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So ähnlich könnte der Offshore-Windpark in den USA aussehen. Doch Donald Trump wettert dagegen. (Symbolbild)
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So ähnlich könnte der Offshore-Windpark in den USA aussehen. Doch Donald Trump wettert dagegen. (Symbolbild)

Gegenwind

Der alte Mann und die Windmühlen - Donald Trump schimpft

  • vonDavid Suárez Caspar
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Im „Krieg gegen die Windmühlen“ verspottet Donald Trump die Biden-Administration für die Genehmigung eines großen Windmühlen-Projekts.

Washington DC - Das vom Präsident der USA genehmigte „Vineyard Wind“ Projekt vor der Küste Massachusetts soll künftig Strom für 400.000 Haushalte in der Region produzieren. Doch Donald Trump, der seit geraumer Zeit eine Abneigung gegenüber Windmühlen hegt, verspottete die Entscheidung der Biden-Administration.

 „Herzlichen Glückwunsch an Martha‘s Vineyard in Massachusetts für das Privileg, das sie beim Anblick massiver Windmühlen haben werden, die von der Biden-Administration genehmigt wurden und gebaut werden, natürlich in China, als Teil eines außerordentlich großen Windparks,“ sagte Trump in einer Erklärung. Das Projekt ist, anders als Trump behauptet, eine Kooperation des in Oregon ansässigen Avangrid Renewables und der aus Dänemark stammenden Copenhagen Infrastructure Partners.

Ohne Belege zu liefern, behauptet Trump, dass Windkraft „Vögel tötet, das Meer beeinträchtigt, die Landschaft ruiniert und Katastrophen für die Schifffahrt schafft.“ Die in einer Rede von 2019 von ihm aufgestellte Behauptung, Windmühlen würden krebs verursachen, ließ der Ex-Präsident diesmal aus. „Auf jeden Fall wird Martha‘s Vineyard, ein absolut wundervoller Ort, nie mehr derselbe sein. Viel Glück!“, schrieb er. Trumps Hass gegenüber Windmühlen hat eine lange Tradition. In einem Tweet vom 30. Juli 2012 vermischt sich Windmühlen-Hass mit Rassismus: „Die Chinesen laden illegal vogelmordende Windturbinen an unseren Küsten ab. Nur einer von vielen Missständen - wir sollten handeln.“

NameDonald John Trump
Letzte Funktion45. Präsident der USA
ParteiRepublikaner
Vermögen2,4 Mrd US-Dollar (Forbes)
Geboren14. Juni 1946 in Queens, New York City

Donald Trump: Wer Vögel liebe, sollte „niemals unter einer Windmühle spazieren gehen“

Donald Trumps stürmische Beziehung zu Windmühlen sorgte über die Jahre für die Verbreitung von allerlei Falschinformationen. Über die Windmühlen sagte er zum Beispiel: „Es gibt eine Menge Probleme. Sie müssen die Windmühlen in Deutschland und China herstellen.“ Eine Überraschung für die Tausenden, die in der US-Windindustrie arbeiten, viele davon in republikanischen Bundesstaaten.

Auch um das Wohl der Vögel scheint Donald Trump im Windmühlen-Kontext äußerst besorgt: „Wenn Sie Vögel lieben, würden Sie niemals unter einer Windmühle spazieren gehen wollen, denn es ist ein sehr trauriger, trauriger Anblick. Es ist wie ein Friedhof. Wir haben eine kleine Statue für die armen Vögel aufgestellt.“ Hierbei geht es Trump wohl eher darum, den Ruf von Windkraftanlagen zu schädigen, als für Tierrechte einzustehen. „Es ist schwer, die Motivation des Präsidenten zu verstehen. Die Windindustrie treibt die Wirtschaft im ländlichen Amerika an.“ sagte der Chef der American Wind Energy Association Tom Kiernan 2019, als sich Trump gegen Windmühlen äußerte.

Während seiner Präsidentschaftskampagne versprach Joe Biden, den Klimawandel durch den Ausbau sauberer Energiequellen zu bekämpfen, um die Beschäftigungsrate zu erhöhen. Allein das Vineyard Wind-Projekt soll 3.600 Arbeitsplätze schaffen. Es wird erwartet, dass das 2,8-Milliarden-Dollar teure Projekt immer noch auf einigen Widerstand von kommerziellen Fischereigruppen und Küstenlandbesitzern stößt. Einige Umweltaktivisten haben sich ebenfalls zu Wort gemeldet und behauptet, dass Windparks dem Meeresleben schaden können. (David Suárez Caspar)

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