Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ein 1:1-Modell des FCAS-Kampfbombers. Wie er vielleicht mal aussehen könnte.
+
Ein 1:1-Modell des FCAS-Kampfbombers. Wie er vielleicht mal aussehen könnte.

Drohnenkrieg

Das fliegende Billionengrab

  • Peter Rutkowski
    VonPeter Rutkowski
    schließen

Bundestagsausschüsse entscheiden über das gigantische Rüstungsprojekt FCAS. Fachleute für Künstliche Intelligenz warnen vor einer technisch wie moralisch verfehlten Investition.

Wenn Oxford sich zu Wort meldet, sollte man vielleicht besser zuhören. Auch wenn es um ein deutsch-französisch-spanisches Rüstungsprojekt geht und Großbritannien da ganz außen vor bleibt. FCAS wird jenes Projekt abgekürzt: Future Combat Air System – die Kombination eines neuen (auch nuklear bestückbaren) Kampfbombers mit autonom operierenden Drohnenschwärmen.

Die Preisansage noch vor der ersten gelöteten Platine ist eine halbe Billion Euro. Die teuerste Militärentwicklung der europäischen Geschichte. Jemand in Oxford hegt daran Zweifel.

„Nachzügler im Wettrüsten“

Eine Gruppe aktiver und ehemals dort Forschender in Sachen künstliche Intelligenz warnt die am Mittwoch über FCAS befindenden Abgeordneten des Bundestags davor, dem Projekt zuzustimmen. Die Fachleute – die wie alle Koryphäen der Fachrichtung die kreative Intelligenz künstlicher Systeme in Abrede stellen – warnen, dass FCAS Europa zum „Nachzügler im Wettrüsten“ machen wird, anstatt dass es mit seinen Milliarden und seinem digitalen Sachverstand zum „Vorreiter für den Frieden“ wird. Vom Bundestag wünscht die Gruppe sich deshalb ein europäisches Friedensengagement.

Kritik vom Bundesrechnungshof

Und dabei gehen die Wissenschaftler:innen in ihrem offenen Brief auch auf die bereits erfolgte Kritik durch den Bundesrechnungshof ein: Der hatte vor „gravierenden Mängeln“ gewarnt. In seinem als Verschlusssache eingestuften Prüfbericht weist er darauf hin, dass Deutschland nur eingeschränkte Nutzungsrechte an den mit Steuergeld finanzierten Entwicklungen habe.

Außerdem werde „dem Parlament noch kein endverhandeltes Vertragswerk vorgelegt“. Ein weiterer gravierender Mangel dürfte sein, dass ein Projekt, über das 2021 entschieden wird, bei seiner avisierten Indienststellung 2040 nur hoffnungslos veraltet sein kann – unter Berücksichtigung der aktuellen technischen Entwicklung.

Das Verteidigungsministerium meint, FCAS sei „genehmigungsfähig“, will also am Mittwoch in den Bundestagsausschüssen das Placet der Mehrheit . mit dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare