IRAK

Demonstranten fordern Todesstrafe für Saddam

Bagdad · 20. Januar · dpa/rtr · In der irakischen Hauptstadt Bagdad und im südlichen Basra sind am Dienstag erneut tausende Schiiten auf die Straße gegangen,

Bagdad · 20. Januar · dpa/rtr · In der irakischen Hauptstadt Bagdad und im südlichen Basra sind am Dienstag erneut tausende Schiiten auf die Straße gegangen, um ihre Forderung nach baldigen Wahlen zu bekräftigen. Sie forderten außerdem die Übergabe des von den US-Besatzern gefangenen früheren Präsidenten Saddam Hussein an die irakische Justiz. In Bagdad riefen Demonstranten "Saddam ist kein Kriegsgefangener, sondern ein Kriegsverbrecher" und "Todesstrafe für Saddam".

UN-Generalsekretär Kofi Annan wird Diplomaten zufolge binnen einer Woche über die Entsendung eines Expertenteams nach Irak entscheiden, nachdem er im Grundsatz bereits Zustimmung signalisiert hatte. Nach Vorstellungen der USA und Großbritanniens sollen die Experten in Irak die Möglichkeit von direkten Wahlen schon im Frühjahr prüfen. Das fordern Vertreter der schiitischen Bevölkerungsgruppe. Die USA und Großbritannien halten eine derart frühe Wahl für unmöglich. Auch Annan hatte gesagt, er glaube nicht, "dass die Zeit bis Mai für die Ausrichtung einer Wahl ausreicht".

In Irak wurde die Aussicht auf eine Rückkehr der Vereinten Nationen am Dienstag begrüßt. Annan hatte das internationale UN-Personal im Oktober nach Anschlägen auf UN-Einrichtungen aus Irak abgezogen.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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