Zahlreiche Kundgebungen

Neonazis, „Querdenker“, Bengalos: Die Bilanz nach dem Tag der Einheit

  • Tim Vincent Dicke
    vonTim Vincent Dicke
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Am Tag der Deutschen Einheit finden zahlreiche Demonstrationen statt. In Berlin marschieren Neonazis auf, in Konstanz protestieren die „Querdenker“: Die Demo-Bilanz.

  • Am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober 2020) finden zahlreiche Demonstrationen statt.
  • In Berlin demonstrieren Rechtsextreme der Kleinstpartei „Dritter Weg“, mehrere Menschen werden festgenommen.
  • Die Initiative „Querdenken“ plant rund um den Bodensee eine Menschenkette – daraus wird jedoch nichts.

Update vom Sonntag, 04.10.2020, 13.37 Uhr: Hunderte Menschen haben sich am Tag der Deutschen Einheit in Berlin dem Aufmarsch der rechtsextremen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ in den Weg gestellt. Bei den Demos es auch zu gewaltsamen Zwischenfällen. „Es sind vereinzelt Steine und Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden“, sagte ein Polizeisprecher. Ein Gewerkschafter wurde nach eigenen Angaben durch einen Fausschlag eines „Nazisympatisanten“ im Gesicht verletzt.

Zahlreiche Menschen nehmen am Tag der Deutschen Einheit an einer Demonstration der rechtsextremen Partei „Der Dritte Weg“ in Berlin-Lichtenberg teil.

Tag der Deutschen Einheit: Einige Menschen nach Demos in Berlin in Gewahrsam genommen

Am Abend hieß es, ein Beamter sei mit einer übelriechenden Flüssigkeit übergossen worden. Nach Angaben der Polizei wurden die Identitäten mehrerer mutmaßlicher Angreifer aufgenommen. Einige Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

Zudem seien Polizisten verletzt worden – wie viele, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Es habe wiederholt Versuche von Gegendemonstrierenden gegeben, auf die Seite der Rechtsextremen durchzudringen. Die Polizei habe die Kontrolle über den Einsatz aber nicht verloren.

Bei der Neonazi-Demo unter dem Motto „Ein Volk will Zukunft“ hatten die Beamten der Polizei Berlin rund 300 Menschen gezählt.

Demos am Tag der Deutschen Einheit: Feuerwerk in Berlin – Menschenette in Konstanz scheitert

Am späteren Samstagabend protestierten Linke im alternativen Stadtteil Friedrichshain. Laut „Tagesspiegel“ nahm die Polizei am Rande des Zuges vereinzelt Demonstrierende fest, insgesamt sei die Stimmung jedoch friedlich geblieben. Im Verlauf des zwei Stunden langen Protests seien jedoch auch immer wieder Feuerwerkskörper und Bengalos gezündet worden.

Die Zahl der Demonstrierenden bei den „Querdenkern“ in Konstanz blieb deutlich unter den Erwartungen. Die „Friedensmenschenkette“ mobilisierte laut Polizei am Tag der Deutschen Einheit etwa 11.000 Menschen um den Bodensee herum. Die geplante durchgängige Menschenkette durch Österreich, Deutschland, Liechtenstein und die Schweiz scheiterte jedoch.

„Querdenker“ in Konstanz rechneten mit 250.000 Menschen

Die Organisator:innen hatten auf 250.000 Menschen gehofft. Allein in Konstanz waren 15.000 angemeldet, die Polizei zählte dort jedoch nur 2200 Personen. Zahlen von den Veranstalter:innen gab es zunächst nicht. Dafür müssten Luftaufnahmen ausgewertet werden, hieß es vom Mitorganisator Gerry Mayr.

Gegendemonstrierende marschierten am Konstanzer Teil der Menschenkette vorbei mit Bannern, auf denen sie sich klar zu den Corona-Maßnahmen bekannten. Vereinzelt kam es zu Diskussionen zwischen den einzelnen Lagern. Die Polizei sprach von friedlichen Protesten.

Demos am Einheitstag: Maskenverstöße am Brandenburger Tor in Berlin

+++ 21.45 Uhr: Viele Teilnehmer einer Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin haben am Samstag gegen die Maskenpflicht verstoßen und Abstandsregeln nicht eingehalten. „Trotz mehrfacher Lautsprecherdurchsagen halten sich viele Demonstranten nicht an die Regeln. Es werden nun ihre Personalien aufgenommen“, sagte ein Sprecher der Polizei. Rund 300 Demonstranten haben sich nach Angaben der Polizei auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor unter dem Motto „Frieden, Meinungsfreiheit und Demokratie“ versammelt.

Bereits am Freitag hatten die Teilnehmer einer Demonstration auf dem Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude gegen die Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verstoßen. Der Veranstalter löste die Versammlung auf, bevor die Polizei dies tat, hieß es in einem Tweet der Polizei.

Mehrere hundert Menschen stellen sich Aufmarsch rechtsextremer Partei in den Weg

+++ 21.28 Uhr: Mehrere Hundert Menschen haben sich am Samstag in Berlin einem Aufmarsch der rechtsextremen Partei „Der Dritte Weg“ in den Weg gestellt. Dabei kam es auch zu gewaltsamen Zwischenfällen. „Es sind vereinzelt Steine und Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden“, sagte ein Polizeisprecher. Am Abend hieß es zudem, ein Beamter sei mit einer übelriechenden Flüssigkeit übergossen worden. Nach Angaben der Polizei wurden die Identitäten mehrerer mutmaßlicher Angreifer aufgenommen. Einige Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

Die rechtsextreme Partei „Der Dritte Weg“ versammelt sich auf einer Demonstration in Berlin. Die Teilnehmer verbreiten neonazistische Propaganda.

Es seien Polizisten verletzt worden - wie viele, das konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Es habe wiederholt Versuche von Gegendemonstranten gegeben, auf die Seite der Rechten durchzudringen. Die Polizei habe die Kontrolle über den Einsatz aber nicht verloren.

Demos am Einheitstag in Berlin: Rund 300 Menschen aus dem rechten Spektrum

Rechtsextreme hatten eine Demo unter dem Motto „Ein Volk will Zukunft“ angemeldet. Insgesamt hatten die Beamten rund 300 Menschen aus dem rechten Spektrum und mehrere hundert Gegendemonstranten gezählt.

Für den späteren Samstagabend war noch eine Demonstration im linksalternativen Stadtteil Friedrichshain geplant. Wenige Tage vor der geplanten Räumung des linksradikalen Symbolhauses Liebigstraße 34 wollten Unterstützer demonstrieren.

Demos am Einheitstag: „Dritter Weg“ blockiert – Teilnehmerzahl in Konstanz gering

+++ 19:18 Uhr: Die Demonstranten des „Dritten Weges“ sollen inzwischen mit einer eigenen S-Bahn von der Station Wartenberg in die Innenstadt gebracht worden sein. Die Demonstration wurde durch Gegenproteste und Sitzblockaden an verschiedenen Stellen blockiert und konnte deswegen nicht die geplante Route nehmen.

In Konstanz blieb die Teilnehmerzahl der „Querdenker“ deutlich hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Statt den wie von den Organisatoren erhofften 250.000 Menschen und den 15.000 angemeldeten kamen laut vorläufigen Zahlen der Polizei Konstanz nur knapp tausend Personen.

+++ 18.14 Uhr: Zum Ende der Veranstaltung hin soll laut verschiedenen Nutzern auf Twitter die Stimmung um die Demonstration des „Dritten Weges“ immer hitziger geworden sein. Es soll in Berlin immer wieder zu einzelnen Zusammenstößen zwischen Rechtsextremen und der Polizei gekommen sein.

