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Impfung
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Ein Mann erhält seine dritte Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Pandemie

Deutlicher Rückgang der Corona-Infektionszahlen in Israel

Als erstes Land weltweit hat Israel bereits im Juli damit begonnen, dritte Impfungen zu vergeben. Die Zahl der Neuinfektionen geht zurück. Doch Ministerpräsident Naftali Bennett warnt vor zu viel Euphorie.

Tel Aviv - Rund zwei Monate nach Beginn der Kampagne für eine dritte Corona-Impfung geht die Zahl der Neuinfektionen in Israel deutlich zurück.

2653 neue Fälle meldete das Gesundheitsministerium für gestern. Ende August und Anfang September wurden an einzelnen Tagen mehr als 11.000 Neuinfektionen registriert - der höchste Wert seit Pandemiebeginn. Damals wurde allerdings auch mehr getestet.

Rund 61 Prozent der rund 9,4 Millionen Einwohner sind laut Ministerium zweifach geimpft, rund 38 Prozent dreifach. Voraussetzung für die dritte Spritze ist, dass die zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt.

Israel hat Ende Juli als erstes Land weltweit damit angefangen, dritte Impfungen zu vergeben. Hintergrund der Entscheidung sind Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach die Effektivität der Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat.

Aktuell gibt es laut Ministerium 564 schwerkranke Corona-Patienten. Im September hatte die Zahl zeitweise bei mehr als 700 gelegen. Die überwiegende Mehrheit der Schwerkranken ist laut Ministerium ungeimpft.

Ministerpräsident Naftali Bennett sagte am Sonntag bei der Sitzung des Corona-Kabinetts: „Die Nachricht ist gut: Wir haben angefangen, die Delta-Variante zu stoppen, aber es wäre sehr gefährlich, jetzt unachtsam zu werden.“

Um die Infektionszahlen weiter zu senken, erhöht die Regierung derzeit den Druck auf zweifach Geimpfte: Von dieser Woche an soll der sogenannte Grüne Pass, der den Zugang zum öffentlichen Leben erleichtert, nur noch bis zu sechs Monate nach der zweiten Impfung gelten. Nach diesem Zeitraum ist eine dritte Spritze als Auffrischung notwendig.

Auch wer positiv auf Corona getestet wurde, muss spätestens sechs Monate danach noch eine Impfung erhalten. Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums könnten von der neuen Regelung mehr als eine Million Menschen betroffen sein. dpa

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