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IS

Der Sahel kommt nicht zur Ruhe

  • Peter Rutkowski
    vonPeter Rutkowski
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Strategie-Institut warnt vor islamistischer Offensive nach Süden.

Am Freitagmorgen ging wieder eine Bombe in Mali hoch. Ein Auto raste in der Region Gourma auf das Ende eines Konvois der französischen Anti-Terror-Mission „Barkhane“ zu und explodierte, als ein Schützenpanzer sich vor die anderen Wagen schob. Sechs französische Soldaten wurden verletzt, drei von ihnen wurden einen Tag später nach Frankreich ausgeflogen.

Wieder ein Wochenende in der Sahelzone mit Angst, Schrecken und Leiden. Diesmal ohne Tote. „Barkhane“ – das Wort bezieht sich auf eine sichelförmige Sanddüne – hinterlässt seine Spuren, quer durch Afrika und hinauf bis nach Frankreich. Lokale EU- und UN-Missionen mit Beteiligten rund um den Erdball – auch aus Deutschland – sorgen dafür, dass das destabilisierte Mali nie ganz aus den Nachrichten verschwindet.

Und wenn es nicht Mali ist, dann Burkina Faso, Niger, Tschad, Nigeria... selbst aus Benin, das weit genug vom Sahel entfernt an der Küste Westafrikas liegt, sind erste mahnende Worte zu hören: Nach der aufmerksamen Dokumentation des Africa Center for Strategic Studies haben islamistische Gruppen sich 2020 entlang der Grenze zwischen Burkina Faso und Niger bis an die Grenze zu Benin vorgearbeitet. Namentlich wird der Sahara-Ableger des „Islamischen Staates“ (IS) für den Terror verantwortlich gemacht.

Islamisten verschiedenster Couleur – in Nigeria ist es vornehmlich die gespaltene Sekte Boko Haram, aktiv seit 2002 und zeitweise mit dem IS verbandelt – agieren zwischen den südlichen Grenzen von Algerien und Libyen bis in die seit Jahrzehnten umkämpfte Westsahara, hinein in die Sahelzone und bis an den Rand des Sudan. Dazwischen konkurrieren Tuareg und andere Nomadenvölker mit seßhaften Bevölkerungsgruppen um die immer knapperen Ressourcen.

Frankreich deutet nun seit einigen Wochen schon an, eine politische statt einer militärischen Lösung der Konflikte zu suchen. Die gegnerischen Terrorgruppen scheinen bislang darauf nicht einzugehen.

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