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Dietmar Bartsch
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Dietmar Bartsch, Fraktionschef der Linken. (Archivfoto)

Neue Streiks

Bartsch fordert: „Kanzlerin muss Streik verhindern“

  • Luisa Ebbrecht
    VonLuisa Ebbrecht
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Die Lokführergewerkschaft GDL ruft erneut zum Streik bei der Deutschen Bahn auf. Die Linke findet das unzumutbar – und fordert das Einschreiten von Kanzlerin Merkel.

Berlin – Angesichts des angekündigten fünftägigen Streiks bei der Deutschen Bahn* hat Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch ein Einschreiten von Kanzlerin Angela Merkel* gefordert. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte Bartsch: „Ein dritter Streik wäre komplett unzumutbar. Der Ball liegt jetzt bei der Bundesregierung. Die Bundeskanzlerin muss den Streik verhindern und den Bahnkonzern anweisen, die Forderungen zu erfüllen.“

Bei der Deutschen Bahn handle es sich um ein bundeseigenes Unternehmen. Bürgerinnen und Bürger hätten ein Recht auf einen funktionierenden Staat, so Bartsch. „Allein schon aus Pandemiegründen muss dieses Theater beendet werden. Die GDL-Forderungen sind berechtigt und bezahlbar.“

Streik bei der Deutschen Bahn: Dritter Arbeitskampf innerhalb weniger Wochen

Am Montag (30.08.2021) hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) den dritten Streik innerhalb weniger Wochen angekündigt. Er soll im Personenverkehr der Deutschen Bahn am Donnerstag (02.09.2021) um 2.00 Uhr beginnen und fünf Tage andauern. Auch im Güterverkehr wird gestreikt: Die Mitglieder wollen hier schon am Mittwochabend (01.09.2021) die Arbeit niederlegen.

Die Lokführergewerkschaft GDL ruft erneut zum Streik bei der Deutschen Bahn (DB) auf.

Derweil forderte der Fahrgastverband Pro Bahn die Beteiligten des Tarifkonflikts zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. „Viele Fahrgäste sind mit ihrer Geduld am Ende“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Lukas Iffländer. „Gerade jetzt, wo viele nach längerer pandemiebedingter Unterbrechung wieder zur Bahn zurückfinden wollen, erzeugt die Auseinandersetzung bei vielen nur noch Unverständnis.“

Streik bei der Deutschen Bahn (DB): Fahrgäste können nicht auf andere Reisetage ausweichen

Zudem kritisierte der Verband, dass viele Fahrgäste wegen der langen Dauer des Streiks nicht einfach auf andere Reisetage ausweichen könnten. Die frühzeitige Ankündigung am Montag (30.08.2021) erleichtere immerhin das Planen der Reise. „Die GDL erfüllt damit zum zweiten Mal in Folge unsere Forderungen, Streiks mindestens 48 Stunden vorher anzukündigen“, sagte Iffländer.

Neue Streiks

So bekommen Reisende ihr Geld zurück

Die GDL fordert eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent sowie eine Corona*-Prämie von 600 Euro und bessere Arbeitsbedingungen. Die Bahn bietet zwar 3,2 Prozent mehr Lohn, will die Stufen aber später umsetzen und fordert eine längere Laufzeit des Tarifvertrages. (ebb) *fr.de und fnp.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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