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Umfrage: Ampel-Koalition verliert weiter in der Wählergunst - Ohne Mehrheit

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Von: Jan Oeftger

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Laut ARD-Deutschlandtrend würde die Ampel-Koalition derzeit keine Mehrheit erhalten. Die Union wäre stärkste Kraft.

Berlin – Ein Jahr ist die Ampel-Koalition um Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mittlerweile im Amt. Der neue ARD-Deutschlandtrend für das Morgenmagazin am Freitag (9. Dezember) offenbart jedoch ein Stimmungstief. Aktuell würden die regierenden Parteien demnach keine Mehrheit bekommen. Nur 42 Prozent der Befragten würden einer der drei Koalitionsparteien ihre Stimme geben. Die CDU/CSU könnte dagegen eine Koalition mit den Grünen bilden.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Union der Umfrage zufolge als stärkste Partei auf 29 Prozent. Im Vergleich zur Vorwoche verlieren sie damit jedoch einen Prozentpunkt. SPD und die Grünen würden unverändert auf 18 Prozent kommen. Für die AfD würden 15 Prozent ihre Stimme abgeben. Die FDP legt im Deutschlandtrend im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf sechs Prozent zu. Die Linke steht weiter bei fünf Prozent.

Informationen zur Umfrage

Für die Erhebung befragte das Institut Infratest dimap vom 6. bis 7. Dezember insgesamt 1259 Wahlberechtigte in Deutschland per Telefon.

Die drei Ampel-Parteien würden nach dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend momentan keine Mehrheit erreichen.
Die drei Ampel-Parteien würden nach dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend momentan keine Mehrheit erreichen. © Michael Kappeler/dpa

Deutschlandtrend: Inflation bedrückt die Befragten

Die Grundstimmung der Befragten ist angespannt. Dies liegt vor allem an der hohen Inflation und einer drohenden Rezession im kommenden Jahr. Die wirtschaftlichen Erwartungen für das kommende Jahr sind bei den befragten Wahlberechtigten daher gedämpft. Weit mehr als jeder Dritte (42 Prozent) erwartet, dass es ihm in einem Jahr wirtschaftlich schlechter geht als heute.

Im Vergleich zu einer Umfrage im Juli dieses Jahres ist die negative Erwartung mit minus sechs Prozent leicht rückläufig. 47 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre persönlichen Verhältnisse in einem Jahr nicht verändern. Acht Prozent rechnen mit einer besseren persönlichen Lage im Dezember 2023.

Ostdeutsche und Menschen mit geringem Einkommen besonders pessimistisch

Die negativen Einschätzungen stammen besonders von Menschen mit niedrigem Einkommen und Bürgerinnen und Bürgern aus Ostdeutschland. Jeder Zweite mit einem monatlichen Haushalts-Netto-Einkommen unter 1500 Euro befürchtet, dass es ihm 2023 wirtschaftlich schlechter geht. Bei den Ostdeutschen sind es 49 Prozent, die diese Prognose teilen. (jo/afp)

Zuvor hatte bereits der Regierungsmonitor im Auftrag des Spiegel gezeigt, wie unzufrieden einige befragten Deutschen mit den Ampel-Ministerinnen und Ministern sind.

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