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IS Kämpfer verklagt Deutschland

Syrien

Deutscher IS-Unterstützer in syrischer Haft verklagt Bundesrepublik

Der in Nordsyrien inhaftierte ehemalige deutsche IS-Unterstützer Fabian G. verklagt die Bundesrepublik. Ihm droht in Nordsyrien die Todesstrafe. 

Ein deutscher IS-Unterstützer in syrischer Haft hat die Bundesrepublik verklagt. Erreicht werden soll, ihn nach Deutschland zurückzuholen. Die Klage ist beim Berliner Verwaltungsgericht eingegangen, wie ein Sprecher am Dienstag sagte. Ein Verhandlungstermin stehe noch nicht fest. Zuvor hatte die „Welt“ berichtet. 

Deutschen droht die Todesstrafe

Rechtsanwältin Seda Basay Yildiz verteidigt Fabian G., der in Nordsyrien inhaftiert ist. 

In einer Erklärung seiner Anwälte Seda Basay-Yildiz und Ali Aydin aus Frankfurt am Main hieß es, die Bundesregierung sei verfassungsrechtlich verpflichtet, den in Nordsyrien inhaftierten Fabian G. zurückzuholen. Die Regierung handele aber aus politischen Motiven nicht. Wegen der politischen Situation in Nordsyrien drohe dem Deutschen die Todesstrafe.Basay-Yildiz war in Drohfaxen mehrfach rassistisch beleidigt worden, auch ihre Familie wurde bedroht. 

Anwältin von Opfern des NSU

Die Anwältin hatte im Prozess um die Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ Opfer vertreten. In anderen Verfahren verteidigt sie mutmaßliche islamistische Gefährder. Nach Informationen der „Welt“ war Fabian G. mit seinem jüngeren Bruder im Oktober 2014 von Kassel nach Syrien ausgereist, um sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. 

Lesen sie hier über das ende des IS

Am Verwaltungsgericht in der Hauptstadt ist bereits eine weitere Klage auf Rückholung eingegangen, wie der Sprecher sagte. Darin geht es um einen deutschen IS-Kämpfer, der im Irak festsitzt. (dpa)

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