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Präsident der USA; Joe Biden
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Laut eine repräsentativen Umfrage sehen die Deutschen in den USA eine größere Bedrohung für die Demokratie als in China oder Russland. (Symbolbild)

Demokratie-Umfrage

Deutsche sehen in den USA größere Bedrohung als in China oder Russland

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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36 Prozent der Deutschen sehen im Einfluss der USA eine Bedrohung der Demokratie. Die Umfrage zeigt außerdem, dass die Bundesregierung beim Corona-Management Zuspruch verloren hat.

Frankfurt - Wie steht es um die weltweite Demokratie? Und der Einfluss welcher Länder gefährdet die Demokratie in Deutschland? Die Antworten auf diese Fragen liefert das Ergebnis der Democracy Perseption Index (DPI) des Marktforschungsinstituts Latana. Seit dem Jahr 2018 befragt das Institut jährlich mehr als 50.000 Menschen aus insgesamt 53 Ländern auf der ganzen Welt. Darunter auch 1009 Deutsche. Die Umfrage gilt als repräsentativ für etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung und ist die größte Demokratiestudie weltweit. Auftraggeber ist die Stiftung Alliance of Democracies, deren Gründer der ehemalige Nato-Generalsekretär und Ex-Premierminister Dänemarks, Anders Fogh Rasmussen, ist. Die gemeinnützige Organisation hat sich laut eigener Aussage der „Förderung der Demokratie und der freien Märkte auf der ganzen Welt“ verschrieben.

Aus der Umfrage, die im Frühjahr 2021 durchgeführt wurde, geht hervor, dass gut 36 Prozent der Deutschen im Einfluss der USA eine Bedrohung für die Demokratie sehen. Die Bevölkerung in Deutschland hält die USA in dieser Frage somit für bedrohlicher als beispielsweise China (33 Prozent) oder Russland (29 Prozent). Auch der US-Einfluss auf die globale Demokratie wird eher kritisch gesehen. Mit 51 Prozent äußerte jeder zweite der Befragten Bedenken. Nur gut 32 Prozent stehen dem Einfluss der Vereinigten Staaten positiv gegenüber. Als Grund dafür führte der Geschäftsführer der Alliance of Democracies, Jonas Parello-Plesner, die Amtszeit von Ex-Präsident Donald Trump an, durch die das Vertrauen in die US-Regierung weltweit gesunken sei.

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Allerdings, so Parello-Plesner, sei seit der US-Wahl 2020 Besserung zu erkennen. Gegenüber dem Spiegel sprach er von einem „Biden-Effekt“. Demnach sei seit der letzten Umfrage im Jahr 2020 die positive Wahrnehmung der USA um insgesamt 20 Prozent gestiegen.

Als größten Bedrohungsfaktor für die Demokratie in Deutschland sehen die 1009 befragten Deutschen wirtschaftliche Ungleichheit (49 Prozent) gefolgt von der großen Macht der Technologiekonzerne und Einschränkungen der Meinungsfreiheit (40 Prozent). Wie bereits im Vorjahr beziehen sich einige Fragen im DPI auch auf die Corona-Pandemie. Die Resultate zeigen, wie gespalten das Land im Hinblick auf das Krisenmanagement der Bundesregierung ist.

Wie zufrieden sind die Deutschen mit dem Corona-Management der Regierung? DPI gibt Aufschluss

Laut dem DPI vertreten 48 Prozent der Befragten die Meinung, dass Deutschland die Corona-Krise gut bewältigt habe. 49 Prozent dagegen glauben das Gegenteil. Insbesondere im Vergleich zum Vorjahr hat das Vertrauen in die Regierung gelitten. Im Frühjahr des vergangenen Jahres gaben noch mehr als 70 Prozent der Befragten an, die Arbeit der Regierung zu schätzen. Allerdings: Die Werte liegen dabei dicht am europäischen Durchschnitt. Anders ist die Situation in Asien. Dort zeigen sich knapp 75 Prozent der Studienteilnehmer zufrieden mit dem Krisenmanagement der jeweiligen Regierungen.

Sowohl in Deutschland als auch in Europa gab knapp die Hälfte der Teilnehmer an, dass die Regierung ihre Freiheiten durch Corona zu stark einschränkt, berichtet der Spiegel. Nur gut ein Drittel hält die getroffenen Maßnahmen und Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus hingegen für angemessen. (yw)

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