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Robert Habeck: Abschaffung kostenloser Corona-Tests war ein Fehler

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Von: Katja Thorwarth

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Robert Habeck (Grüne) will kostenlose Corona-Schnelltests wieder einführen.
Robert Habeck (Grüne) will kostenlose Corona-Schnelltests wieder einführen. © Britta Pedersen/dpa

Grünen-Chef Robert Habeck dringt wegen der erneuten Zuspitzung der Corona-Lage auf eine Wiedereinführung kostenloser Schnelltests. 

Berlin - Seit dem 11. Oktober sind Corona-Tests nur noch in Ausnahmefällen kostenlos. Der Bund hatte diese Entscheidung damit begründet, dass allen Bürger:innen ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden kann. Dieser Vorstoß wurde teils kritisiert, da aufgrund der kosten viele Menschen nun weniger bereit seien, sich testen zu lassen.

Aktuell hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit 33.949 einen Allzeithöchststand erreicht. Eigentlich Grund genug, Corona-Tests wieder flächendeckend zugänglich zu machen. Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck hat sich hierzu bereits positioniert.

Robert Habeck sieht kostenpflichtige Corona-Schnelltests als Fehler

„Es war damals schon ein Fehler, sie auszusetzen, es war eine Maßnahme, um die Nicht-Geimpften negativ zu motivieren“, sagte Robert Habeck am Donnerstag (04.11.2021) in der Sendung „Frühstart“ bei RTL/ntv. Entsprechend zeigt sich Habeck von den Rekordzahlen bei den Corona-Neuinfektionen nicht überrascht: „Die Impfquote liegt unter 70 Prozent, die Delta-Variante ist ansteckender als die Varianten davor - und der Rest ist Mathematik.“ Er rechne daher mit mehr Einschränkungen für Bürger:innen, die sich noch nicht gegen das Virus geimpft haben. Umgekehrt würden Geimpfte, die weniger gefährdet seien, „mehr Freiheiten“ bekommen.

Jens Spahn (CDU), geschäftsführender Bundesgesundheitsminister, sagte in dem Zusammenhang dem Bayerischen Rundfunk: „Jetzt geht es um die Frage, wie vermeiden wir eine Überlastung des Gesundheitswesens. Es geht nicht darum, die Ungeimpften zu ärgern oder zu mobben, wie ich manchmal lese, sondern es geht darum, das Gesundheitswesen, die Pflegekräfte zu schützen [...], damit Patienten gut behandelt werden können.“

Robert Habeck (Grüne) in einer möglichen Ampel-Koalition als Minister gehandelt

Habeck, der in einer möglichen Ampel-Koalition mit SPD und FDP als Minister gehandelt wird, sprach sich zudem gegen eine weitere Zusammenkunft der Ministerpräsidenten der Bundesländer zur Neubewertung der Lage aus. „Die Ministerpräsidentenkonferenz ist ein Koordinierungsgremium, kein Entscheidungsgremium, und das hat in der Vergangenheit nicht wirklich gut geklappt.“ (ktho/dpa)

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