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"Alle in einen Sack stecken und draufhauen, man trifft immer einen Richtigen", sagt ein Teilnehmer der Sitzung des AfD-BVundesvorstandes über die Nachwuchskader.

Junge Alternative

AfD diskutiert über Jugendverband

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Der Bundesvorstand der AfD diskutiert über die Zukunft der "Jungen Alternative". Deren Kontakte zur Neuen Rechten sind für die Mutterpartei gefährlich - und zugleich wichtig für ihren radikalen Flügel.

Die AfD will ihrer Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA) den Status als Jugendorganisation der Partei aberkennen. Der Konvent, das höchste Gremium der Partei zwischen den Parteitagen, soll beraten, ob sich die Partei von der JA trennt. Endgültig entscheiden kann aber erst ein Bundesparteitag im kommenden September.

Der AfD-Jugendverband mit seinen derzeit 1800 Mitgliedern ist tief gespalten. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass die weniger radikalen Kräfte im Bundesvorstand planen, mehrere Landesverbände aus der JA abzugliedern und von der Partei als neue Jugendorganisation anerkennen zu lassen. Damit würden die radikalen Landesverbände ihre Anbindung zur Mutterpartei AfD verlieren. „Die rechtsradikalen Umtriebe in der JA haben ein Maß erreicht, das der AfD schadet“, sagte JA-Vizechef Nicolai Boudaghi aus Nordrhein-Westfalen auf Anfrage. „Und wenn die JA der AfD schadet, dann muss sie weg.“

Der AfD-Bundesvorstand diskutierte am Montagmorgen fast 90 Minuten lang heftig über die Zukunft der JA. In fast allen Landesverbänden des AfD-Nachwuchses gibt es Kontakte zur rechtsextremen „Identitären Bewegung“ (IB), in drei Bundesländern beobachtet der Verfassungsschutz die JA bereits.

Der Bundesvorstand will auf einer Sondersitzung noch einmal über die Situation beraten. Dazu wurde von der parteiinternen „Arbeitsgruppe Verfassungsschutz“ ein Lagebild angefordert. Die rechtsradikalen Tendenzen in der JA erhöhen die Gefahr, dass die Gesamtpartei vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Vielen im Bundesvorstand reißt inzwischen die Geduld. Ein Teilnehmer der Sitzung sagte über die Nachwuchskader: „Alle in einen Sack stecken und draufhauen, man trifft immer einen Richtigen“.

Doch die JA und ihre Kontakte ins außerparlamentarische Milieu der Neuen Rechten sind für die radikalen Strömungen der Mutterpartei von großer Bedeutung. Es wird daher schwierig werden, sich schnell von den Nachwuchs-Rechten zu trennen, zumal der Bundesparteitag wahrscheinlich mit Zweidrittelmehrheit eine Abgliederung beschließen müsste. Andreas Kalbitz, Chef des radikalen „Flügels“ und Landesvorsitzender in Brandenburg, erklärte am Montag: „Ich vertraue auf unsere JA und danke unseren jungen Mitstreitern für Ihren Einsatz!“ Der Landesvorstand Brandenburg stellte sich unter seiner Führung geschlossen hinter die JA.

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