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Donald Rumsfeld. (Archivbild 2011)
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Donald Rumsfeld. (Archivbild 2011)

USA

Ex-US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren.
 

USA - Der frühere US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot. Der republikanische Politiker sei im Kreis seiner Familie in Taos im US-Bundesstaat New Mexico gestorben, teilte die Familie am Mittwoch (Ortszeit) in einer Stellungnahme mit. Rumsfeld wurde 88 Jahre alt.

Der Republikaner war von 2001 bis 2006 Pentagon-Chef unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush und Chefplaner des Militäreinsatzes im Irak. Unter Ex-Präsident Gerald Ford war Rumsfeld von 1975 bis 1977 der jüngste Verteidigungsminister der US-Geschichte - im Kabinett Bush seinerzeit der älteste.

Donald Rumsfeld: Nicht unumstritten

Rumsfeld hatte viele Kritiker. Der ehemalige US-Senator John McCain sagte 2007 über seinen Parteikollegen, dieser werde „als einer der schlechtesten Verteidigungsminister überhaupt in die Geschichte eingehen“. In Verbindung mit dem Krieg war Rumsfeld nach einer schweren Schlappe der Republikaner bei Kongresswahlen zurückgetreten.

Der US-Senat warf Rumsfeld 2008 eine Mitverantwortung für Menschenrechtsverletzungen in US-Haftlagern vor. Insbesondere der Skandal um das Gefängnis in Abu Ghoreib bei Baghdad brachte Rumsfeld in Bedrängnis. Rumsfeld haftete zudem der Vorwurf an, 2002 mit der Genehmigung „aggressiver Verhörtechniken“ bei mutmaßlichen Terroristen im Gefangenenlager der USA in Guantánamo auf Kuba zu späteren Misshandlungen beigetragen zu haben. Nach seiner politischen Karriere wechselte Rumsfeld in die Privatwirtschaft.

Rumsfeld sagte über sich, er sei „maßvol“. Doch Mitarbeiter und auch Offiziere soll er wegen seines selbstherrlichen und oft rüden Umgangstons vor den Kopf gestoßen haben. Der ehemalige US-Präsident George H. W. Bush hat Rumsfeld als einen „arroganten Kerl“ bezeichnet, der Ansichten anderer übergehe und seinem Sohn als Präsidenten „schlecht gedient“ habe. In einer Dokumentation des US-Regisseurs Errol Morris kommt Rumsfeld selbstherrlich und arrogant rüber. In den Gesprächen mit dem Regisseur wollte Rumsfeld nicht nur nichts hinterfragen, er lächelte auch jeden Zweifel, jede Nachfrage mit einem breiten Grinsen weg.

In seiner langen Karriere hat Rumsfeld viele Gespräche und Gedanken schriftlich festgehalten. Der Titel der Dokumentation „The Unknown Known (2013) ist angelehnt an einen seiner berühmtesten Aussprüche in einer Pressekonferenz, wo es um Beweise für Massenvernichtungswaffen ging. Errol beschrieb Rumsfeld als Mensch, der sich selbst getäuscht habe. Mit einer Obsession mit Wörtern und Definitionen habe Rumsfeld andere Menschen und auch sich selbst manipuliert, sagte er. „Meine Interpretation ist: Rumsfeld hat sich in einem Meer aus Worten verloren.“  (skr/dpa)

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