Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Corona-Pandemie

Neue Enthüllung: Donald Trump fast an Corona gestorben?

  • VonDavid Suárez Caspar
    schließen

Der frühere US-Präsident Donald Trump soll schwerer an Corona erkrankt gewesen sein als bisher angenommen. Dennoch erkannte er die Gefahr von Covid-19 nicht an.

Washington D.C. – Anfang Oktober 2020 machte der ehemalige US-Präsident Donald Trump Schlagzeilen, weil er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Nach einem dreitägigen Krankenhausaufenthalt schleppte sich Trump die Treppen des Weißen Hauses hinauf. Mit einem Lächeln und zwei Daumen nach oben signalisierte Trump: Coronavirus? Ungefährlich. Dabei war er viel kränker als nach außen kommuniziert. Das berichtet die Washington Post.

Das Weiße Haus hatte versucht, ein eigentlich noch nicht erhältliches Medikament von der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde der USA (FDA) zu erhalten. Der Patient? Ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses. Doch die Anfrage wurde zunächst abgelehnt. Als klar wurde, dass es sich um den Präsidenten Donald Trump handelte, lenkte die FDA ein, wie es in dem Bericht der Washington Post heißt.

Ende Juni soll ein Buch erscheinen, das den Umgang der Trump-Regierung mit der Pandemie beleuchtet.

Der an Covid-19 erkrankte Trump zählte zur Hochrisikogruppe. Er war zu dem Zeitpunkt 74 Jahre alt und wurde als übergewichtig eingestuft. Er war ein Patient, bei dem man alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen wollte. Daher überlegten Verantwortliche der Behörde, welches Medikament eingesetzt werden sollte. Schließlich entschieden sie sich für den Antikörper-Cocktail Regen-Cov von Regeneron.

Coronavirus: Hat der kritische Zustand von Donald Trump für ein Umdenken gesorgt?

Der fünftägige Zeitraum im Oktober 2020, in dem für Trump die lebensrettenden Medikamente besorgt wurden, markiert einen wichtigen Punkt der USA im Kampf gegen das Coronavirus. Trumps schwere Erkrankung traf das Weiße Haus so unvorbereitet, dass das Team von Vizepräsident Mike Pence nicht einmal darüber informiert werden konnte, wie Pence hätte vereidigt werden können, falls Trump arbeitsunfähig werden sollte.

Monatelang hatte sich Trump über das Coronavirus lustig gemacht und es verharmlost. Er setzte sich über Sicherheitsprotokolle hinweg, hielt große Kundgebungen ab und empfing im Weiße Haus Gäste, die keine Maske tragen mussten. Nur einen Monat vor der Wahl hatte das Virus, an dem bereits mehr als 200.000 Menschen in den USA gestorben waren, auch den Präsidenten erreicht.

Coronavirus und Donald Trump: Trotz gefährlicher Erkrankung „business as usual“

Dem Bericht zufolge erhoffte sich das medizinische Personal von Trump, dass seine Erkrankung mit dem Coronavirus ihn dazu bringen würde, das Virus ernst zu nehmen. Vielleicht würde er endlich die Bürger:innen dazu ermutigen, Masken zu tragen und die Expertise der Arbeitskräfte im Gesundheitsbereich anzuerkennen. Doch ihre Hoffnung sollte nicht in Erfüllung gehen. Stattdessen ging Trump aus dieser Erfahrung triumphierend und trotzig hervor.

Ende Juni soll ein Buch erscheinen, das den Umgang der Trump-Regierung mit der Pandemie beleuchtet.

Er forderte die Menschen auf, keine Angst vor dem Virus zu haben beziehungsweise sich nicht von ihm beherrschen zu lassen. Dabei ignorierte er völlig, dass er Zugang zu medizinischer Versorgung und Behandlungen hatte, die anderen Amerikaner:innen nicht zur Verfügung stehen. (dsc)

Rubriklistenbild: © MELISSA SUE GERRITS/AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare