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USA

Donald Trumps eigene Partei: Hälfte der Republikaner würde ihr folgen

Die Anhänger:innen von Donald Trump bleiben dem ehemaligen Präsidenten weiterhin treu. Laut einer Umfrage würde die Hälfte der Republikaner eine neue Partei unterstützen.

  • Die Republikanische Partei ist durch das Impeachment von Donald Trump gespalten.
  • Es gab Berichte, dass Donald Trump eine eigene Partei gründen will, um die Republikaner unter Druck zu setzen. Fast die Hälfte der Trump-Wähler:innen würden zu dieser neuen Partei wechseln.
  • Trump-News: Alle Infos und Hintergründe zum ehemaligen Präsidenten auf unserer Themenseite.

Washington – Wie viele Anhänger der Republikaner im innerparteilichen Streit weiterhin zu Donald Trump stehen, hat eine neue Umfrage ergeben. Beinahe die Hälfte der Befragten haben ihre Loyalität gegenüber dem ehemaligen US-Präsidenten gezeigt. Das berichtet die britische Zeitung „The Independent“. Das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen Trump und die Beschuldigung, er sei für den Sturm aufs Kapitol verantwortlich, scheint seine Anhänger:innen nicht verschreckt zu haben. Im Gegenteil richtet sich ihr Groll gegen die Republikaner, die für eine Verurteilung gestimmt haben.

„Wir haben das Gefühl, dass die Republikaner nicht genug für uns kämpfen, und wir sehen alle, dass Donald Trump für uns kämpft, so hart wie er kann, jeden einzelnen Tag“, sagt Brandon Keidl, ein 27-jähriger Republikaner aus Milwaukee nach Veröffentlichung der Umfrage am Sonntag (21.02.2021). In Auftrag gegeben wurde die Umfrage von der Suffolk University und der Tageszeitung „USA Today“. Das Ergebnis sei eine Bestätigung der großen Unterstützung, die Trump unter der Wählerschaft der Republikaner genieße, heißt es im „Independent“. Fast 46 Prozent der Befragten würden die Republikanische Partei verlassen und eine neue Partei unterstützen, die der ehemalige Präsident gründet.

Nach seiner Präsidentschaft kann Donald Trump noch immer auf seine treue Anhängerschaft zählen.

Umfrage in den USA: 85 Prozent würden 2024 Donald Trump wählen

Anfang Januar wurde über ein solches Bestreben von Donald Trump berichtet. Nach Informationen der „Washington Post“ habe Trump vorgehabt, eine Partei mit dem Namen Patriot Party oder MAGA Party zu gründen. Das sollte Druck auf die Republikaner ausüben, die im Amtsenthebungsverfahren für seine Verurteilung stimmen wollten. Maggie Haberman, eine Reporterin der New York Times, berichtete darüber, dass Trump dies ausgeredet worden sei: „Es gibt auch die Tatsache, dass die Androhung einer dritten Partei bei gleichzeitiger Androhung von Vorwahlen keinen Sinn ergibt, worauf ihn einige Leute behutsam hinwiesen.“ Auch ein Sprecher von Trump distanzierte sich von der Patriot Party und dessen Gründer. In den USA gab es bereits in den späten 1960er und frühen 1970er Jahre eine sozialistische Organisation, die Patriot Party hieß.

In der Umfrage, die zwischen dem 15. Februar und dem 19. Februar unter 1.000 Trump-Wählern durchgeführt wurde, sagten fast 80 Prozent der Befragten, dass sie mit geringerer Wahrscheinlichkeit für einen republikanischen Kandidaten stimmen würden, der die Amtsenthebung ihres ehemaligen Anführers unterstützt hätte. Etwa 85 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie im Jahr 2024 für Donald Trump stimmen würden, wenn er die republikanische Nominierung für das Präsidentenamt gewinnen würde. Mehr als die Hälfte der Befragten stimmten der Aussage zu, dass die republikanische Partei „loyaler“ zu Trump werden müssen, auch wenn die Partei dadurch mehr etablierte Republikaner verlieren könnte.

Streit in der Republikanischen Partei: Donald Trump gegen Mitch McConnell

Als Folge des Amtsenthebungsverfahrens von Donald Trump sei eine eklatante Kluft innerhalb der Republikanischen Partei entstanden, resümiert „The Independent“. Das sei unter anderem daran zu erkennen, dass der ehemalige Präsident einen Angriff auf Senat Minderheitsführer Mitch McConnell gestartet hat. Trump nannte McConnell einen „mürrischen, nicht-lächelnden, politischen Nichtsnutz“.

Obwohl Mitch McConnell im Prozess für den Freispruch von Donald Trump gestimmt hatte, sagte er, sein ehemaliger Chef sei „praktisch und moralisch verantwortlich“ für die Unruhen, bei denen fünf Menschen getötet worden waren. Viele Republikaner befürchten laut „The Independent“, dass der Streit zwischen den beiden Republikanern auch Auswirkungen auf die Pläne der Partei haben wird. In der Post-Trump-Ära 2022 hat sie vor, die Senatsmehrheit zurückzugewinnen. (Theresa Ricke)

Rubriklistenbild: © ANDREW CABALLERO-REYNOLDS

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