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Der in der Türkei geborene deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli.

„Red Notice“

Dogan Akhanli sitzt weiter fest

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Der Suchauftrag gegen den Kölner Autor Dogan Akhanli bei Interpol wurde entfernt. Trotzdem kann Akhanli Spanien vorerst wohl nicht verlassen.

Der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli wird noch nicht so bald nach Deutschland zurückkehren können. Dass Interpol die sogenannte „red notice“, mit der um seine Festnahme gebeten wurde, gelöscht habe, sei ein normaler Vorgang, erklärte Akhanlis spanischer Anwalt Gonzalo Boye am Freitag dieser Zeitung.

Die Löschung bedeute nichts weiter, als dass nach Akhanli nicht weiter gesucht werde, da er ja bereits in Madrid festsitze. „Man kann das mit einem Banküberfall vergleichen, bei dem die Alarmanlagen losgehen. Wenn die Polizei kommt, schaltet sie den Alarm aus. Das heißt nicht, dass der Fall gelöst wäre.“

Akhanli: im Urlaub festgenommen

Akhanli war am vergangenen Samstagmorgen während seines Urlaubs in einem Hotel in Granada wegen eines türkischen Festnahmeersuchens festgenommen worden und nach Madrid zum Nationalen Gerichtshof gebracht worden.

Das Gericht beschloss am Sonntag seine Freilassung unter Auflagen. Er darf Spanien vorläufig nicht verlassen. Akhanli hat über Bekannte mitterweile eine Wohnung in Madrid gefunden, berichtet sein Anwalt. Boye will in den kommenden Tagen und Wochen versuchen, für seinen Mandanten die Erlaubnis zu erwirken, Spanien zu verlassen, auch wenn das Auslieferungsverfahren gegen ihn noch weiter läuft.

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