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Demo des rechtspopulistischen Bündnisses Pro Chemnitz.

Soko Chemnitz

"Danke, liebe Nazis"

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Rechte geben freiwillig ihre Namen und ihr persönliches Netzwerk preis. Die Soko Chemnitz bedankt sich.

„Kennen Sie diese Idioten?“, fragte das Zentrum für Politische Schönheit und rief dazu auf, mutmaßliche Nazis zu identifizieren, die an den Ausschreitungen in Chemnitz beteiligt waren. Dazu hatte das Künstlerkollektiv auf der Webseite „Soko Chemnitz“ Fotos und Steckbriefe von Personen veröffentlicht, die dem rechten Milieu entstammen sollten. Wer jemanden erkennt, solle ihn doch bitte beim Arbeitgeber denunzieren. Der Aufschrei war groß, die umstrittene Internet-Fahndung führte zu einem Polizeieinsatz und Strafanzeigen.  

Jetzt stellt sich heraus: Alles nur ein cleverer Trick, um an die Namen von Rechten zu kommen. Viele Personen aus der rechten Szene seien auf die Webseite gegangen und hätten ausgiebig nach ihrem eigenen Namen und denen von Gesinnungsgenossen gesucht.

Genau darauf hatte das Zentrum für Politische Schönheit gehofft. Die Suchdaten wurden gemäß Datenschutzbestimmung wie bei allen Web-Suchdiensten mitgeloggt. „Mittels Netzwerkanalyse und Datenvisualisierung waren Freundeskreise, Knotenpunkte, Mitläufer relativ einfach auswertbar. Die Ausgangsprofile haben wir gescored und die Scoring-Werte färbten wiederum auf die Gewichtung der Gesuchten ab.“ Also vereinfacht gesagt: Wer kennt wen für Nazis.  

Das Prinzip ist bekannt und nennt sich „honeypot“. Ohne es zu merken, haben viele Rechte ihren Namen, aber auch ihr persönliches Netzwerk preisgegeben. 1552 Teilnehmer und Teilnehmerinnen habe man so in kürzester Zeit ermitteln können. „Danke für das vorzeitige Weihnachtsgeschenk!“, schreibt das Künstlerkollektiv. „Danke, liebe Nazis!“

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