Der Demonstrationszug hat jetzt offenbar wieder den Ausgangspunkt erreicht und ist an der Station Wartenberg angekommen. Dort soll noch eine Abschlusskundgebung stattfinden. Derweil spricht laut verschiedenen Berichten gerade Attila Hildmann auf der Bühne am Brandenburger Tor.

+++ 17.28 Uhr: Bei der Rechtsextremen-Demo in Berlin spricht ein Redner aus Schweden vom „Nordic Resistance Movement“, berichtet „Democ“. Durch ihn fließe „nicht nur schwedisches, sondern auch norwegisches und deutsches Blut“, wird er zitiert. Laut einer „Tagesspiegel“-Journalistin sind während der Rede „Ausländer raus“-Rufe zu hören.

Tag der Deutschen Einheit: Hitlergrüße bei Neonazi-Demo in Berlin

+++ 17.04 Uhr: Laut dem Projekt „Berlin gegen Nazis“ werden bei der Neonazi-Demo in der Hauptstadt immer wieder Arme zum Hitlergruß in die Höhe gestreckt. Ein Video zeigt, wie zwei Rechtsextreme von der Polizei festgenommen werden. Im Hintergrund wird gebrüllt: „Frei, sozial und national“.

+++ 16.53 Uhr: Am Tag der Deutschen Einheit wird nicht nur in Berlin demonstriert, zahlreiche unterschiedliche Kundgebungen finden im gesamten Bundesgebiet statt. In Konstanz hatte die Initiative „Querdenken“ mehrere Kundgebungen angekündigt. Dort gibt es nun eine erste Bilanz: In der Bodenseestadt nehmen laut ersten Erkenntnissen deutlich weniger Menschen teil als zunächst erwartet.

Demos am Tag der Deutschen Einheit: Menschenkette der „Querdenker“ kann nicht geschlossen werden

Die Polizei spricht von etwa 1000 Demonstrierenden gegen Corona-Maßnahmen – diese Zahl bleibt weit hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Die Menschenkette, die von Konstanz über 60 Kilometer bis ins österreichische Bregenz reichen soll, kann mangels Teilnehmenden nicht annähernd geschlossen werden. Allein für die Menschenkette hatten die Organisatoren vorab 15.000 Personen angemeldet. Gerry Mayr, Kopf der „Querdenker“ in Konstanz, hatte sogar auf 250.000 Menschen gehofft.

Die Polizei stufte die Gesamtlage am als „sehr ruhig“ ein. Lediglich zwei „Querdenker“, die ohne Maske eine Gaststätte betreten hätten, seien des Hauses verwiesen worden, teilte die Polizei mit.

Der weitaus größte Teil der erwarteten Veranstaltungen in Konstanz war nicht von Kritiker:innen der Gesundheitsmaßnahmen angemeldet worden. Nach Angaben der Stadt sollten die Kundgebungen mehrheitlich für Themen wie Solidarität, Verantwortung in Zeiten der Corona-Krise und den Kampf gegen Antisemitismus eintreten.

Menschen bilden eine „Friedensmenschenkette“, die durch Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die Schweiz rund um den Bodensee führen soll. Das Vorhaben scheitert jedoch aufgrund der geringen Teilnehmerzahl.

Rechtsrextreme am Tag der Deutschen Einheit in Berlin: Redner verbreiten Neonazi-Propaganda

+++ 15.49 Uhr: Laut mehreren Berichten läuft die rechtsextreme Demonstration der Partei „Der Dritte Weg“ nun. Getragen werden grüne Jacken mit dem Aufdruck „National, Revolutionär, Sozialistisch“, die Redner verbreiten neonazistische Propaganda. Lautstark zu hören sind jedoch auch Gegendemonstrierenden, die versuchen die Rechten zu übertönen.

Demos am Tag der Deutschen Einheit: Polizei Berlin spricht von vereinzelten Flaschenwürfen

+++ 15.07 Uhr: Bei einer linken Demonstration in Berlin scheint sich die Stimmung aufzuheizen. Die Demonstrierenden würden die Polizei zurückdrängen, berichtet eine Journalistin vor Ort. Die Polizei sei in der Unterzahl. Ein Video zeigt, wie Beamte Teilnehmende des Protests in Gewahrsam nehmen.

