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Machtübergabe in den USA

Amtseinführung von Joe Biden: FBI warnt vor gewaltsamen Protesten bewaffneter Trump-Fans

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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In den gesamten USA protestieren viele Menschen gegen die Amtseinführung von Joe Biden. Die Polizeipräsenz wird weiter verschärft.

  • USA: Die Lage ist vor der Amtseinführung von Joe Biden am 20. Januar 2021 angespannt.
  • Das FBI warnt vor gewaltsamen Protesten von Anhänger:innen Donald Trumps. Proteste in Ohio, Texas, Michigan und Oregon. Demonstranten erscheinen schwer bewaffnet, blieben aber friedlich.
  • Trump-News: Alle Infos zum scheidenden US-Präsidenten auf unserer Themenseite.

Ohio - Die Atmosphäre in den USA kurz vor der Amtseinführung des gewählten US-Präsidenten Joe Biden und der Vizepräsidentin Kamala Harris am 20. Januar 2021 bleibt angespannt. Zwar ist das Kapitol in Washington D.C. festlich geschmückt, aber auch hermetisch abgeriegelt. Zu groß sind offenbar die Ängste vor erneuten Randalen, wie am 6. Januar, als es während der offiziellen Verlesung des Ergebnisses des Electoral Colleges und Verkündung des Wahlsiegers Joe Biden zu einem gewaltsamen Angriff auf das US-Kapitol durch radikale Trump-Anhänger:innen gekommen war.

Kurz nach den Ereignissen kam bereits die Frage auf, wo die Nationalgarde an diesem Tag war und, ob sich die Kapitol-Polizei hätte besser vorbereiten sollen. Denn schließlich war bekannt, dass die Anhänger:innen Donald Trumps an diesem Tag in Washington gegen das Wahlergebnis demonstrieren und einige davon gewaltbereit und bewaffnet sein würden. Die Ereignisse hatten Folgen: Die Demokraten werfen Donald Trump vor, er habe seine Anhänger auf Twitter aufgestachelt und haben deshalb ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Zudem ist Donald Trump seitdem dauerhaft auf Twitter gesperrt.

Donald Trump: FBI warnt vor gewaltsamen Protesten in US-Bundesstaaten vor Bidens Amtseinführung

Auch das FBI warnt nicht nur vor erneuten gewaltsamen Ausschreitungen in Washington, sondern auch im ganzen Land werden Demonstationen von Trump-Anhänger:innen erwartet. Laut der „New York Times“ sollen etwa 19 Bundesstaaten der USA ihre Sicherheitsmaßnahmen kurz vor der Amtseinführung Joe Bidens verschärft, die Polizeipräsenz vor den Regierungsgebäuden in den US-Bundesstaaten verstärkt und sogar teilweise Sitzungen verschoben haben.

In Michigan demonstrieren Anhänger:innen der Boogaloo Bois am 17.01.2021 gegen die Regierung.

Kurz vor dem Abgang Donald Trumps: Bewaffnete Protestbewegungen in verschiedenen Staaten

Trotzdem ist es am vergangenen Sonntag (17.01.2021) offenbar bereits zu Versammlungen rechtsradikaler, bewaffneter Milizen in Ohio, Texas, Oregon, Texas und Michigan gekommen, wie verschiedene US-Medien, darunter die „New York Times“, berichten. Auch einige Mitglieder der rechtsradikalen Proud Boys sollen bei den Protesten in den verschiedenen Staaten anwesend gewesen sein.

In den betroffenen Staaten verliefen die Proteste trotz schwer bewaffneter, mit Munition ausgestatteter und vermummter hauptsächlich männlicher Demonstranten weitgehend friedlich, wie verschiedene Videos im Netz zeigen und lokale Medien berichten. Die etwa 20 bis 50 bewaffneten Protestierenden in Ohio gehörten hauptsächlich zu der rechtsradikalen Miliz „Boogaloo Bois“. Die „Boogaloo Bois“ sind eine rechtsradikalen Gruppierung, die daran glaubt, ihr Recht auf Waffen verteidigen zu müssen und einen weiteren Bürgerkrieg anstrebt. Teile von ihnen sollen im Zusammenhang mit der geplanten Entführung der demokratischen Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, stehen. Auch die Boogaloo Bois gelten als Anhänger Donald Trumps.

Demonstrationen in den USA: Protestler sollen angeblich nicht für Donald Trump sein

Henry Locke, ein Mitglied der Boogaloo Bois in Ohio, sagte, man habe die Versammlung mit dem Motto „Unity and Peace“ vor dem Regierungsgebäude in Ohio lange geplant, um verschiedene Bewegungen zusammenzubringen. Teilweise wurde behauptet, nicht für Donald Trump zu demonstrieren und weder politisch für Joe Biden oder Donald Trump zu sein. Auch mit den Proud Boys habe man nichts zu tun, sagten Demonstranten der örtlichen Presse. Ein Protestler war als George Washington mit Totenkopf-Maske verkleidet und bewaffnet. Andere gaben sich als Anhänger der Black-Lives-Matter-Bewegung aus. Wieder andere sollen sich als Anhänger:innen Donald Trumps zu erkennen gegeben haben.

Donald Trump: Bewaffnete Protestler wollen angeblich nicht für Donald Trump demonstriert haben

Wie der „Enquire“ die lokale Nachrichtenseite „Cincinnati.com“ zitiert, sei es zu keiner Festnahme in Ohio gekommen. Auf die Frage, warum die Protestierenden so schwer bewaffnet sind, sollen sie geantwortet haben, dass sie zu jeder Veranstaltung mit Waffen gehen würden. „Wir tun das nicht nur zu unserem eigenen Schutz, sondern zum Schutz der Gemeinschaft, falls etwas Verrücktes passiert“, so Henry Locke, Mitglied der Boogaloo Bois.

Trump will nicht an der Amtseinführung Joe Bidens teilnehmen und plant schon zuvor mit seiner Ehefrau Melania Trump nach Florida zu reisen, wo er das Golf-Ressort Mar-a-Lago besitzt. Seine Kinder Donald Trump Jr., Eric Trump, Ivanka Trump und Tiffany Trump hatten vor und am 6. Januar auch mehrfach auf Twitter und vor Ort auf der Demonstration in Washington das Ergebnis der US-Wahlen und die Niederlage Donald Trumps weiter in Zweifel gezogen. (Delia Friess)

Rubriklistenbild: © SETH HERALD

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