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Archivbild von Osama bin Laden.

Osama Bin Laden

Dollar-Boykott gegen Klimawandel

El-Kaida-Chef Osama bin Laden lastet den Klimawandel den Industriestaaten an. Er fordert den Boykott der US-Währung Dollar, um "die Menschheit von der Sklaverei durch die Amerikaner" zu befreien.

Dubai/Moskau/Washington. El-Kaida-Chef Osama bin Laden hat die Industriestaaten für den Klimawandel verantwortlich gemacht und zu einem Boykott des Dollar aufgerufen. "Alle industrialisierten Länder, vor allem die großen Staaten, sind verantwortlich für die Erderwärmung", sagte Bin Laden in einer am Freitag vom arabischen Fernsehsender El Dschasira verbreiteten Audiobotschaft.

Ein Boykott des Dollar werde "enorme Auswirkungen" haben, sei aber "das einzige Mittel, um die Menschheit von der Sklaverei durch die Amerikaner und ihre Unternehmen zu befreien", hieß es weiter.

Klimawandel sei kein Intellektuellenthema, fügte Bin Laden hinzu, der sich nur selten zu Umweltthemen äußert. Die Echtheit der Botschaft konnte zunächst nicht bestätigt werden. Erst am Sonntag hatte Bin Laden in einer ihm zugeschriebenen Audiobotschaft den USA mit neuen Anschlägen gedroht. Der El-Kaida-Führer bekannte sich darin auch zu dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug am ersten Weihnachtstag.

Kreml ernennt Sonderbeauftragten für Klimafragen

Kremlchef Dmitri Medwedew hat den bisherigen Chef der Weltwetterorganisation WMO, Alexander Bedrizki (62), zu seinem Sonderbeauftragten für Klimafragen ernannt. Das meldete die Agentur Interfax am Donnerstag. Medwedew hatte im Dezember angekündigt, dass Russland bis 2020 seinen Ausstoß an Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 um 25 Prozent verringern wolle. Bedrizki war früher auch Chef des staatlichen Wetterdienstes.

Obama verpflichtet USA auf 28 Prozent CO2-Reduktion

US-Präsident Barack Obama hat Regierung und Behörden der USA angewiesen, beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voranzugehen. Alle Einrichtungen der US-Bundesregierung müssten ihren Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 um 28 Prozent senken, kündigte Obama am Freitag in Washington an.

Als größter Energiekonsument habe der Staat die "Verpflichtung, den Energieverbrauch zu senken und effizienter zu werden", erklärte er.Nach Angaben des Weißen Hauses gab die US-Bundesregierung alleine 2008 etwa 24,5 Milliarden Dollar (17,6 Milliarden Euro) für Treibstoff und Strom aus. Die von Obama angeordnete Maßnahme habe in etwa denselben Effekt, als würden 17 Millionen Autos für ein Jahr von der Straße genommen oder 205 Millionen Barrel Öl nicht verbraucht.

"Unser Ziel ist es, Kosten zu sparen, die Verschmutzung zu reduzieren und die Staatsausgaben für Energie weg vom Öl hin zu örtlich produzierter sauberer Energie zu verlagern", erklärte Obama. Politisch strebt Obama eine ähnliche Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes für die gesamten USA an; für eine solch weitreichende Maßnahme wäre allerdings die Zustimmung des US-Kongresses erforderlich, wo dafür derzeit keine Mehrheit in Sicht ist. (afp/dpa)

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