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Deutsche Bahn testet Sicherheitskonzept: Neue App soll schnell Hilfe holen - Faeser betont Wichtigkeit

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Richard Lutz (l-r), Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, Volker Wissing (FDP), Verkehrsminister, und Nancy Faeser (SPD), Innenministerin, stellen bei einem Pressetermin im Bahnhof Berlin-Südkreuz das Forschungsvorhaben Sicherheitsbahnhof vor.
Richard Lutz (l-r), Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, Volker Wissing (FDP), Verkehrsminister, und Nancy Faeser (SPD), Innenministerin, stellen bei einem Pressetermin im Bahnhof Berlin-Südkreuz das Forschungsvorhaben Sicherheitsbahnhof vor. © Bernd von Jutrczenka/dpa

In Berlin testet die Deutsche Bahn neue Sicherheitskonzepte. Darunter eine App, mit der per Knopfdruck schnell Hilfe herbeigeholt werden kann.

Berlin - Eine neue Hilferuf-App, Künstliche Intelligenz, die gefährliche Situationen erkennen soll und Leuchtstreifen am Bahnsteig: Die Deutsche Bahn testet, wie die Sicherheit an Bahnhöfen erhöht werden kann. Zusammen mit dem Bund stellte sie am Donnerstag am Berliner Südkreuz mehrere neue Pilotprojekte vor.

Bund und Bahn testen neue Sicherheitskonzepte: Verkehrsminister Wissing lobt „Plus an Sicherheit“

So zeigen LED-Leuchten an einer der Bahnsteig-Kanten des Fernverkehrsbahnhofs seit einiger Zeit an, dass ein Zug einfährt. Mit unterschiedlichen Farben sollen die Leuchten künftig auch deutlich machen, wo der Zug genau hält und welche Zugteile weniger oder stärker ausgelastet sind.

Mit der leuchtenden Bahnsteigkante wolle man „neben einem Plus an Sicherheit auch eine bessere Lenkung der Passagierströme erreichen, um die vorhandenen Kapazitäten besser nutzen zu können“, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP). Auch Innenministerin Nancy Faeser (SPD) und Bahnchef Richard Lutz waren vor Ort.

Faeser betonte: „Sicherheit ist eine Frage sozialer Gerechtigkeit. Sicherheit muss für jeden gewährleistet sein.“ Gerade dort, wo besonders viele Menschen unterwegs seien, müssen sie sich laut der Innenministerin auch jederzeit sicher fühlen können. „Ob mit der neuen Hilferuf-App SafeNow, automatisierter Analyse von Gefahrensituationen oder Signalleuchten an Bahnsteigkanten: Was wir am Bahnhof Berlin Südkreuz erfolgreich entwickeln und erproben, trägt dazu bei, dass sich Menschen im Alltag sicher bewegen können.“

Neue Hilferuf-App SafeNow soll Sicherheit an Bahnhöfen erhöhen

Seit diesem Donnerstag steht zudem die neue Hilferuf-App SafeNow eines Münchner Start-ups zur Verfügung. Wer sich in bestimmten Situationen am Bahnhof unsicher fühlt oder gar in ernsthafter Gefahr steckt, kann darüber das Sicherheitspersonal vor Ort informieren. Über die App können die Sicherheitskräfte dann sofort den Standort des Hilfebedürftigen sehen und im Bedarfsfall schnell einschreiten. Die App ist aber auch abseits von Bahnhöfen, mit Freunden und Familie nutzbar. In dem Fall erhalten dann nicht die Sicherheitskräfte den Standort, sondern die privaten Kontakte, die dann entweder selbst zur Hilfe eilen oder die Polizei alarmieren können.

Bund und Bahn testen am Bahnhof Berlin Südkreuz immer wieder Sicherheitstechniken und -maßnahmen. Besonders umstritten war dabei ein Pilotprojekt, bei dem Kameras mit Gesichtserkennungsfunktion zum Einsatz kamen. (dpa)

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