Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Joe Bidens Kabinett

Joe Biden will Deb Haaland zur ersten indigenen US-Ministerin machen

  • Tobias Utz
    vonTobias Utz
    schließen

Joe Biden plant ein diverses US-Kabinett. Nach dem Verkehrs- besetzt er auch das Innenministerium überraschend.

  • Deb Haaland soll Innenministerin im US-Kabinett von Joe Biden werden.
  • Damit wäre Haaland die erste indigene Politikerin in einem solchen Amt.
  • Joe Biden treibt damit seine Planungen voran, Donald Trumps Politik rückgängig zu machen.

Washington D.C. - Joe Biden treibt seine Kabinettsplanungen nach der US-Wahl 2020 voran. Erst kürzlich nominierte der designierte Präsident Pete Buttigieg zum Verkehrsminister. Buttigiegs Nominierung ist ein Novum: Er würde als erster offen homosexueller Mann US-Minister werden. Nun sorgt eine weitere Nominierung Bidens für das Kabinett für Eines. Deb Haaland soll Innenministerin der USA werden. Haaland wäre die erste Ministerin indigener Herkunft in der Geschichte des Landes. Das berichten die „New York Times“ und die „Washington Post“.

Joe Biden: US-Präsident will Deb Haaland als Innenministerin

Demnach hat Joe Biden die 60-Jährige für den Posten auserkoren. Deb Haaland stammt aus dem US-Bundesstaat New Mexico. Dort gehört sie dem Stamm Pueblo of Laguna an. Auf Twitter äußerte sich Haaland bereits: „Im Pueblo-Haushalt meiner Mutter aufzuwachsen, hat mich kämpferisch gemacht. Ich werde kämpferisch sein für uns alle, unseren Planeten, und das alles für unser geschütztes Land.“

Deb Haaland soll neue US-Innenministerin werden. Damit wäre sie die erste Ministerin indigener Herkunft. (Archivfoto)

Haaland ist politisch nicht unerfahren. Sie saß seit 2018 im US-Repräsentantenhaus. Dort machte sie sich wiederholt für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Ureinwohnern in den USA stark. Dies könnte sie nun auch als Innenministerin tun. Das Ministerium ist für die Verwaltung von bundeseigenem Land sowie für Bodenschätze verantwortlich. Dahingehend ist es auch die Reservate indigener Bevölkerung verantwortlich. Das berichtet die Nachrichtenagentur „AFP“.

Haaland spielt für Biden eine entscheidende Rolle. Der designierte US-Präsident plant sie als wichtige Stütze der Klimaschutz- und Umweltpolitik ein. Biden kündigte bereits an, dass er die Nutzung und Förderung der fossilen Brennstoffe, wie Erdgas oder Erdöl, eindämmen wolle. Ganz im Gegensatz zu Donald Trump, der diese förderte und sich offen als Feind alternativer Energien positionierte.

Haaland erklärte der „New York Times“, dass es für sie eine Ehre wäre, „die Klima-Agenda von Joe Biden und Kamala Harris voranzubringen, die Regierungsbeziehungen mit den Stämmen zu reparieren, die von der Trump-Regierung ruiniert wurden, und als erste eingeborene Ministerin in der Geschichte unseres Landes zu dienen.“

Deb Haaland soll neue US-Innenministerin werden - Joe Biden will EPA umbauen

Teil von Joe Bidens Plänen in der Umwelt- und Klimapolitik ist auch die Neubesetzung der Umweltschutzbehörde EPA. Michael Regan soll diesen übernehmen, wie US-Medien übereinstimmend berichten. Regan war bislang der Chef der Umweltschutzbehörde im Bundesstaat North Carolina. Die EPA ist für Biden von besonderer Bedeutung, da diese unter Trump regelrecht geschwächt wurde. Der US-Präsident sorgte mit zahlreichen Lockerungen bei Umweltvorschriften für heftige Kritik. Trump berief sich dabei regelmäßig auf sein Argument, dass es den menschengemachten Klimawandel nicht gebe.

Im Wahlkampf hatte Biden angekündigt, ein Kabinett zusammenstellen zu wollen, dass die Vielfalt der USA abbildet: Gesagt, getan. (Tobias Utz)

Rubriklistenbild: © J. Scott Applewhite/AP/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare