Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Trump 2024: Tritt der ehemalige Präsident wieder an?
+
Trump 2024: Tritt der ehemalige Präsident bei der nächsten Präsidentschaftswahl wieder an?

US-Präsident 2024

„Er wird es machen“: Insider erwartet Donald Trumps Kandidatur bei der US-Wahl 2024

  • VonMirko Schmid
    schließen

Um eine erneute Kandidatur zum US-Präsidenten macht Donald Trump bislang ein großes Geheimnis. Doch die Anzeichen dafür häufen sich weiter an.

Palm Beach – Sean Spicer ist sich sicher: Donald Trump wird im Jahr 2024 wieder für die Republikaner als Präsidentschaftskandidat ins Rennen gehen. Die Leitfigur der Parteibasis denke gar nicht daran, das Ticket jemand anderem zu überlassen. Und Spicer ist nicht irgendwer. Von Januar bis Juli 2017 diente er unter dem ehemaligen Reality-TV-Darsteller als Pressesprecher im Weißen Haus, war für ein halbes Jahr ganz nah dran am Präsidenten.

Gegenüber dem Washington Examiner gab sich Spicer überzeugt: „Er wird antreten. Vor ein paar Wochen war ich mir noch nicht sicher, aber er wird es machen.“ Damit Donald Trump das Feld der Kandidatur am Ende doch noch unbestellt lässt, müsste Spicer zufolge etwas Gewichtiges dazwischenkommen: „Das müsste etwas sein, dass ihn davon abhält“, so der ehemalige Leiter des präsidialen PR-Teams.

Woher genau Spicer seine Gewissheit nimmt, dass Trump anzutreten gedenkt, verriet er nicht. Auch nicht, ob seine Prognose auf Insiderinformationen aus dem direkten Umfeld des Republikaners, auf einem eigenen Gespräch mit seinem ehemaligen Chef oder einfach auf seinem Bauchgefühl fußt.

US-Wahl 2021: Donald Trump wäre die Präsidentschaftskandidatur wohl nicht zu nehmen

Sicher hingegen ist, dass Spicer mit seiner Einschätzung nicht alleine dasteht. Über die Parteigrenzen hinweg wird mit einer Trump-Kandidatur gerechnet, die Demokraten sollen sich intern laut Informationen des TV-Nachrichtensenders CNN bereits auf einen schmutzigen Wahlkampf der Republikaner einstellen und erste Vorbereitungen für den Fall treffen, dass tatsächlich Donald Trump selbst einen solchen als Präsidentschaftskandidat anführen wird.

Was einer solchen Kandidatur noch im Wege stehen könnte, liegt auf der Hand. Zwar laufen sich republikanische Kandidaten wie Trumps Vizepräsident Mike Pence und der ehemalige Außenminister Mike Pompeo warm und loten ihre Chancen aus, selbst zu kandidieren. Es gilt jedoch als ausgemacht, dass weder sie noch irgendein anderes Mitglied der republikanisches Partei auch nur die geringste Chance in den Vorwahlen der Partei haben würden, sollte Trump selbst zugreifen.

NameSean Michael Spicer
BerufPR-Experte, TV-Darsteller
Alter49 Jahre (23. September 1971 )
GeburtsortManhasset, New York, USA
ParteiRepublikaner

Konkurrenz aus den eigenen Reihen muss Trump also eher nicht fürchten. Was ihm jedoch Sorge bereitet, sind die vielen Ermittlungen, die aktuell gegen ihn laufen. In New York gräbt Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance Jr. seit Monaten nach Beweisen, um Trump und seinem Finanzimperium Unregelmäßigkeiten nachzuweisen. Auch wenn Rechtsbeistände des ehemaligen Präsidenten behaupten, dass Vance aktuell keine Klage erheben möchte, sollen die Ermittlungen weit vorangeschritten und eine Grand Jury bereits einberufen sein.

Gefahr für Kandidatur 2024: Gegen Donald Trump laufen Ermittlungen

In Washington D.C. haben verschiedene Abgeordnete infolge des Sturms auf das US-Kapitol Klage eingereicht und berufen sich auf den Ku-Klux-Klan-Act von 1871. Sollte Trump eine Verschwörung mit dem Ziel die Arbeit frei gewählter Abgeordneter zu verhindern nachgewiesen werden, droht ihm gar eine lange Haftstrafe. Auch in Georgia wird gegen Trump ermittelt, dort geht es um einen illegalen Eingriff in den Ablauf der US-Wahlen 2020. Mit einem Anruf beim für die Wahl zuständigen Secretary of State Brad Raffensperger soll Trump versucht haben, Einfluss auf das Wahlergebnis zu nehmen.

Und dann sind da noch die vielen Vorwürfe von Frauen, die Donald Trump wahlweise sexuelle Belästigung und sexuellen Missbrauch zur Last legen. Die Zahl derartiger Anschuldigungen schwankt: Von bis zu 66 Frauen, die von Donald Trump sexuell in unterschiedlichem Ausmaß belästigt worden seien, ist die Rede. Bisher kam es in keinem dieser Fälle zu einer Anklage, dennoch schweben auch diese Vorwürfe wie ein Damoklesschwert über einer etwaigen Trump-Kandidatur 2024. Seine Fanbasis verzeiht ihm sexuelle und frauenfeindliche Verfehlungen – wie etwa den inzwischen prominenten Satz „Grab her by the Pussy“ – allerdings bisher allesamt.

US-Wahl: Im Falle einer Verurteilung könnte Donald Trump 2024 nicht kandidieren

Sollte Trump jedoch rechtskräftig verurteilt werden, greift in den USA eine Regel, wonach ein verurteilter Krimineller auf Bundesebene keine hohen politischen Ämter übernehmen darf. Im Fall eines solchen Schuldspruchs, egal ob aufgrund von Finanzdelikten, Amtsmissbrauch, Eingriffen in eine laufende Wahl oder sexuellen Angriffen, wäre die 2024-Kampagne für Trump also beendet, bevor sie begonnen hätte.

Naheliegend ist, dass Sean Spicer genau das meinte, als er sagte, dass da „etwas“ sein müsste, das Donald Trump noch von einer erneuten Kandidatur abzubringen in der Lage wäre. (Mirko Schmid)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare