Luis Arce war Wirtschaftsminister im Kabinett des mittels Volksaufstand geschassten Präsidenten Evo Morales.
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Luis Arce war Wirtschaftsminister im Kabinett des mittels Volksaufstand geschassten Präsidenten Evo Morales.

Bolivien

Die Linke liegt vorn

Nach Prognosen hat der Kandidat der Morales-Partei in Bolivien die Wahl gewonnen.

Offiziell ist noch nichts. Boliviens oberstes Wahlgericht hatte am Samstag beschlossen, keine vorläufigen offiziellen Ergebnisse zu veröffentlichen. Mit dem offiziellen Bescheid, wer am Wochenende die Wahl zum Präsidenten des Landes gewonnen hat, wird erst im Laufe dieser Woche gerechnet.

Aber nach Prognosen hat der Linke Luis Arce gewonnen. Der ehemalige Wirtschaftsminister im Kabinett des mittels Volksaufstand geschassten Präsidenten Evo Morales kam demnach auf 52,4 Prozent der Stimmen, wie aus einer in der Nacht zum Montag (Ortszeit) veröffentlichten Nachwahlbefragung des Meinungsforschungsinstituts Ciesmori im Auftrag des Senders „Unitel“ hervorgeht. Der Liberal-Konservative Carlos Mesa kam auf etwa 31,5 Prozent. Damit hätte Arce bereits in der ersten Runde die Präsidentenwahl für sich entschieden.

Der mutmaßliche Sieger versprach denn auch gleich, das Land durch eine „Regierung der nationalen Einheit“ versöhnen zu wollen: „Wir werden für alle Bolivianer regieren.“ Arce will sozialen Frieden und „einen Prozess des Wandels ohne Hass“. Die konservative Interimspräsidentin Jeanine Añez gratulierte Arce. Und auch der exilierte, aber immer noch mächtige Morales gratulierte seinem Ex-Gefolgsmann. (epd)

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