Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Zentrale des Konzerns von Donald Trump in New York: Der Trump Tower.
+
Die Zentrale des Konzerns von Donald Trump in New York: Der Trump Tower.

Ermittlungen gegen ehemaligen Präsidenten

Donald Trump: Anklage steht unmittelbar bevor – Staatsanwaltschaft stellt Ultimatum

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
    schließen

In New York wird Anklage gegen die Trump Organization erhoben. Donald Trumps Anwälte haben nun 24 Stunden Zeit.

Update vom Montag, 28.06.2021, 11.15 Uhr: Laut einem Bericht der Washington Post von Sonntag (27.06.2021) bleiben Donald Trumps Anwälten nur noch wenige Stunden Zeit, um Strafanzeigen gegen das Familienunternehmen, die Trump Organization, abzuwenden. Dem Bericht zufolge hat die New Yorker Staatsanwaltschaft den Anwälten des 45. Präsidenten am Sonntag der USA genau 24 Stunden Zeit gegeben, um entlastendes Material vorzulegen, mit dem ein Strafverfahren noch abgewendet werden könnte.

Die Frist, die am Montagnachmittag (Ortszeit) abläuft, gilt als weiteres Signal dafür, dass Cyrus Vance Jr, Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, und die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James gemeinschaftlich gegen die Trump Organization vorgehen wollen, berichtet die Washington Post.

Am Freitag war bekannt geworden, dass Vance innerhalb von sieben Tagen Anklagen gegen die Trump Organization und ihren Finanzchef Allen Weisselberg erheben könnte.

Donald Trumps Rechtsanwälte sind informiert

Erstmeldung vom Samstag, 26.06.2021, 7.17 Uhr: New York – Bereits nächste Woche könnte es so weit sein. Seine Anwälte wissen wohl schon Bescheid. Bereits nächste Woche könnte die Staatsanwaltschaft im New Yorker Stadtteil Manhattan Anklage gegen die Trump Organization erheben. Dem Familienkonzern von Donald Trump wird Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit Nebenleistungen an Führungskräfte vorgeworfen.

Nun könnte alles sehr schnell gehen. Laut Informationen der New York Times und des US-Nachrichtensenders MSNBC könnte bereits Ende nächster Woche Anklage gegen den Mischkonzern von Donald Trump erhoben werden. Das Team um den Staatsanwalt Cyrus Vance Jr. arbeite mit Hochdruck an den Ermittlungen gegen den Konzern selbst sowie gegen mehrere Führungskräfte.

Donald Trump: Staatsanwaltschaft bereitet Klage gegen seinen Konzern vor

Sollte es tatsächlich bereits Ende nächster Woche zu einer Anklage kommen, wäre es die Erste, die aus Ermittlungen gegen Donald Trump und seine Firma resultiert. Besagte Ermittlungen gegen die Trump Organization hatten noch zur Amtszeit von Donald Trump, im August 2020, ihren Anfang genommen. Eine Anklage könnte dazu führen, dass der 45. Präsident der USA das Gebaren der Firma, die sein Vater gegründet und die er selbst über Jahrzehnte geleitet hat, vor Gericht verteidigen muss.

Neben Donald Trump stehen bei den Ermittlungen auch seine Kinder im Fokus, die an der Leitung der Trump Organization beteiligt waren. Das sind Donald Trump Jr., Eric Trump und Tochter Ivanka Trump. Sie alle waren zu irgendeinem Zeitpunkt in einer Führungsposition für den Konzern tätig. Außerdem prüft die Staatsanwaltschaft im Zuge der Ermittlungen die Rolle von Allen Weisselberg. Auch gegen den langjährigen Finanzvorstand der Trump Organization könnte noch Anklage erhoben werden.

Anwälte von Donald Trump versuchen Klage noch abzuwenden

Laut Angaben der New York Times trafen sich die Anwälte von Donald Trump bereits am vergangenen Donnerstag mit Vertretern der Staatsanwaltschaft in New York, um eine mögliche Anklage noch zu verhindern. Ronald P. Fischetti, einer der Verteidiger Trumps, nannte die Vorwürfe gegenüber der US-Zeitung „lächerlich und empörend“. Er habe es in seiner Zeit als Anwalt noch nie erlebt, dass „einer Firma wegen möglicher Nebenleistungen an ihre Angestellten mit einer Klage gedroht wird“.

Tatsächlich wäre es laut der Recherchen der New York Times ein Novum, sollte die Trump Organization wirklich wegen fehlender Steuerzahlungen im Zusammenhang mit Nebenleistungen an ihre Angestellten angeklagt werden. Der Verdacht liegt deshalb nahe, dass die Staatsanwaltschaft noch mehr gegen Donald Trumps Firma in der Hand hat.

Donald Trump: Droht auch ihm eine Anklage?

Ob auch Donald Trump eine Anklage droht, ist bislang unklar. Weil der selbsterklärte Multimilliardär aber kaum eine Situation auslässt, sich für den Erfolg des Familienunternehmens zu feiern, ist sein Name untrennbar mit dem Konzern verbunden. Eine Klage gegen die Trump Organization wäre somit zumindest der öffentlichen Wahrnehmung auch immer eine Klage gegen Donald Trump selbst. (dil)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare