1. Startseite
  2. Politik

Deutschland genehmigt Panzerlieferungen aus DDR-Beständen in die Ukraine

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marvin Ziegele

Kommentare

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) vor einem Schützenpanzer des Typs „Puma“. (Archivfoto)
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) vor einem Schützenpanzer des Typs „Puma“. (Archivfoto) © Philipp Schulze/dpa

Die Bundesregierung hat einer weiteren Lieferung von Waffen an die Ukraine zugestimmt.

Berlin – Die Bundesregierung hat laut einem Pressebericht einer tschechischen Firma den Weiterverkauf von 58 Schützenpanzern aus früheren DDR-Beständen an die Ukraine erlaubt. Darüber berichtet die Welt unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium am Freitag (01.04.2022).

Bei den Panzern handelt es sich um Schützenpanzer vom Typ PbV-501, die mit Kanonen und Maschinengewehren ausgerüstet sind und ursprünglich der Nationalen Volksarmee gehörten. Im Zuge der Wiedervereinigung waren die Panzer in den Besitz der Bundeswehr gelangt und im Anschluss an die schwedische Armee weitergegeben worden. Diese verkaufte sie später an eine tschechische Firma weiter, die nun ihrerseits den Verkauf an die ukrainische Armee anstrebt. Dafür war jedoch eine deutsche Genehmigung erforderlich.

Ukraine-Konflikt: Panzer werden geliefert

Nach den Informationen der Welt soll die Lieferung der Panzer im Ukraine-Konflikt nicht unmittelbar erfolgen, da sie erst noch zusammengesetzt werden müssen. Das könnte einige Wochen in Anspruch nehmen.

Im Jahr 2019 hat die vorherige Bundesregierung den Verkauf von Panzern an die Ukraine abgelehnt. Auch damals habe die tschechische Firma einen Antrag an die Bundesregierung gestellt. Die Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich aber auf die Linie festgelegt, keine Waffen in die Ukraine zu liefern, um den Dialog mit Russland nicht zu gefährden.

Deutschland will Panzer in die Ukraine liefern

Am Mittwoch (31.03.2022) war bekannt geworden, dass die Bundesregierung wegen des anhaltenden Krieges in der Ukraine offenbar vor weiteren Waffenlieferungen steht. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, die Liste umfasse Rüstungsgüter im Wert von etwa 300 Millionen Euro, die kurzfristig an die Ukraine geliefert werden könnten. Dabei handele es sich nicht um Waffen und Ausrüstung aus Beständen der Bundeswehr, sondern um Güter, welche die Industrie sofort beziehungsweise ohne großen Vorlauf liefern könne. (marv/AFP)

Transparenzhinweis der Redaktion

In einer früheren Version dieses Artikels wurde in der Überschrift der Eindruck erweckt, dass Deutschland Panzer in die Ukraine liefere. Stattdessen hat Deutschland lediglich die Panzerlieferung genehmigt. Diesen Fehler bittet die Redaktion zu entschuldigen. Er wurde korrigiert.

Auch interessant

Kommentare