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„Trump sollte zur Seite treten“: Immer mehr Verbündete gegen 2024-Kandidatur

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Von: Tim Vincent Dicke

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Dieser News-Ticker wird hiermit beendet. Alle weiteren Informationen und aktuellen Entwicklungen rund um Donald Trump finden Sie auf fr.de.

+++ 17.08 Uhr: William Bennett, ehemaliger US-Bildungsminister und langjähriger Trump-Unterstützer, möchte nicht, dass Donald Trump bei der US-Wahl 2024 zum dritten Mal für das Präsidentschaftsamt kandidiert. „Ich war ein sehr starker Befürworter von Trump und habe ihn in der Öffentlichkeit (...) verteidigt, aber ich hoffe, dass er dieses Mal nicht der Kandidat ist“, sagte der Republikaner am Mittwoch (16. November) in einem Interview mit dem Nachrichtensender Fox News.

Trumps Zeit im Weißen Haus sei für die USA hervorragend gewesen. „Unsere Grenzen waren sicher, wir waren in Sicherheit, die Wirtschaft brummte für alle, die Zinsen waren niedrig, und die Aufmerksamkeit galt den richtigen Dingen“, sagte Bennett über Trumps Zeit im Weißen Haus. Nun sei allerdings ein Generationenwechsel erforderlich: „Er hat ein großartiges Land geführt und hat ein großes Erbe. Er sollte dieses Erbe annehmen und zur Seite treten.“

Seine frühere Kampfeslust legt Donald Trump nicht an den Tag, als er seine Präsidentschaftskandidatur verkündet.
Seine frühere Kampfeslust legt Donald Trump nicht an den Tag, als er seine Präsidentschaftskandidatur verkündet. © Joe Raedle/afp

Trump 2024: Top-Republikaner winkt ab – „Brauchen weniger Lärm“

+++ 13.42 Uhr: Nach dem ehemaligen Vizepräsidenten Mike Pence wendet sich nun der nächste Donald Trump nahestehende Republikaner gegen seinen früheren Weggefährten. Mike Pompeo, unter der Trump-Regierung US-Außenminister, sprach sich auf Twitter gegen eine Kandidatur des 76-Jährigen aus.

„Wir brauchen mehr Ernsthaftigkeit, weniger Lärm und Führungspersönlichkeiten, die nach vorne blicken und nicht in den Rückspiegel schauen und die Opferrolle einfordern“, schrieb der Außenpolitiker auf dem Kurznachrichtendienst. Ein Wink mit dem Zaunpfahl Richtung Ron DeSantis? Viele sehen in dem Gouverneur von Florida einen Hoffnungsträger, der den „Trumpismus ohne Trump“ verkörpert. Auch die Midterm-Ergebnisse werden als Zeichen dafür gedeutet, dass republikanische Wählerinnen und Wähler genug von allzu schrillen Politikerinnen und Politikern haben.

Trump feilt am Comeback 2024: Pence findet dafür deutliche Worte

Erstmeldung vom Donnerstag, 17. November: Washington, D.C. – Die Zeiten, in denen Donald Trump bei den Republikanern unantastbar schien, sind vorbei. Grund sind die Ergebnisse seiner Kandidatinnen und Kandidaten bei den Midterm-Elections, die mehr schlecht als recht abgeschnitten haben. Nun kommen viele Konservative mit Trump-Kritik hervor, die sich früher gerne an der Seite des früheren US-Präsidenten gezeigt haben.

So auch der frühere Vizepräsident Mike Pence. In einem Interview des TV-Senders ABC machte Ex-Vize Pence deutlich, dass er wie Trump selbst eine Kandidatur für den Chefsessel im Weißen Haus erwäge. Er zeigte sich auch bereit, gegen seinen einstigen Weggefährten anzutreten. Letztlich müsse das amerikanische Volk darüber entscheiden, ob Trump noch einmal Präsident sein könne. Er denke aber, dass es in der Zukunft bessere Alternativen geben werde.

Gleichzeitig nutzte Pence die Chance, sich erneut von seinem früheren Chef zu distanzieren. Das ABC-Interview zeigte, wie Trumps Verhalten während des Angriffs seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington am 6. Januar 2021 zum Bruch des Vize mit dem Präsidenten führte. Trumps damalige Äußerungen und Verhalten seien gefährlich gewesen, sagte Pence. „Es war klar, dass er beschlossen hat, Teil des Problems zu sein.“

Trump tritt 2024 wieder an: Pence distanziert sich

Auf die Frage, ob sein ehemaliger Chef noch einmal Präsident werden sollte, sagte Pence: „Das ist Sache des amerikanischen Volkes. Aber ich denke, dass wir in Zukunft eine bessere Wahl haben werden. Die Menschen in diesem Land kommen eigentlich ganz gut miteinander aus, wenn man sich aus der Politik heraushält. Und ich gehe davon aus, dass sie wollen, dass ihre nationalen Führer dasselbe Mitgefühl und dieselbe Großzügigkeit des Geistes widerspiegeln.“

Pence fügte hinzu, dass er nicht wisse, was Trump genau am Tag der Erstürmung des Kapitols getan habe – er könne es sich nicht erklären, warum der damalige Staatschef nicht das Heft des Handelns in die Hand nahm, um den wütenden Mob im Kongressgebäude der USA zu stoppen. (tvd mit Agenturen)

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