar. Laut dem US-Nachrichtenportal Daily Beast gibt es neben dem Vorwurf der Steuerhinterziehung weitere Punkte, die aber erst im Lauf des Donnerstags bekannt gegeben werden.

Donald Trump: Anklage gegen Trump Organization

Erstmeldung: New York - Bereits am Donnerstag (1. Juli 2021) ist es soweit. An diesem Tag wird die Staatsanwaltschaft des New Yorker Stadtteils Manhattan Klage gegen die Trump Organization einreichen. Es wäre die erste Klage, die gegen die Firma von Donald Trump erfolgt, nachdem die Ermittlungen vor gut drei Jahren begonnen hatten.

Neben dem Konzern von Donald Trump selbst droht auch dem langjährigen Finanzvorstand der Trump Organization rechtlicher Ärger. Laut Informationen des amerikanischen Wall Street Journals wir die Staatsanwaltschaft in Manhattan auch gegen Allen Weisselberg Klage einreichen, den langjährigen Finanzvorstand des Mischkonzerns und dessen höchstrangiger Angestellter, der nicht auf den Namen Trump hört.

Donald Trump kann Klage gegen Konzern nicht abwenden

Ein Versuch der Anwälte von Donald Trump, die Klage auf den letzten Metern noch abzuwenden, ist somit gescheitert. Die Ermittler hatten den Anwälten der Firma ein Ultimatum von 24 Stunden gesetzt, in denen sie Stellung beziehen konnten. Doch an der Klage hat das wohl nichts geändert. Die Trump Organization und Allen Weisselberg müssen sich ab morgen mit dem Vorwurf auseinandersetzen, dass sie Steuern hinterzogen und Sachspenden an hochrangige Mitarbeiter verschleiert haben. Von den Zuwendungen soll vor allem Weisselberg selbst profitiert haben.

Die nun unmittelbar bevorstehende Klage wurde von den Ermittlern in Donald Trumps Heimatstadt New York über mehrere Jahre vorbereitet. Als Kronzeugen in dem Prozess dürfte unter anderem Michael Cohen auftreten, Trumps ehemaliger persönlicher Anwalt und „Fixer“ des abgewählten US-Präsidenten. Cohen hat sich bereits schuldig erklärt, Schweigegeldzahlungen für Donald Trump an Erotikfilmdarstellerin Stormy Daniels und Playboy-Model Karen Douglas abgewickelt zu haben.

Donald Trump: Auch Ivanka, Donald Jr. und Eric drohen Klagen

Laut Cohen ist Allen Weisselberg auch der Schlüssel zu einer möglichen Anklage gegen Donald Trump selbst. Zwar hatte die Staatsanwaltschaft New York bereits betont, dass sie nicht plane, Klage gegen den ehemaligen Präsidenten zu erheben. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Sollten sich die Aussichten Weisselberg im Laufe des Prozesses deutlich verschlechtern, könnte der 73 Jahre alte Geschäftsmann, der seit fast 50 Jahren für die Trump Organization arbeitet, sich eine Kooperation mit den Justizbehörden noch einmal überlegen. Spannend dabei auch die Rolle von Jennifer Weisselberg, die ebenfalls als Kronzeugin im Prozess gegen die Trump Organization auftreten wird. Es handelt sich dabei um die ehemalige Schwiegertochter des Allen Weisselbergs. Sie kündigte im Interview mit dem US-Sender MSNBC an, dass sie kompromittierendes Material zu ihrem ehemaligen Schwiegervater in der Hinterhand habe.

Immer noch nicht geklärt ist zudem die Rolle der anderen Familienmitglieder Donald Trumps. Seine drei ältesten Kinder, Donald Trump Jr., Ivanka Trump und Eric Trump, hatten oder haben leitende Funktionen bei der Trump Organization inne. Auch ihnen könnten in den nächsten Wochen persönliche Klagen drohen. (Daniel Dillmann)

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