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Dank Donald Trumps Corona-Infektion: Rechte Impfgegner glauben nun doch an das Virus

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Von: Ares Abasi

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Donald Trump
Donald Trumps Corona-Infektion überzeugt seine Anhänger davon, dass es das Virus wirklich gibt. © Alastair Pike/afp

Laut neuesten Studien glauben Trump-Anhänger nun doch an das Corona-Virus. Trumps eigene Infektion scheint der Auslöser zu sein.

Washington D.C. – Donald Trumps Corona-Infektion im Oktober 2020 verbunden mit einem Krankenhausaufenthalt könnten die Meinung seiner rechtsextremen Anhänger:innen verändert haben. Diese hielten das Virus nämlich für einen Scherz, zeigt eine neue Studie. In der Studie untersuchten die Forscher, welchen Einfluss der Krankenhausaufenthalt des ehemaligen US-Präsidenten auf die Querdenker gehabt haben könnte.

Als Kontext stellten die Forscher fest, dass Menschen auf der politischen Rechten dazu neigen, „die Risiken des Virus eher herunterzuspielen oder zu leugnen“. Eine Pew-Research-Umfrage vom März 2020 ergab, dass Demokraten mit 26 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit sagten, dass das Corona eine große Bedrohung für die US-Bevölkerung insgesamt darstelle, als Republikaner zu diesem Zeitpunkt.

USA: Trump-Anhänger glauben an Verschwörungstheorien

Eine weitere Pew Research-Umfrage vom Juni desselben Jahres ergab, dass 71 Prozent der US-Bürger von der Verschwörungstheorie gehört hatten, der Corona-Ausbruch sei absichtlich geplant worden. 34 Prozent der Republikaner oder der den Republikanern nahestehenden Unabhängigen hielten dies entweder für wahrscheinlich oder definitiv wahr, verglichen mit 18 Prozent der Demokraten oder der den Demokraten nahestehenden Personen.

Vor diesem politischen Hintergrund sammelten die Forscher zufällig Daten darüber, inwieweit die US-Bürger die Pandemie für einen Scherz hielten. Die Studie fand in einem Zeitraum statt, der es den Forschern ermöglichte, zurückzublicken und die möglichen Auswirkungen von Trumps Corona-Diagnose auf die Studienteilnehmer zu untersuchen, indem sie die Daten in „vorher“ und „nachher“ aufteilten.

USA: Nach Trumps Corona-Infektion - Anhänger vom Virus überzeugt

Zwischen dem 24. September und dem 16. Oktober wurden 2140 Studienteilnehmer rekrutiert und befragt, wie stark sie der Meinung waren, dass Corona ein Schwindel war. Es zeigte sich, dass diejenigen, die sich als eher konservativ oder rechtsorientiert bezeichneten, nach Trumps Corona-Diagnose weniger stark der Behauptung zustimmten, es handele sich um eine Falschmeldung, als davor.

Linksgerichtete Teilnehmer:innen hingegen zeigten nach Trumps Diagnose kaum einen Unterschied in ihrer Überzeugung, dass es sich bei Corona um einen Schwindel handelt, im Vergleich zu vorher. (Ares Abasi)

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