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Spitzenkandidaten der Partei Die Linke
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Die Spitzenkandidat:innen der Linken bei der Bundestagswahl: Janine Wissler und Dietmar Bartsch.

Wahl 2021

Bundestagswahl 2021: Das ist das Wahlprogramm der Linken

  • Joshua Schößler
    VonJoshua Schößler
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Am 26. September findet die Bundestagswahl statt. Auch die Linken treten wieder an. Ihr Wahlprogramm im Überblick.

Berlin – Wenn am 26. September die Bundestagswahl 2021 stattfindet, kann man auch Die Linke mit ihren Spitzenkandidat:innen Dietmar Bartsch und Janine Wissler wählen. Deren Wahlprogramm lässt sich auf eine einfache Formel bringen: Die Überwindung der Kluft zwischen Arm und Reich durch den Ausbau der Sozialpolitik, die durch Besteuerung von sehr reichen Personen und Unternehmen finanziert werden soll.

Bundestagswahl 2021: Die Linke fordert einen höheren Mindestlohn von 13 Euro

Das Wahlprogramm der Linken zielt vor allem darauf ab, die Schere zwischen armen und reichen Bürger:innen zu schließen. Dementsprechend fordert sie beim Thema Arbeit, den Mindestlohn auf 13 Euro zu erhöhen, Leiharbeit zu verbieten und sachgrundlose Befristung abzuschaffen. Für die Gehälter von Managern und Vorständen sollen hingegen verbindliche Obergrenzen eingeführt werden. Die Normalarbeitszeit soll auf 30 Stunden pro Woche begrenzt werden, die Höchstarbeitszeit auf 40 Stunden.

Bei dem Thema Familien und Bildung verspricht die Linke eine gebührenfreie Kinderbetreuung und ein Mindestelterngeld mit einer Laufzeit von zwölf Monaten pro Elternteil. Kitas und Schulen sollen mit mehr Personal ausgestattet und die Digitalisierung auf dem Bildungssektor vorangetrieben werden.

Die Linke bei der Bundestagswahl 2021: Grundsicherung von 1.200 Euro

Ein wesentliches Ziel der Linken ist die Abschaffung von Hartz IV. Stattdessen wollen sie eine Grundsicherung einführen: Jede:r Bürger:in soll, unabhängig von der Lebenssituation, 1.200€ als sanktionsfreies Mindesteinkommen erhalten. Ebenso die Rente: Das gesetzliche Rentenniveau will die Linke auf insgesamt 53 Prozent anheben. Arbeitnehmer:innen soll wieder ermöglicht werden, mit 65 Jahren in Rente zu gehen.

Beim Gesundheitssystem will die Linke vor allem die Trennung zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung aufheben und stattdessen eine solidarische Gesundheitsversicherung einführen, aus welcher jede:r die gleichen Leistungen in Anspruch nehmen kann. Zusätzlich soll eine Pflegevollversicherung eingeführt werden, bei der man keinen Eigenanteil mehr entrichten muss. Pflegekräfte sollen zusätzlich 500 Euro mehr Gehalt bekommen und für alle Berufe in Krankenhäusern soll gesetzlich eine Personalabmessung eingeführt werden. Sämtliche Krankenhäuser sollen der öffentlichen Hand gehören und das Erwirtschaften von Gewinnen diesen grundsätzlich verboten werden.

Die Linke fordern bei der Bundestagswahl 2021 einen deutschlandweiten Mietendeckel

Einen deutschlandweiten Mietendeckel fordern die Linken beim Thema Bauen und Wohnen. Die Spekulation mit Wohnobjekten soll zudem abgeschafft, Bodenpreise gedeckelt und die Privatisierung von öffentlichen Gebäuden gestoppt werden. Damit Wohnraum kein Spekulationsobjekt mehr sein kann, fordern die Linken den Entzug der Zulassung von Immobilien- und Hedgefonds. Grund und Boden soll leichter in die öffentliche Hand überführt werden können, indem ein Vergesellschaftungsgesetz eingeführt wird.

NameDie Linke
ParteivorsitzendeSusanne Hennig-Wellsow, Janine Wissler
Gründung16. Juni 2007
HauptsitzBerlin
Mitgliederzahl60.350
Frauenanteil36,56 %

Auf der einen Seite fordern die Linken beim Thema Digitalisierung einen Internetzugang für alle, insbesondere im ländlichen Raum. Auf der anderen Seite soll es aber auch, Datenschutz und Produktionsnachhaltigkeit bedenkend, möglich sein, ohne mobile Endgeräte Bus und Bahn nutzen zu können.

Thema Wirtschaft: Um Betriebsräte besser schützen zu können beziehungsweise deren Gründungen erleichtern zu können, fordert die Linke Staatsanwaltschaften, die sich insbesondere dem Kampf gegen die Verhinderung von Gewerkschaften verschreiben. Für Agrarrohstoffe und Nahrungsmittel soll zudem ein Spekulationsverbot eingeführt werden.

Bei der Bundestagswahl 2021 fordert die Linke eine höhere Erbschaftssteuer

Bereits 2035 soll Deutschland den Linken zufolge klimaneutral werden. Ein Transformationsfonds für das Klima in Höhe von 20 Milliarden Euro jährlich soll den Umbau der Industrie und dem Erhalt und der Schaffung von Arbeitsplätzen helfen.

Hohe Steuern für Superreiche sind ein großes Anliegen der Linken, denn hieraus soll zu großen Teilen die Sozialpolitik finanziert werden. Damit ist jedoch nicht der Mittelstand gemeint. Zudem soll die Erbschaftssteuer deutlich erhöht werden. Außerdem sollen die Einkommenssteuer-Freibeträge angehoben werden: Bis zu 1.200 Euro im Monat sollen demnach steuerfrei sein.

Für Kosten von Corona sollen laut der Linken bei der Bundestagswahl Reiche aufkommen

Dementsprechend ist es nicht überraschend, dass die Linke zur Bewältigung der Corona-Folgekosten vor allem auf eine Vermögensabgabe setzen. Jedes Nettovermögen von über zwei Millionen Euro soll gestaffelt von zehn bis 30 Prozent besteuert und über einen Zeitraum von 20 Jahren in Raten abgezahlt werden.

In der Außen- und Sicherheitspolitik fordern die Linken eine Auflösung der NATO und dessen Ersetzung durch ein kollektives Sicherheitssystem, dem auch Russland angehört und dessen oberstes Ziel die Abrüstung sein soll. Alle jetzt bestehenden Bundeswehreinsätze lehnt die Linke ab. (jos)

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