+++ 14.49 Uhr: Mehrere hundert Gegendemonstrierende versammeln sich in Berlin-Lichtenberg, um den Aufmarsch der Rechtsextremen zu verhindern. „Es sind vereinzelt Steine und Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Angaben über Festnahmen oder Verletzte konnte er zunächst nicht machen.

Neonazi-Demo am Tag der Deutschen Einheit in Berlin: Gewerkschafter berichtet von rechtsextremen Angriff

+++ 14.23 Uhr: Jörg Reichel, Berliner Landesgeschäftsführer der Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union, berichtet auf Twitter von einem rechtsextremen Angriff auf ihn. Er habe einen Faustschlag ins Gesicht durch einen „Nazisympathisanten“ abbekommen. Die Folge: Prellungen und Hautabschürfungen.

+++ 13.54 Uhr: Die Rechtsextremen des „Dritten Wegs“ bauen in Berlin-Hohenschönhausen nun ihren Lautsprecherwagen auf. Wie das „Jüdische Forum“ berichtet, ist ein großes Polizeiaufgebot vor Ort.

Tag der Deutschen Einheit: Verschwörungsideologen verbreiten bizarre Erzählungen in Berlin

+++ 13.29 Uhr: Verschwörungsideologen haben vor dem Brandenburger Tor in Berlin ein Auto mit bizarren Corona-Erzählungen platziert, dokumentiert das „Jüdische Forum“. Auf dem Fahrzeug ist zu lesen: „Möchtet du wirklich dein Enkel-/ Kind mit einer Maske quälen?“ Weiter unten steht: „Eine 13-Jährige ist schon gestorben!“ Die Erzählungen, dass Kinder aufgrund des Tragens von Mund-Nasen-Bedeckungen ums Leben gekommen sein sollen, kursieren in verschwörungsideologischen Kreisen seit jüngster Zeit. Einen Beleg dafür gibt es nicht.

+++ 13.18 Uhr: Vor dem Brandenburger Tor in Berlin versammeln sich nun Reichsbürger. Laut dem „Tagesspiegel“ nehmen knapp 50 Personen auf der Kundgebung auf dem Pariser Platz Teil. Auf Schildern werde eine Verfassung aus der Zeit des Kaiserreichs und ein „Friedensvertrag“ gefordert. Auch Flugblätter, die die Regierung zum Rücktritt auffordern, sollen verteilt werden.

+++ 12.49 Uhr: In Berlin-Lichtenberg sind etwa 30 Rechtsextreme der Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ eingetroffen, berichtet der „Tagesspiegel“. Sie sind jedoch eindeutig in der Unterzahl: Etwa 600 linke Gegendemonstranten sollen ihnen gegenüber stehen.

Zahlreiche Demos am Tag der Deutschen Einheit in Berlin: Zu wenig Polizei, befürchtet die GdP

Polizeibeamte stellen am Brandenburger Tor in Berlin Absperrgitter auf. Zum Tag der Deutschen Einheit sind zahlreiche Demonstrationen angemeldet worden, unter anderem von Rechtsextremen.

Update vom Samstag, 03.10.2020, 12.41 Uhr: Die Gewerkschaft der Polizei befürchtet, dass ausgerechnet für den 3. Oktober wichtiges Personal in Berlin fehlt. Zwar habe die Polizei der Hauptstadt 1800 Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern angefragt, aber nur 600 Kräfte erhalten, so die GdP.

Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei sagte der „Berliner Zeitung“: „Wir werden vermutlich nicht alle unschönen Bilder vermeiden können.“ Nach der Eskalation am Reichstagsgebäude Ende August hatten Berliner Politiker die Strategie der Polizei kritisiert.

Erstmeldung vom Samstag, 03.10.2020, 12.00 Uhr: Berlin/Konstanz– Am 30. Jahrestag der Deutschen Einheit sind in der gesamten Bundesrepublik zahlreiche Demonstrationen angekündigt worden.

Demos am Tag der Deutschen Einheit: „Querdenken“ ruft zu einer Menschenkette um den Bodensee

Die Initiative „Querdenken“* hat zu einer Menschenkette um den Bodensee gerufen. Gegen 15 Uhr sollen sich Tausende Menschen verbinden. Die Kette soll nicht nur durch Deutschland, sondern auch durch Liechtenstein, Österreich und die Schweiz führen. Der Organisator auf der deutschen Seite und Kopf der „Querdenker“ in Konstanz, Gerry Mayr, und seine Mitveranstalter hoffen, dass 250.000 Menschen zusammenkommen – das wäre ein Weltrekord. So viele seien nötig, um den See zu umrunden.

Ziel der Aktion sei es, Menschen zusammenzubringen, die sich in Corona*-Zeiten entzweit hätten, sagte Mayr. „Eine Kette soll verbinden.“ Nach der Aktion wollen die Organisatoren auf einer Abschlusskundgebung (17 Uhr) in Konstanz Bilanz ziehen

Demonstrationen am Einheitstag: „Querdenken“-Menschenkette um den Bodensee wird wohl scheitern

„Querdenken“ rief zum Verzicht politischer Symbole auf, in der Vergangenheit waren bei den Protesten der Corona-Leugner immer wieder Reichsflaggen zu sehen. Für die Veranstaltungen bestehen zudem Auflagen: Maskenpflicht und Mindestabstand müssen eingehalten werden. Die Teilnahme von Menschen aus einem Corona-Risikogebiet ist verboten.

Laut den auf deutscher Seite zuständigen Polizeipräsidien in Konstanz und Ravensburg ist schwer zu beurteilen, wie viele Menschen sich tatsächlich versammeln könnten. Bisher gebe es einige Tausend Anmeldungen. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die größenwahnsinnige Vorstellung, eine so große Menschenkette zu organisieren, an der Teilnehmerzahl scheitern wird.

Tag der Deutschen Einheit in Berlin: Rechtsextreme der Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ melden Demo an

Auch die Bundeshauptstadt Berlin muss mit einem protestreichen Einheitstag rechnen. Anhänger der rechtsextremen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ haben in Hohenschönhausen einen Aufmarsch geplant.

Die Rechtsextremen der Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ treten meist martialisch auf. Am 1. Mai 2019 sorgten sie mit einem Aufmarsch in Plauen international für Entsetzen.

Die Partei sieht sich in der Tradition des Nationalsozialismus und fiel in der Vergangenheit bereits mit martialischen Auftritten auf. Ein Marsch der Rechtsextremen mit Trommeln und Fahnen hatte 2019 bundesweit und international für Entsetzen gesorgt. Teilnehmer trugen braune Shirts, in Anlehnung an die Nazi-Kampftruppe SA.

Die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin“ rechnet damit, dass die Rechtsextremisten auch in Hohenschönhausen aggressiv und teilweise uniformiert auftreten werden. Die Demo steht unter dem Motto  „Ein Volk will Zukunft! – Heimat bewahren, Überfremdung stoppen, Kapitalismus zerschlagen!“, zahlreiche Gruppen haben zu Gegenprotesten aufgerufen.

Demo vor dem Reichstagsgebäude in Berlin: „Messias“ rechnet mit 100.000 Teilnehmern

Laut „rbb24“ hat zudem ein Veranstalter, er soll sich „Messias“ nennen, ab 12 Uhr auf dem Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude eine Kundgebung geplant. Bei dem Protest soll die Souveränität Deutschlands infrage gestellt werden. Dem Bericht nach ist eine extrem hohe Teilnehmerzahl von 100.000 Personen angemeldet. (Von Tim Vincent Dicke) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Jörg Carstensen/dpa

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