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Das Coronavirus bestimmt auch in Südafrika den Alltag. Aufgrund der Mutation soll der Impfstoff von Astrazeneca vorerst nicht verimpft werden.
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Das Coronavirus bestimmt auch in Südafrika den Alltag. Aufgrund der Mutation soll der Impfstoff von Astrazeneca vorerst nicht verimpft werden.

Pandemie

Corona-Mutation: Südafrika stoppt Impfungen mit Astrazeneca wegen mangelnder Wirksamkeit

  • Friederike Meier
    vonFriederike Meier
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  • Katja Thorwarth
    Katja Thorwarth
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Der Impfstoff des Konzerns Astrazeneca soll in Südafrika vorerst nicht mehr verwendet werden. Grund sind Zweifel an der Wirksamkeit gegen die in Südafrika verbreitete Corona-Mutation.

  • In Südafrika soll der Corona -Impfstoff von Astrazeneca vorerst nicht mehr verimpft werden.
  • Es gibt Zweifel, dass der Impfstoff von Astrazeneca gegen die in Südafrika verbreitete Corona-Muation wirkt.
  • Nun soll die Einführung eines amerikanischen Impfstoffes beschleunigt werden.

Johannesburg/Oxford – Südafrika hat geplante Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff vorübergehend gestoppt, weil eine Studie auf eine begrenzte Wirkung des Vakzins gegen die in dem Land aufgetauchte Corona-Variante hindeutet.

Studien zum Astrazeneca- sowie zum Novavax-Wirkstoff in Südafrika hätten gezeigt, dass die klinische Wirksamkeit wesentlich verringert sei, sagte am Sonntag Salim Abdool Karim, der Leiter des Corona-Beratungskomitees der Regierung. „Also muss die Einführung des Astrazeneca-Impfstoffs vorübergehend unterbrochen werden.“ Gesundheitsminister Zweli Mkhize sagte, es müsse noch mehr Arbeit getan werden, um das Problem zu verstehen.

Coronavirus in Südafrika – Wie aussagekräftig ist die neue Studie?

Südafrika, das zahlenmäßig am schwersten von Corona betroffene Land in Afrika, hatte vergangene Woche eine Million Dosen des Astrazeneca-Impstoffs erhalten und geplant, schon bald mit der Impfung von Gesundheitsmitarbeitern zu beginnen. In Südafrika gehen nach Angaben des Gesundheitsministers mittlerweile mehr als 90 Prozent der Corona-Impfungen auf die neue Mutation zurück. Eigentlich sollte Mitte dieses Monats damit begonnen werden, medizinisches Personal und Pflegemitarbeiter:innen mit dem Impfstoff von Astrazeneca zu impfen.

Am Sonntag aber veröffentlichten die Universitäten von Witwatersrand und Oxford vorläufige Ergebnisse einer Studie, die zeigen, dass der Astrazeneca-Wirkstoff leichte Erkrankungen der in Südafrika kursierenden Variante weniger verhindert. Allerdings hatte die Studie nur rund 2000 primär junge Proband:innen.

Wie die beteiligten Universitäten mitteilten, wurde die Wirkung bei einem schweren Krankheitsverlauf nicht überprüft. Die eher jungen Teilnehmenden gehörten nicht zur Risikogruppe. Zudem muss die Studie noch unabhängig überprüft werden. Als Alternative zum Impfstoff von Astrazeneca will die die Regierung Südafrikas nun die Einführung des Wirkstoffs von Johnson & Johnson beschleunigen.

Corona-Mutante aus Südafrika weit verbreitet

Die in Südafrika kursierende Variante B.1.351 wurde Ende vergangenen Jahres entdeckt und kommt mittlerweile auch in vielen anderen Ländern vor. Daher haben viele Staaten Einreisen aus Südafrika eingeschränkt, auch Deutschland. Die Variante hatte sich auch in den Tests anderer Impfstoff-Hersteller als resistenter erwiesen. Eine mögliche Anpassung der Vakzine an die Variante läuft bei mehreren Unternehmen bereits auf Hochtouren.

Auch in anderen Ländern als Südafrika wurde die Mutation nachgewiesen. In Großbritannien gab es rund 100 Fälle, in Deutschland etwa 30. Die Mutation soll deutlich ansteckender sein als die bisher weit verbreitete Corona-Variante. (FR/dpa)

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